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Schwanger in der Pandemie: Echte Mütter, echte Geschichten

Selbst unter idealen Umständen kann eine Schwangerschaft eine angsteinflößende und nervenaufreibende Zeit sein. Du möchtest alles richtig machen und machst dir vielleicht auch ohne Virus bereits große Sorgen darüber, dass etwas schief gehen könnte. Bei Müttern, die während der COVID-19-Pandemie schwanger waren oder es sind, sind die Stressbelastungen der Schwangerschaft häufig noch einmal bis zum Äußersten verstärkt. 

Denn nicht nur die Schwangerschaft selbst ist nun von dem Risiko des Virus betroffen und unterscheidet sich so erheblich von früher. Auch die Arzttermine und Untersuchungen können plötzlich nicht mehr mit Partner, Freunden oder Familienmitgliedern genossen werden. Der vorgeburtliche Schwangerschaftskurs findet höchstens online statt und auch andere Kurse zur persönlichen Unterstützung und Geburtsvorbereitung werden häufig in letzter Minute abgesagt oder finden ohne wirklichen Kontakt statt. Es gibt außerdem erschreckende neuen Erkenntnisse, die besagen, dass Risiko einer Frühgeburt bei schwangeren Frauen mit COVID-19 höher ist und dass COVID-19-Komplikationen durch eine Schwangerschaft verstärkt werden können. Es gibt kaum einen Weg, die derzeitigen Herausforderungen für Schwangere zu ignorieren: Dies ist eine beängstigende Zeit, um schwanger zu sein. 

In diesem Blogbeitrag beschreiben drei Mütter, die derzeit schwanger sind oder in gerade erst geboren haben, ihre Erfahrungen mit der Schwangerschaft und Geburt eines Kindes während einer weltweiten Pandemie. Sie erzählen von den besonderen Herausforderungen, mit denen sie konfrontiert waren, und geben Tipps an andere Mütter in derselben Situation.

 

In der Pandemie schwanger werden

Ruth fand heraus, dass sie im September letzten Jahres mit ihrem vierten Baby schwanger war. Das war zum gleichen Zeitpunkt, als die Alarmstufe für Corona in Großbritannien auf Stufe 4 stieg. Diese Schwangerschaft überraschte Ruths Familie und ließ sie mit einer Mischung aus Glück, Schuldgefühlen und Angst zurück.

Wie hast du dich gefühlt, als du herausfandest, dass du schwanger bist?

Es war eine große Mischung an Gefühlen für mich! Nach meiner letzten Schwangerschaft litt ich an einer schrecklichen PTBS. Der Gedanke, das meiste alleine machen zu müssen, war erschreckend, da ich meinen Mann wirklich brauchte. Wir haben erst einmal darüber nachgedacht, das Baby nicht zu behalten, was mir heute schreckliche Schuldgefühle bereitet. Aber uns kam die Welt zu diesem Zeitpunkt so furchtbar und angsteinflößend vor, dass ich mir einfach nicht sicher war, ob ich es schaffen könnte. Es hat mich jedoch ein wenig beruhigt, als ich erkannte, dass ich auch jetzt noch die Unterstützung bekomme, die ich brauche.

Fühlst du dich jetzt sicherer mit den überarbeiteten Corona-NHS-Richtlinien, die es Frauen ermöglichen, dass eine Vertrauensperson in allen Phasen der Schwangerschaft anwesend ist?

Wir dürfen leider immer noch keine Partner zu den Untersuchungen und zur Geburt mitnehmen. Im Dezember war ich leider nicht bei einem NHS-Scan, sondern nur bei dem privaten, den wir damals bereits gebucht hatten. Und jetzt, mit einer weiteren nationalen Sperre, mache ich mir Sorgen um eine Kehrtwende bei den Entscheidungen über die Regelungen bei Entbindungen. Ich wünschte, die Situation von Frauen in der Schwangerschaft wäre mehr im Fokus, die Situation ist wirklich nicht gerade einfach. Ich habe zum Beispiel jede Menge FaceTime-Hebammen-Apps aber kaum welche, die wirklich gut sind oder reibungslos funktionieren. Das wird einfach nicht beachtet, dabei ist es so wichtig! Ich wünschte einfach, sie würden endlich eine einheitliche Regelung finden und es schwangeren Frauen ermöglichen, sich etwas mehr zu entspannen. Und vor allem eine, die in allen Krankenhäusern gleich gilt!

