KOSTENLOSE LIEFERUNG INNERHALB DER EU UND GB ÜBER 150€ | KOSTENLOSE RÜCKSENDUNG

Giving Birth: The Miracle of C-section

Von Maana Lindqvist *

Zum Ende des Kaiserschnitts Awareness Monats April 2021 möchte ich einige Gedanken mit euch teilen. Insbesondere will ich dabei über den gesellschaftlichen Diskurs über den Kaiserschnitt und dessen Auswirkungen auf Mütter und Geburten sprechen. Es scheint nämlich eine allgemein vorherrschende Diskrepanz zwischen der Sicht auf einen Kaiserschnitt und der auf eine natürliche Geburt zu geben. Diese Kluft bezieht sich auf Emotionen, Handlungen und gesellschaftliche Akzeptanz gegenüber den verschiedenen Arten einer Geburt. Zum einen ist dies auf die Sprache zurückzuführen, die zur Beschreibung des Kaiserschnitts und der vaginalen Entbindung verwendet wird. Zum anderen darauf, wie diese Sprache Gedanken, Gefühle und Emotionen beeinflusst und damit auch die individuellen Handlungen innerhalb einer Gesellschaft. Lass mich dies genauer erklären:

Der Kaiserschnitt: Ein chirurgischer Eingriff mit einer faszinierenden Geschichte, die ich etwas weiter unten noch ausführen werde. Er steht im Gegensatz zur vaginalen Geburt, die oftmals auch als „natürliche Geburt“ bezeichnet wird. Und genau hier liegt das Problem. Als begeisterte Linguistikstudentin hat mich diese Bezeichnung schon zu meiner Studienzeit gestört. Eigentlich stört sie uns alle hier bei Lola & Lykke. Warum? Ganz einfach: Indem wir etwas als „natürlich“ bezeichnen, lassen wir zu, dass sich eine Wertung einschleicht. Wenn nämlich etwas „natürlich“ ist, so ist es von Natur aus gut. So zumindest die automatische Annahme – oftmals sogar gänzlich unterbewusst. Im Gegenzug bedeutet dies jedoch, dass es auf der anderen Seite dann etwas „Unnatürliches“ geben muss, das wiederrum weniger gut ist. Im Falle der Geburt bedeutet das, dass wir mit unserer Sprache unbewusst eine Wertung herstellen: Die vaginale Geburt ist ein natürliches und somit gutes Ereignis, der Kaiserschnitt hingegen ist unnatürlich und damit schlechter. An dieser Stelle müssen wir darauf hinweisen, dass sich auch bei einigen unserer Produkte (noch) die Bezeichnung „natürliche Geburt“ finden lässt. Wir sind uns dessen bewusst und schätzen deine Geduld und Unterstützung, während unser Team dazu lernt und sich weiterentwickelt.

Als ich diesen Artikel schrieb, musste ich mehrere Anläufe nehmen und immer wieder von vorn beginnen. Ich wunderte mich, bis mir endlich klar wurde, warum ich immer wieder auf Granit biss: Durch das Vorstellen und Gegeneinanderstellen der zwei Geburtsformen erhielt ich in meinen bisherigen Texten ganz unabsichtlich die Kluft der Unterschiede aufrecht – ganz genau das, was ich ja eigentlich verhindern, ja bekämpfen wollte. Ich fand einfach keinen Weg, die Unterschiede zu diskutieren, ohne dabei die Wertung zu vergrößern. Anfangs wollte ich über Wehen schreiben, was ich vielleicht später auch noch tun werde, Zunächst jedoch beschäftigte mich die Frage, ob der Grund für diese Kluft teilweise durch mangelndes Wissen erklärt werden könne. Bei Lola & Lykke möchten wir Frauen über Schwangerschaft, Geburt und das Leben nach der Geburt aufklären, um ihnen durch ganzheitliches Wissen die bestmögliche Schwangerschaftserfahrung mitzugeben und sie zu eigenen, fundierten Entscheidungen zu ermächtigen. In diesem Sinne möchte ich euch als erstes zeigen, was für eine wirklich wundersame Erfindung der Kaiserschnitt wirklich ist.

