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Was leitet die Geburt ein?

Schwangerschaft ist ein langer Prozess, der bei jeder Frau anders abläuft und doch am Ende im gleichen wichtigen Endereignis endet: den Wehen und somit der Entbindung. Viele Frauen verbringen Monate oder sogar Jahre ihres Lebens damit, sich zu fragen wie diese abläuft. Sie antizipieren die Geburt und fürchten diese möglicherweise sogar. Und das ist auch kein Wunder. Die Erfahrung einer Geburt ist wie keine andere – ein totales Rätsel. Wirklich beschreiben kann man dieses Erlebnis nicht. Man muss es selbst erleben. Deswegen gibt es auch nur wenige wissenschaftliche Texte und Informationen, die Fragen zu diesem Thema wirklich beantworten. Beispielsweise: Warum beginnt die Geburt zu einem bestimmten Zeitpunkt oder wodurch werden Wehen ausgelöst?

In diesem Artikel erklären wir dir alles rund um das Mysterium Geburt.

Was passiert vor der Geburt?

Du wirst vermutlich deinem Stichtag in der 40. Schwangerschaftswoche bereits entgegen fiebern. Leider ist dieser Tag jedoch vielmehr eine fundierte Vermutung als eine Garantie, dass dein Baby an diesem Tag zur Welt kommt. In Wirklichkeit kann die Geburt irgendwann zwischen der 37. und 42. Woche liegen – genau weiß man es eben erst, wenn es passiert. Um dies zu verdeutlichen: Fast ein Drittel der Frauen gebärt nicht einmal innerhalb von zehn Tagen nach ihrem voraussichtlichen Geburtstermin. Oder umgekehrt: Nur fünf Prozent der Babys werden am tatsächlichen Geburtstermin geboren.

Aber schauen wir uns die Zeit um die Geburt erst einmal genauer an. Was genau passiert in deinem Körper in den letzten Wochen der Schwangerschaft. Was ist der Auslöser dafür, dass es jetzt losgeht? Wir haben für dich einige der Anzeichen zusammengefasst, die zeigen, dass sich dein Körper nun auf die Wehen vorbereitet.

Erstens: Wochen oder Tage vor der Entbindung, wirst du wahrscheinlich etwas bekommen, das man die Braxton Hicks-Kontraktionen, Übungswehen oder auch falsche Wehen nennt. Dies sind nicht die wirklichen Kontraktionen, die das Baby während der Wehen herausdrücken. Stattdessen helfen sie deinem Körper, sich schon frühzeitig auf die „echten“ Wehen vorzubereiten. Diese Vorwehen sind im Grunde nur eine Straffung und Kontraktion deiner Gebärmutter und werden normalerweise als schmerzlos angesehen. In einigen Fällen können sie jedoch auch mit den echten Wehen verwechselt werden. Der Hauptunterschied besteht darin, dass Braxton Hicks-Kontraktionen die Form deines Gebärmutterhalses nicht wirklich verändern.

Apropos Gebärmutterhals: Kurz vor der Geburt finden dort einige Veränderungen statt, die nötig sind, um ein Baby durchzulassen. Der Gebärmutterhals wird nämlich dünner und weicher. Es kann auch sein, dass nun ein Schleimpfropfen ausgestoßen wird. Dieser sieht aus, wie ein rosafarbener, blutbefleckter Schleimball. Keine besonders schöne Vorstellung? Nun ja – auch das gehört zur Schwangerschaft.

Andere erste Anzeichen von nahenden Wehen sind Krämpfe, besonders lockere Gelenke und Durchfall, da dein Rektum einer der Beckenmuskeln ist, die sich nun für die Entbindung lockern. Viele Frauen berichten in der Zeit kurz vor der Geburt auch über das Phänomen, dass sie einen extremen Drang nach Ordnung und Sauberkeit verspüren. Dies nennt man den Nestbau: Die Frau bereitet jetzt das Zuhause für Ihr Kind vor und möchte alles möglichst schön und sicher machen.

Eine andere, etwas angenehmere Körperveränderung, die du vor dem Einsetzen der Wehen erwarten kannst, ist das sogenannte Leuchten. Du hast plötzlich mehr Raum zum Atmen, da das Baby sich in deinem Becken bewegt und sich weiter nach unten verschiebt, sodass sein Kopf in Richtung deines Gebärmutterhalses zeigt. Dies ist eine Vorbereitung auf die nahenden Wehen: Das Baby bringt sich nämlich nun in Position, um aus dem Geburtskanal herauszukommen.