Nach den britischen Vorschriften in der Pandemie, die Mitte 2020 eingeführt wurden, mussten werdende Mütter allein zu allen Terminen und Ultraschalluntersuchungen gehen. Im Dezember 2020 überarbeitete der NHS die Richtlinien und kündigte an, dass eine werdende Mutter „in allen Phasen ihrer Mutterschaft“ Partnerunterstützung erhalten sollte. Dies gilt für vorgeburtliche Termine, Scans, Geburt und Entbindung sowie für Besuche von Mutter und Neugeborenem. Diese Änderungen waren darauf ausgelegt, dass es einer Person möglichst bald ermöglicht werden sollte, werdende Mütter bei Krankenhaus- und Arztbesuchen zu begleiten. Diese Regel hängt jedoch auch weiterhin vom jeweiligen Wohnbereich und der auf diesen Bereich angewendeten Sperrstufe ab.

Anpassung an das neue „Normal“

Für Sophie, eine Mutter aus Berlin, war ihre erste Schwangerschaft ganz anders, als sie es sich vorgestellt hatte. Mitten in einer Pandemie kommt eben eine süße Party zur Enthüllung des Geschlechts des Babys, eine Überraschungs-Babyparty oder das Finden von neuen, ebenfalls schwangeren Freundinnen in einem vorgeburtlichen Yoga-Kurs nicht in Frage. In der 36. Schwangerschaftswoche empfand Sophie es als emotional sehr anstrengend, sich an das neue „Normal“ anzupassen.

Was ist für dich am schwierigsten daran, während der Pandemie schwanger zu sein?

Das Schwierigste für mich und meinen Mann ist die Tatsache, dass er nicht an allen meinen Ultraschall- und Krankenhausterminen teilnehmen darf! Er hatte auch keinen Zugang während der Registrierung im Krankenhaus, wird aber dankenswerterweise während der Geburt zu mir kommen dürfen. Ich finde es emotional anstrengend, dass ich meine Freunde und Familie nicht treffen und so auch meine Schwangerschaft nicht mit ihnen teilen kann. Es kann ziemlich einsam werden, die ganze Zeit allein zu Hause zu verbringen. Aber gleichzeitig bin ich froh, dass ich seit der 13. Schwangerschaftswoche keine Verpflichtung mehr hatte, zur Arbeit zu gehen. Ich arbeite als Krankenschwester und nachdem ich meine Schwangerschaft bei der Arbeit angekündigt habe, wurde ich direkt von meiner Arbeitspflicht entbunden, was für mich eine willkommene Neuigkeit war. Es macht mich ein bisschen traurig, dass ich keine Schwangerschafts-Yoga-Kurse oder Schwangerschafts-Schwimm- / Gymnastikkurse besuchen konnte und unser Geburtsvorbereitungskurs über Zoom war. Ich hätte es lieber live erlebt, um andere schwangere Frauen zu treffen. Leider musste auch unsere Babyparty abgesagt werden und wir konnten aufgrund von COVID-Einschränkungen keinen Babymoon-Urlaub machen. 

Ich habe das Gefühl, dass es viele Dinge gibt, die wir während der Schwangerschaft verpasst haben. Aber insgesamt bin ich sehr dankbar, dass ich, mein Mann und unsere Familie während der Pandemie gesund und gesund geblieben sind und wir keine COVID-Fälle um uns herum hatten.

Welchen Rat würdest du anderen werdenden Müttern geben?