Wie die Evolution unsere Fähigkeit zur Entbindung beeinflusst hat

Die Geburt eines Kindes ist für uns Menschen eine einzigartig schmerzhafte und schwierige Erfahrung. Evolutionäre Wendungen haben dafür gesorgt, dass Frauen bei der Entbindung in einer noch schutzbedürftigeren und verletzlicheren Position sind, als jedes andere Säugetier auf der Erde. Innerhalb unser eigenen Spezies Mensch gibt es bis heute große Unterschiede, wie eine Frau gebärt. Dies ist oft von den äußeren Umständen abhängig und kann je nach Kulturkreis und medizinischer Versorgung variieren. Eines aber haben wir als Frauen alle eines gemeinsam, wenn es um Geburt und Wehen geht: Es tut weh. Bei einigen Müttern tut es mehr weh, bei anderen weniger und bei einigen schmerzt es aufgrund von Komplikationen, die einen chirurgischen Eingriff erfordern, um das Leben des Babys und / oder der Mutter zu retten und das Kind gesund auf die Welt zu bringen.

Ein gewisses Maß an Schmerz und Unbehagen scheint allen Geburten aller Säugetiere inhärent zu sein. Als Menschen gehen wir jedoch etwas anders mit Emotionen und Gefühlen um: Wir erinnern uns, kehren zurück und verarbeiten. Wir denken an vergangene Erfahrungen, wir können sogar von ihnen träumen, sie wieder erleben. Als Gesellschaft schätzen wir die Individualität des Einzelnen. Und doch gibt es bestimmte Dinge, die wir als Kollektiv wahrnehmen und erfahren. Dass eine Geburt schmerzhaft ist, ist ein solches Beispiel.

Aber warum ist die Geburt für den Menschen eine so schwere Angelegenheit und war das schon immer so? Der Mensch hat sich im Laufe der evolutionären Entwicklung so viele Male verändert, dass dies wohl Niemand mehr mit vollkommener Sicherheit sagen kann – es gibt jedoch einige Theorien. Die folgende Theorie erklärt meiner Meinung nach am plausibelsten warum die Geburt für uns Menschen eine so schwere und schmerzhafte Angelegenheit ist:

In der menschlichen Entwicklung gibt es vor allem zwei Dinge, die einer Frau die Geburt erschweren: Ein schmales Becken und ein großer Kinderkopf. So unterschiedlich Frauenkörper und Kinderköpfe auch sind – im Vergleich zu vielen Tieren ist das Becken einer menschlichen Frau nämlich verhältnismäßig schmal und der Kopf eines Babys verhältnismäßig groß. Beides war nicht immer so. Unsere Vorfahren waren affenähnliche Tiere, die auf allen Vieren gingen. Als wir uns dann dazu entwickelten, aufrecht auf zwei Beinen zu gehen, wurden unsere Becken kleiner, um eine engere Passform für unsere Beine zu ermöglichen. Etwas später kam dann eine erneute Veränderung: Unser Gehirn wurde größer und damit die Köpfe von Babys. Unser kleineres Becken und unsere großhirnigen Babys machen die Erfahrung der Geburt so anders als die aller anderen Säugetiergeburten.

Entwicklung des Kaiserschnitts: von der Antike zur Moderne

Natürlich waren Frauen schon immer in der Lage, vaginal zu gebären. Doch auch der Kaiserschnitt ist keine neue Erfindung. Es gibt sowohl in der östlichen als auch in der westlichen Kultur einige Geschichten und Überlieferungen darüber, dass diese Operation erfolgreich Mutter und Kind rettet. Nach der griechischen Mythologie entfernte beispielsweise Apollo seinen Sohn Asclepius, den Gott der Medizin, aus dem Bauch seiner Mutter. Alte hinduistische, ägyptische, griechische, römische und europäische Folklore beziehen sich ebenfalls auf Kaiserschnittoperationen. Es gibt außerdem alte chinesische Radierungen, die das Verfahren an scheinbar lebenden Frauen darstellen.

Die Extraktion von Asclepius aus dem Bauch seiner Mutter Coronis durch seinen Vater Apollo. Holzschnitt aus der Ausgabe 1549 von Alessandro Benedittis De Re Medica. Quelle