Anzeichen dafür, dass die Geburt beginnt

Während die oben genannten Anzeichen schon Tage oder sogar Wochen vor der Geburt auftreten können, gibt es auch Symptome, die nur Stunden vor den Wehen auftreten. Diese sind nützlicher als Anzeichen dafür, dass die Wehen begonnen haben und die Geburt nun eingeleitet wird. Eins der bekanntesten Anzeichen hierfür ist das Fruchtwasser. Wenn nämlich die Fruchtblase platzt, dauert es normalerweise nicht mehr als 24 Stunden bis zur ersten Wehe.

Aber was passiert eigentlich tatsächlich, wenn deine Fruchtblase platzt? Ganz einfach: Während sich dein Baby im Mutterleib entwickelt, lebt es in einem Beutel aus Flüssigkeit – deiner Fruchtblase. Wenn dein Baby nun zum Herauskommen bereit ist, zerplatzt diese Blase und die gesamte Flüssigkeit fließt aus deiner Vagina heraus. Du musst jetzt aber keine Angst haben, dass dies immer so dramatisch abläuft, wie in Filmen gezeigt. Sicher, es ist möglich, dass das Fruchtwasser mit Druck aus dir herausschießt. In anderen Fällen tröpfelt es jedoch auch nur. Und es kann sogar passieren, dass deine Fruchtblase gar nicht erst platzt und du dein Baby im Fruchtblasenbeutel gebärst. Das Platzen der Fruchtblase ist daher zwar ein guter Hinweis, jedoch auch kein absoluter Beweis dafür, dass die Geburt nun losgeht.

Sicher sein kannst du erst, wenn die tatsächlichen Wehen einsetzen. In diesem Moment öffnet dein Körper nämlich deinen Gebärmutterhals, damit das Baby herauskommen kann. Dies geschieht, wenn deine Gebärmutter auf das Baby drückt, dessen Kopf dann wiederrum auf deinen Gebärmutterhals drückt. Dies und die Freisetzung des Hormons Oxytocin lösen dann die Kontraktionen aus.

Die Wehen werden sich wahrscheinlich wie körperliche Beschwerden, ein dumpfer Schmerz und ein hoher Druck in deinem Becken, Rücken und Unterbauch anfühlen. Viele Frauen vergleichen sie mit starken Krämpfen. Zu Beginn der Wehen werden die Kontraktionen noch schwächer und kürzer sein und in einigem Abstand voneinander liegen. Kurz vor der Geburt werden sie dann länger, stärker und häufiger.

Die Stufen und Phasen einer Geburt

Die erste Phase, in der sich dein Muttermund von null auf sechs Zentimeter weitet, wird als Eröffnungsphase bezeichnet. Diese kann Stunden oder sogar Tage andauern. Während der Vorwehen sind die Kontraktionen zunächst mild und unregelmäßig und werden dann zunehmend intensiver und häufiger. Auch wenn du vielleicht sofort ins Krankenhaus fahren möchtest, empfehlen viele Ärzte, während der frühen Wehen zu Hause zu bleiben. Schaue am besten, wie du dich am wohlsten fühlst – medizinische Hilfe brauchst du in dieser Phase in der Regel noch nicht.

Nachdem sich der Muttermund auf sechs Zentimeter geweitet hat, erreichst du die nächste, aktivere Phase der Geburt. Man spricht hier auch von der Austreibungsphase. Das Kind ist in dieser Phase in den Geburtskanal gerutscht. Wenn sich der Gebärmutterhals von sechs auf zehn Zentimeter erweitert, sollten die Kontraktionen alle drei bis vier Minuten auftreten und jeweils etwa 60 Sekunden andauern. Die Wehen fühlen sich jetzt viel intensiver und unangenehmer an, so dass es schwierig sein wird, sich nicht auf sie zu konzentrieren. Zu diesem Zeitpunkt solltest du dich zu deinem Geburtsort begeben, sei es im Krankenhaus oder ein vorbereiteter Geburtsort bei dir zuhause, denn im zweiten Teil dieser Phase wirst du mit dem Pressen beginnen. Die aktive Phase dauert in der Regel vier bis acht Stunden.

Zusammen bilden diese beiden Phasen die erste Stufe der Geburt. Stufe 2 der Entbindung ist dann das tatsächliche Zur-Welt-Bringen des Kindes – einschließlich all der Belastungen, von denen du sicherlich schon gehört hast. Diese Phase kann zwischen einigen Minuten und einigen Stunden dauern. Du solltest dich jedoch darauf einstellen, dass es eher länger dauert, wenn du zum ersten Mal ein Kind zur Welt bringst.