Ich kann jeder werdenden Mutter den Rat geben, im Vorfeld viel zu recherchieren und so ein Krankenhaus und einen Arzt oder eine Hebamme zu finden, die es dem Partner ermöglichen, bei der Geburt und auch bei den Vorsorgeuntersuchungen und Ultraschalls dabei zu sein. Ich denke, es ist enorm wichtig, den eigenen Partner bei so einer Reise bei sich zu haben. 

Ich empfehle auch, an Online-Kursen zur Geburtsvorbereitung oder sogar an Online-Schwangerschafts-Yoga-Kursen teilzunehmen. Es gibt außerdem großartige Facebook-Gruppen und Instagram-Blogs, in denen man seine Erfahrungen mit anderen werdenden Müttern teilen kann. :) Du könntest sogar eine Zoom Baby Party machen! Am wichtigsten aber ist, dass man ruhig und entspannt bleibt. Man sollte sich für das Wohl des Babys einfach auf die positiven Dinge konzentrieren. Dies ist nur eine Phase, die irgendwann vorbei sein wird. Und wenn der Lockdown endlich zu Ende ist, halten wir unsere gesunden und lachenden Babys im Arm.

Viele werdende Mütter haben die Befürchtungen geäußert, ohne angemessene Unterstützung durch die Schwangerschaft gehen zu müssen. Auch der Verlust einer an sich freudigen und hoffnungsvollen Zeit, die mit ihren Lieben gefeiert werden sollte, schmerzt Viele sehr. Diese Befürchtungen und Enttäuschungen sind absolut berechtigt und es ist wichtig, dass du dich bei Bedarf um Hilfe bemühst und offen über deine Gefühle sprichst. Zögere nicht, deinen Partner, die Familie, Freunde, die Gemeinde oder Mutterschaftsexperten um Hilfe zu bitten. Besuche auch unsere Support-Community auf Instagram oder stelle den Lola & Lykke-Experten deine Fragen zum Thema Gesundheit von Müttern, Schwangerschaft im Allgemeinen oder zu deiner ganz persönlichen Schwangerschaft. Auch deine Ängste und Sorgen – ganz egal, wie albern sie dir vorkommen mögen – kannst du hier mit Experten oder Menschen besprechen, die all dies schon selbst erlebt haben und dich verstehen. Denke daran: Hilfe ist immer in der Nähe. Du musst nur danach fragen. 

Weitere Informationen: Frage einfach kostenlos die Experten von Lola & Lykke.

Sieh es positiv

Zara, eine vor- und nachgeburtliche Personal Trainerin aus Spalding, hat vor knapp einem Monat entbunden. Sie begrüßte ihr drittes Baby trotz aller Einschränkungen mit einer sehr positiven Einstellung. Und ebenso positiv war für Zara auch die Erfahrung. Zara hat ihre Geburtsgeschichte mit einem strahlenden Lächeln in ihrem Youtube-Kanal dokumentiert.

Image: @zarabyrd on Instagram

Wie war deine Erfahrung bei der Geburt während der Pandemie? War es sehr anders als bei deinen früheren Schwangerschaften?

Meine Gesamterfahrung war wirklich positiv, aber es war schon anders als bei meinen früheren Schwangerschaften. Vor allem die Ultraschalluntersuchungen alleine zu erleben zu müssen. Vor den Untersuchungen war ich immer viel besorgter, nervöser und ängstlicher, weil ich wusste, dass es kein bekanntes Gesicht im Raum gab oder eine Hand, die ich hätte halten können. Aber die Hebammen und Krankenschwestern waren so unterstützend und beruhigend. Mein Mann hat die Geburt aufgrund der geltenden Einschränkungen tatsächlich um einige Minuten verpasst. Ich wurde im Krankenhaus induziert, daher durfte er nach Beginn der Induktion drei Stunden dort bleiben, musste dann aber gehen, bis sie mich zur Geburtsstation brachten. Als sie beschlossen, mich zur Geburtsstation zu bringen und sahen, dass ich jetzt 4 cm weit geöffnet war, ließ ich meinen Mann wissen, dass er kommen sollte, und er machte sich sofort auf den Weg. Am Ende hatte ich jedoch eine extrem schnelle Entbindung, die nur 22 Minuten dauerte. Innerhalb von 15 Minuten brach mein Fruchtwasser und innerhalb von 7 Minuten war ich von 4 cm auf 10 cm geöffnet. Und dann wurde Tommy geboren. Tom kam einen Moment später: Ohne die Pandemie hätte Tom die ganze Geburt über dort sein dürfen und hätte das Ereignis nicht verpasst.