Der Kaiserschnitt hat sich mit verschiedenen Menschen in unterschiedlichen Epochen immer wieder gewandelt und entwickelt. Auch seine Bedeutung hat sich im Laufe der Zeit geändert. Sein ursprünglicher Zweck bestand darin, das Baby aus dem Bauch einer toten oder sterbenden Mutter zu holen, um das Leben des Babys zu retten oder das Baby separat zu begraben, wie es die Religion verlangte. Es ging also beim Kaiserschnitt ursprünglich nicht darum, das Leben der Mutter zu retten, was die Geschichte von Julius Caesars Geburt sehr unwahrscheinlich macht. Diese besagt nämlich, dass seine Mutter am Leben war und so von der Invasion ihres Sohnes in Großbritannien hörte. Es ist möglich, dass der Name Kaiserschnitt (in Englisch: Caesarean Section) von Cäsar stammt. Er verfügte nach römischem Recht, dass alle Frauen, die während der Schwangerschaft starben, aufgeschnitten werden sollten, um das Baby zu retten und so die Bevölkerung zu vergrößern. Es ist jedoch ebenso wahrscheinlich, dass der Name lateinischen Ursprungs ist, da „Caedare“ „schneiden“ bedeutet und die durch Kaiserschnitt geborenen Babys als „Caesones“ bezeichnet wurden. So oder so, es klingt ziemlich brutal, Babys aus Müttern herauszuschneiden, nur um die Bevölkerung zu vergrößern, nicht wahr? Der Kaiserschnitt hieß nicht immer so. Erst 1598, als Jacques Guillimeaus Buch über Hebammen veröffentlicht wurde, wurde das Wort "Schnitt" im Kaiserschnitt eingeführt und ersetzte "Operation".

Besonders interessant: Der erste nachgewiesene erfolgreiche Kaiserschnitt wurde zwischen 1815 und 1821 von einer irischen Frau durchgeführt, die vorgab, ein Mann zu sein. Sie diente der britischen Armee in Südafrika als Ärztin. Dieser Fakt verdient vor allem deshalb besondere Aufmerksamkeit, da Frauen in Europa bis zum Ende des 19. Jahrhunderts von der medizinischen Fakultät ausgeschlossen waren.

Angeblich wendete James Miranda Barry während der Operation westliche Operationstechniken an; es gibt jedoch auch Berichte von Reisenden aus dem 19. Jahrhundert, die besagen, dass Ureinwohner das Verfahren gemäß der örtlichen medizinischen Praxis erfolgreich durchführten: In Uganda erhielten Frauen Bananenwein, um in einen leichten Rausch versetzt zu werden. Der gleiche Wein wurde dann vom Heiler verwendet, um, in Vorbereitung auf die Operation, seine Hände und den Bauch der Frau zu reinigen. Mit einem Mittellinienschnitt wurde dann Kauter angewandt, um Blutungen zu minimieren. Anschließend wurde der Uterus massiert, um eine Kontraktion hervorzurufen. Der Schnitt wurde jedoch bei dieser Praxis nicht genäht: Stattdessen wurde die Wunde mit Eisennadeln festgesteckt und mit einer aus Wurzeln hergestellten Paste behandelt. Ähnliche Berichte stammen aus Ruanda, wo botanische Präparate auch zur Betäubung von Frauen und zur Förderung der Heilung eingesetzt wurden.

Klingt gleichzeitig irgendwie bekannt und doch ganz schön befremdlich, oder? Tatsächlich war der Kaiserschnitt in Europa bis zum 20. Jahrhundert eine gefürchtete Operation. Die klassische Mittellinieninzision bedeutete eine hohe Müttersterblichkeit aufgrund von Blutungen und späterer Uterusruptur. Selbst bei aseptischen Operationstechniken war Sepsis ohne Antibiotika häufig und endete oft tödlich. Ich bin mir nicht sicher, wie viele Kaiserschnitte es damals gab, aber nach einer Schätzung überlebte zwischen 1787 und 1876 keine einzige Frau einen Kaiserschnitt in Paris. Das sind 90 Jahre. In den 1800er Jahren galt ein schnell durchgeführter Kaiserschnitt als Erfolg – nicht so sehr die Erfolgsquote oder Manieren am Krankenbett.