Leider ist mit dieser Phase das Ende der Geburt noch nicht ganz erreicht. In Stufe 3 wird nämlich noch die Plazenta entbunden, was noch einmal zwischen fünf Minuten und einer Stunde dauern kann. Du hast dabei weiterhin Kontraktionen und musst auch erneut pressen, um die Plazenta herauszudrücken. Danach zieht sich die Gebärmutter sofort wieder zusammen und beginnt damit, auf ihre normale Größe zurück zu schrumpfen. Es dauert bis zu sechs Wochen, bis dieser Vorgang vollständig abgeschlossen ist.

Weitere Informationen: Ein Überlebensleitfaden für das vierte Trimester

Hormone während der Geburt

Wie bei jeder Phase einer Schwangerschaft spielen auch im Geburtsprozess viele Hormone eine Rolle. Erstens: Oxytocin, auch als Kuschelhormon bekannt, da es freigesetzt wird, wenn sich Menschen kuscheln oder besonders verbunden fühlen. Oxytocin spielt eine große Rolle bei der Geburt, da es Kontraktionen auslöst (und auch später den Milchfluss startet).

Die mit der Wehen einhergehende Lockerung des Gebärmutterhalses, der Gelenke und des Darms wird durch das Hormon Relaxin verursacht. Dieses tut genau das, wonach es sich anhört: es lässt alles weich also relaxt werden. Ein anderes Hormon, Prostaglandin, hilft dabei, den Gebärmutterhals zu öffnen, und ermöglicht es deinem Körper, noch empfänglicher für das oben beschriebene Oxytocin zu sein.

Ein Hormon, für das du während und nach der Geburt wahrscheinlich sehr dankbar sein wirst, sind die Beta-Endorphine, eine Art Endorphin, welche nicht nur bei der Schmerzlinderung helfen, sondern auch Freude und Euphorie hervorrufen. Beta-Endorphine unterdrücken auch die Arbeit deines Immunsystems auf leichte Weise, damit dieses nicht zu stark auf den „Fremdkörper“ des Babys reagiert.

Schließlich setzt dein Körper auch Adrenalin und Noradrenalin frei, die du möglicherweise als Kampf- oder Flughormone kennst. In der Regel sind diese Hormone mit Stress verbunden und erhöhen den Anstieg des Adrenalinspiegels und des Prostaglandin- und Cortisolspiegels, was die Kontraktionen stimuliert und dir die nötige Energie gibt, im Stadium 2 der Wehen noch ordentlich zu pressen.

Was löst Wehen aus?

Nach all diesen nützlichen Informationen fragst du dich vermutlich immer noch, was denn nun schließlich die Wehen auslöst. Vor allem, wenn du bereits über deinem Stichtag bist, hast du das Warten sehr wahrscheinlich satt und überlegst, wie du die Wehen auslösen oder künstlich herbeiführen könntest.

Da müssen wir dich jedoch leider enttäuschen. Denn die genaue Ursache für das Einsetzen der Wehen ist eines der vielen medizinischen Rätsel, auf die Wissenschaftler noch keine wirkliche Antwort haben. Es gibt jedoch einige Theorien darüber, was die Wehen und somit den Beginn der Geburt bei einer schwangeren Frau auslösen könnte. Diese Theorien verschiedener Wissenschaftler teilen wir natürlich gern mit dir.

Forscher haben herausgefunden, dass es etwas gibt, das zum Zeitpunkt der Wehen im Fruchtwasser einer schwangeren Frau tendenziell in größerer Menge vorhanden ist: Telomere. Dies ist ein Teil unserer DNA, der auf das Altern reagiert und möglicherweise einem Fötus signalisiert, dass es Zeit ist, geboren zu werden. Die Idee hinter dieser Theorie ist, dass das ungeborene Baby seiner Mutter im Wesentlichen auf diese Art zeigt, dass es nun herauskommen möchte.

Eine andere Theorie hat mit der Entwicklung der fetalen Lunge zu tun. In der 32. Schwangerschaftswoche beginnt die sich entwickelnde Lunge des Babys mit der Produktion von Tensidprotein (SP-A). Dieses erleichtert es deinem Baby zu atmen, sobald es die Gebärmutter verlässt. Während der späten Schwangerschaft aktiviert SP-A Immunzellen, die damit beschäftigt sind, die Gebärmutter von Viren und Bakterien zu befreien. Diese Immunzellen, auch Makrophagen genannt, gelangen zur Uteruswand, wo sie eine Entzündungsreaktion stimulieren, von der angenommen wird, dass sie den Geburtsvorgang auslöst.