Hast du dich vom Krankenhauspersonal unterstützt und abgesichert gefühlt?

Die Hebammen waren durchweg brillant und so freundlich. Sie haben wirklich alles in ihrer Macht Stehende getan, um mir die bestmögliche Erfahrung zu bieten, angefangen beim Aromatherapie-Baden bis hin zur Geburt, wo ich liebevoll überwacht und mit Bällen ausgestattet wurde. Insgesamt würde ich sagen, dass meine Schwangerschaftserfahrung trotz der Pandemie positiv war. Obwohl es nicht so war wie bei meinen früheren Geburten, war die Betreuung, die ich erhielt, durchweg außergewöhnlich!

Das Guttmacher-Institut berichtete, dass COVID-19 dazu geführt hat, dass ungefähr ein Drittel der Menschen, die schwanger werden könnten, den Kinderwunsch entweder reduziert, auf später verschoben oder sogar noch einmal ganz überdacht haben. COVID hat sicherlich eine große Belastung für die werdenden Eltern mit sich gebracht, und viele schwangere Frauen haben zusätzlichen Stress und sogar Angstzustände. Um diesen zusätzlichen Stress und die Angst loszuwerden oder zumindest abzubauen, solltest du dich mit deinen lokalen Corona-Richtlinien vertraut machen und dir Hilfe suchen, die notfalls auf alternative Weise bereitgestellt werden kann. Du kannst vielleicht nicht an herkömmlichen Schwangerschaftsvorbereitungskursen teilnehmen, aber es gibt viele tolle Online-Kurse und jede Menge Unterstützung in Foren. Außerdem gibt es eine ganze Reihe von engagierten medizinischen Experten, die nur zu gern bereit sind, dir bei Fragen und Sorgen zu helfen. 

Mehr Informationen: Tipps und Fakten zum Coronavirus und Schwangerschaft.

Um Mütter noch besser zu unterstützen und auf die Geburt und die Mutterschaft vorzubereiten, ist Lola & Lykke stolz darauf, im Januar 2021 eine eigene Reihe von Online-Schulungen für vor- und nachgeburtliche Vorsorge zu starten. Letzten Endes kann dich niemand so recht auf das Gefühl vorbereiten, herauszufinden, dass du schwanger bist. Worauf wir dich aber definitiv vorbereiten können, ist die Schwangerschaft selbst, die Erfahrung der Geburt und diese kostbaren frühen Wochen mit deinem frisch entbundenen Baby. 

In dieser Reihe von Videos werden wir dich durch die einzelnen Phasen der Schwangerschaft führen und dir dabei Tipps und nützliche Tools zum Umgang mit Symptomen und Situationen geben. Wir vermitteln dir außerdem das Wissen und die Zuversicht, dich der Geburt ohne Angst zu nähern. Und natürlich werden wir dir auch dabei helfen, die Navigation durch die ersten Wochen als neuer Elternteil zu meistern. 

Wir werden dich dabei auch durch die physischen und hormonellen Veränderungen in deinem Körper während und nach der Schwangerschaft führen. Der Kursinhalt wurde von unserem Team aus medizinischen Experten und Mutterschaftsphysiotherapeuten zusammengestellt, um dir das gesamte klinische Fachwissen zu vermitteln, das du benötigst, um dich bei der Geburt und den Monaten nach der Entbindung stark und sicher zu fühlen.

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