Die Dinge änderten sich Mitte des Jahrhunderts, als ein amerikanischer Zahnarzt Diethylether verwendete, um einen Gesichtstumor zu entfernen. Das mag zunächst weit hergeholt klingen, doch wenn man drüber nachdenkt, liegt es nahe: Diethylether hat ähnliche Eigenschaften wie Propofol und Ketamin. Es kann als Vollnarkose verwendet werden. Wer jemals ein Kind zur Welt gebracht hat oder schlimme Schmerzen bei einer komplexen Operation oder aus einem anderen Grund erlebt hat, kennt das Gefühl, diese Schmerzen unbedingt betäuben zu wollen. Es ist daher keine Überraschung, dass sich die medizinische Anwendung der Anästhesie schnell über den Atlantik nach Europa ausbreitete. Weil die Geburt seit jeher als besonders schmerzhaftes Ereignis bekannt ist, könnte man nun annehmen, dass die Geburtshilfe diesen neuen Weg der Schmerzbetäubung dankend angenommen hätte. Aber nein, liebe Leserin, im Gegenteil: Die Anästhesie wurde in Europa von der Geburtshilfe stark abgelehnt, und zwar aus dem biblischen Grund, dass Frauen traditionell leiden müssen, um für Evas Sünde zu büßen. Eine ziemlich wilde Argumentation aus heutiger Sicht, oder? Erst als Königin Victoria, die Leiterin der Church of England, Chloroform zur Geburt ihrer beiden Kinder Leopold (1853) und Beatrice (1857) verabreichen ließ, geriet die damalige Sicht ins Wackeln. Die Entbindungen der Königin haben schließlich die Anästhesie und Schmerzlinderung während der Geburt populär gemacht.

In den letzten rund 130 Jahren wurden unglaubliche Fortschritte in der Medizin erzielt, und der Kaiserschnitt hat sich von einer gefürchteten Operation mit hoher Müttersterblichkeit zu einer Routineoperation im Krankenhaus entwickelt. Sterile Schnitte, hygienische Arbeitskleidung, auflösende Nähte ... Die Spinal- oder Epiduralanästhesie hat die Vollnarkose weitgehend ersetzt. All diese Veränderungen haben den Kaiserschnitt zu einem ziemlich sichereren Eingriff gemacht. Statt den früheren religiösen Vorwänden, dreht sich die Debatte heute zum Glück vorrangig um die Minimierung von Risiken, und die Gesundheit und dem Wohlbefinden von Mutter und Baby.

Mit der verfügbaren Technologie zur Visualisierung des Fötus, Herzmonitoren zur Verfolgung des Wohlbefindens des Babys in Echtzeit und Tools für Operationen innerhalb der Gebärmutter ist dein Baby inzwischen selbst zum Patienten geworden. Die Medizin ist mit den Fortschritten in anderen Bereichen gewachsen und hat sich von der Rettung des Ungeborenen, über die Rettung der Mutter bis zur Rettung von Mutter und Kind entwickelt.

Auch wenn der Kaiserschnitt in den letzten Jahrzehnten in einigen Kulturen zu häufig angewendet wurde, rettet die Operation, bei der einst Frauen wahllos getötet wurden, heute oftmals ihr Leben. So sehr Frauen den Schmerz der Geburt auch fürchten, die meisten erwarten nicht, dass er sie tötet. Von den Pariser Frauen des 18. bis 19. Jahrhunderts konnte man dies allerdings nicht sagen. Eigentlich von keiner Frau in dieser Zeitspanne. Heute ist die allgemeine Erwartung der meisten Frauen, dass ihre Kinder die Geburt überleben. Dies ist jedoch eine ziemlich moderne Annahme, liebe Leserin. Die Mehrheit der Frauen im Laufe der Geschichte konnten sich auf diesen Gedanken kaum verlassen. Zusammenfassend lässt sich zumindest eines sagen: Der Kaiserschnitt hat das Leben von Frauen, ungeborenen Babys und der gesamten Ärzteschaft sehr verändert.

Die Geburtserfahrung, die du verdient hast

Geburtserfahrungen und die daraus entstehenden Geschichten können mit die wichtigsten sein, die wir im Leben machen. Während der Geburt sind Eltern und Kind(er) gleichberechtigt – sie sind die Stars der Show. Diese Erfahrungen und Geschichten teilen wir mit unseren Lieben und oft auch mit anderen jungen Müttern. Sie sind eine einheitliche Erinnerung, die Menschen und insbesondere Mütter untereinander verbindet. Viele Mütter, die einen Kaiserschnitt bekommen haben, haben jedoch einen bestimmten Ton in ihrer Stimme: Ein subtiles Zeichen der Enttäuschung.