Die Geburt einleiten

Nun, all diese wissenschaftlichen Theorien sind schön und gut. Allerdings kannst du dir nun einmal nicht gerade Tensidproteine ​​injizieren, wenn du selbst die Wehen auslösen möchtest. Was also kannst du tun?

Wenn die Mutter als überfällig für die Geburt angesehen wird, was normalerweise nach etwa 42 Wochen der Fall ist, spricht man von einer Übertragung. Hierbei wird die Geburt künstlich eingeleitet, um das Risiko für Mutter und Kind zu verringern, da die Wahrscheinlichkeit einer Totgeburt und anderer Komplikationen nach der 42. Schwangerschaftswoche steigt.

Im Krankenhaus erfolgt die Einleitung der Wehen durch Aufbringen einer topischen Form des Hormons Prostaglandin auf den Gebärmutterhals. Wenn dies aus Gründen wie der vorherigen Uterusoperation der Mutter nicht möglich ist, kann ein Arzt den Gebärmutterhals mechanisch mit einem Katheter oder einem abgestuften Dilatator öffnen.

Um die Fruchtblase einer Frau zum Brechen zu ermutigen, kann ein Praktizierender mit dem Finger über die Membranen streichen, die den Fruchtblasenbeutel verbinden, wodurch die Gebärmutter Prostaglandin freisetzt, den Gebärmutterhals erweicht und Kontraktionen verursacht. Wenn dies nicht funktioniert, kann der Arzt den Fruchtblasenbeutel sogar manuell aufbrechen.

Wenn nach einigen Stunden keiner dieser Schritte zu regelmäßigen Kontraktionen führt, verabreichen Ärzte Pitocin, eine synthetische Form des Hormons Oxytocin, normalerweise intravenös. Dies ist normalerweise erfolgreich, um Kontraktionen innerhalb einer halben Stunde auszulösen. Diese Kontraktionen sind stärker, regelmäßiger und häufiger als diejenigen, die bei natürlicher Arbeit auftreten.

Die Geburt selbst herbeiführen

Natürlich gibt es auch oft Situationen, in denen die Mutter die Dinge selbstständig in die Hand nehmen und zu Hause Wehen herbeiführen möchte, bevor ein Arzt sich bereit erklärt, dies in einem Krankenhaus zu tun. Aus diesem Grund gibt es viele verschiedene Methoden, die üblicherweise angewendet werden, um den Geburtsvorgang zu starten. Du solltest dir jedoch darüber im Klaren sein, dass all dieses Wissen auf Erfahrungswerten von Schwnageren Frauen beruht und nicht auf wissenschaftlichen oder medizinischen Erkenntnissen. Wenn jedoch die anekdotischen Beweise angenommen werden, sind einige dieser Methoden sehr effektiv. Hier sind also einige:

- Sich bewegen: Ein Spaziergang oder Treppensteigen soll die Wehen fördern, indem es dem Baby hilft, tiefer in die Gebärmutter zu rutschen

- Sex: Die Stimulation der Gebärmutter, die Freisetzung von Oxytocin und die Einführung von Sperma mit hohem Prostaglandinspiegel in deinen Körper – es gibt viele Gründe, warum Sex oft empfohlen wird, um auf natürliche Weise Wehen auszulösen

- Etwas Würziges essen: Da die Verdauung die Freisetzung von Prostaglandinen auslösen kann, wird das Essen von warmen Speisen häufig als Mittel zur Förderung des Beginns der Wehen angeführt

- Rizinusöl: Aufgrund seiner Lockerungseffekte (es wird häufig als Abführmittel verwendet) wird Rizinusöl häufig als Mittel zur Auslösung von Kontraktionen verwendet. Beachte jedoch, dass diese Methode nicht die leckerste und auch nicht die sicherste Option ist. Du solltest vorher auf jeden Fall mit deinem Arzt darüber sprechen!

    Letztendlich hoffen wir, dass dieser Artikel dir dabei helfen kann, zu verstehen, was dich bei einer Geburt erwartet, wenn du deinen Stichtag erreicht hast. Außerdem hoffen wir, wir konnten dir ein wenig Klarheit darüber verschaffen, was du tun kannst, wenn du über deinen Stichtag hinaus bist und es kaum noch erwarten kannst.

    Wenn du weitere Fragen zum direkten Hautkontakt, zur Geburt oder zur Mutterschaft hast, besuche einfach unsere kostenlose Beratungsplattform.

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