In unserer Gesellschaft wird Schuld perfektioniert und Unsicherheit monetarisiert. In der New York Times gibt Thalia Mostow Bruehl an, dass Kaiserschnitte ganz oben auf dieser Liste stehen. Sie sind mit einem dauerhaften, negativen Marker versehen. Wenn du bereits von der Ricki Lake-Dokumentation "The Business of Being Born" aus dem Jahr 2008 gehört hast, wird dich dies wahrscheinlich nicht überraschen. Während nämlich die Geschichte von einer schönen, vaginalen Wassergeburt in häuslicher Umgebung erzählt, kommt der Kaiserschnitt weniger gut weg. An dieser Stelle möchte ich Mostow Bruehls Worte wiedergeben, um die Darstellung des Kaiserschnittes im selbigen Dokumentarfilm deutlich zu machen:

"Der Dokumentarfilm vergleicht geplante Kaiserschnitte mit plastischer Chirurgie und bezeichnet sie in einer Szene sogar als „Designergeburten“. Der Film verwischt zeitweise die Grenze zwischen elektiven und medizinisch indizierten Kaiserschnitten und geht sogar so weit, medizinische Eingriffe während der Entbindung mit der Einnahme von Thalidomid zu vergleichen"

Für den Fall, dass dir das nichts sagt: Thalidomid ist ein Medikament, das in den späten 1950er und frühen 60er Jahren gern gegen morgendliche Übelkeit verschrieben wurde. Erst einige Zeit später wurde festgestellt, dass es den Fötus irreversibel schädigt. Die Folge waren Tausende von Kindern mit schweren angeborenen Missbildungen. Viele von ihnen überlebten nicht länger als einige Tage nach der Geburt.

Aber zurück zu unserem eigentlichen Thema: „The Business of Being Born“ und dem Image, das diese Dokumentation über die Geburt aufbaut. Der Film illustriert eine klare Differenz zwischen dem strahlenden Sieger, der vaginalen Entbindung, der man mit Freude entgegen schauen kann, und der Niederlage des Kaiserschnitts. Wir leben in einer Gesellschaft, in der Individualität und Autonomie akzeptiert und sogar gelobt werden sollten – Größen, Formen, Stile, Farben und vieles mehr. Ich kann deshalb umso weniger verstehen, warum der Kaiserschnitt eine weniger wertvolle Geburtserfahrung für eine Frau sein soll.

Ich habe vorhin über die erschütternde Vergangenheit des Kaiserschnitts gesprochen. Ja, in jenen Jahren, in denen Mütter ohne Betäubung oder Desinfektionsmittel aufgeschnitten wurden, gab es viel Tod und Trauer. Doch das ist heute nicht mehr der Standard. Wir sehen und loben den Fortschritt der Medizin auf so viele Arten, von Prothesen bis hin zu Gehirnoperationen. Und natürlich nicht zuletzt auch die Familienplanung. Ich werde hier nicht auf die Debatte über Empfängnisverhütung eingehen. Was sich jedoch sagen lässt, ist dass der Fortschritt der Medizin Menschen auf der ganzen Welt hier einiges an Ermächtigungen und Möglichkeiten gebracht hat.

Und obwohl wir all diese Fortschritte und Möglichkeiten feiern, scheint der Kaiserschnitt nicht zu den Dingen zu gehören, die wir loben und als positive, neue Möglichkeit ansehen.

Ich muss an dieser Stelle auf eine Sache hinweisen, auf die ich beim Schreiben dieses Artikels immer wieder gestoßen bin – eine Sache, die mich so oft aus der Bahn geworfen hat, dass ich selbst schon gar nicht mehr weiß, wie oft genau. Während ich versuche, mir kein Urteil zu erlauben und jede Form von Geburt schätzen möchte, für die sich eine Frau entscheidet, um ihr Kind sicher zur Welt zu bringen, fällt es mir gleichzeitig schwer, die Risiken zu übersehen, die Frauen eingehen, wenn sie sich für einen elektiven Kaiserschnitt entscheiden. Erstens kann ich persönlich einfach nicht nachvollziehen, wie man den Kaiserschnitt, eine hochinvasive Bauchoperation, als den „einfachen Ausweg“ ansehen kann. Zweitens merke ich, wie ich ein Problem damit habe, wie losgelöst wir heute von Geburten sind. Die Angst vor der Entbindung hat wahrscheinlich in gleichem Maße zugenommen, in dem wir uns von der Realität der Geburt distanziert haben. Die Angst vor dem Unbekannten ist völlig verständlich: schon viel zu lange sind Geburten ein Tabuthema, das einzig in Kreisen von Eltern thematisiert wird. Hast du schon einmal ein Neugeborenes gehalten? Weißt du genau, was bei einer Geburt passiert? All diese peinlichen, aber gleichzeitig ganz normalen Funktionen, die der Körper einer Frau ausübt? Weißt du, wie du dich von einem Kaiserschnitt erholst? All dieses Unbekannte macht erstgebärenden Frauen verständlicherweise Angst. Frauen entbinden ihre Kinder heute nicht mehr im Kreis des Dorfes, sondern isoliert im Krankenhaus, umringt von einer Schar Ärzte und Hebammen. Wie sollen junge Frauen und Familienmitglieder da an das Thema herangeführt werden? Wie viel wissen wir eigentlich über das Thema Geburt, bevor wir selbst gebären und in wie weit beeinflusst dieses Unwissen unsere Entscheidungen für einen Geburtsplan?

Zum Glück gibt es heute einige Personen und Organisationen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Frauen (und Männer und alle anderen) über Schwangerschaft aufzuklären und ihnen zu zeigen, wie viele Wahlmöglichkeiten sie eigentlich haben. Ich bin all diesen Menschen sehr dankbar für ihre Arbeit – von unserem Team bei Lola & Lykke, dass mit Mutterschaftsfachleuten zusammenarbeitet, um die Bildungsreihe Pregnancy, Birth & Beyond herauszubringen, die Mütter und Frauen, die Mutter werden möchten, wichtige Infos an die Hand gibt, zu denjenigen, die diese Geschichten teilen, wie @csectionstrong auf Instagram. Es ist wirklich an der Zeit, dass Frauen ihre Schwangerschaft selbst in die Hand nehmen. Wissen ist Macht, und all diese schmerzhaften, beängstigenden und unvermeidlichen Dinge zu verbergen, hat bisher niemandem geholfen. Unsere Gesellschaft hat heutzutage großartige Möglichkeiten, fast jeder Frau ein großartiges Schwangerschafts- und Geburtserlebnis zu bieten. Ich wünsche mir, dass auch du bei deiner Schwangerschaft das Gefühl hast, gehört, gesehen und respektiert zu werden. Und zwar ganz unabhängig davon, wie deine Entscheidungen aussehen. Und ich wünsche mir, dass du rückblickend das Gefühl hast, dass deine individuelle Reise durch Schwangerschaft und Entbindung ein positives Erlebnis war.

Diesen Beitrag auf Instagram ansehen

Ein von C-Section Strong™️ geteilter Beitrag (@csectionstrong)

Evidenzbasierte Medizin – auch bei der Geburt

Laut UN werden jährlich rund 140 Millionen Babys geboren. Die medizinische Fachzeitschrift The Lancet berichtete im Jahr 2018 über steigende Kaiserschnittraten: von etwa 16 Millionen Geburten (12%) im Jahr 2000 auf geschätzte 29,7 Millionen (21%) im Jahr 2015. Die Nation mit der höchsten Rate ist die Dominikanische Republik mit 58,1%, gefolgt von Brasilien und Ägypten (55,5%). Die niedrigsten Raten wurden in West- und Zentralafrika (4 %) festgestellt. In allen 37 OECD-Ländern wurden 2017 28% der Lebendgeburten als Kaiserschnitt durchgeführt. Das klingt nach ganz schön viel, nicht wahr?

1985 kam eine Gruppe von Gesundheitsexperten der Weltgesundheitsorganisation in Fortaleza, Brasilien, zusammen, um die hohen Raten von Kaiserschnitten zu erörtern. Auf der Grundlage der zu diesem Zeitpunkt verfügbaren Informationen kamen die Experten zu dem Schluss, dass "es keinen erkennbaren Grund für eine Region gibt, eine Kaiserschnittrate von mehr als 10-15% zu haben". Dies hat sich seitdem zu dem allgemein anerkannten "Sweet Spot" entwickelt, bei dem ein evidenzbasierter Nutzen aus niedrigeren Sterblichkeitsraten besteht. Nichtsdestotrotz beträgt die Kaiserschnittrate in den OECD-Ländern fast 30%, ganz zu schweigen von der dominikanischen, brasilianischen oder ägyptischen Rate, die sich den 60% nähert! Dies bedeutet, dass viele Kaiserschnitte nicht aus medizinischer Indikation, sondern aufgrund von Präferenzen (entweder von der Mutter selbst oder sogar vom behandelnden Arzt) durchgeführt werden. Zum Teil liegt dies an Einstellungen und Überzeugungen, zum Teil jedoch auch an neuen Gefahren, denen Mütter heute ausgesetzt sind: Schwangerschaften bei älteren oder fettleibigen Frauen werden immer häufiger und bringen neue Risiken mit sich.

Anstatt nun über eine Übermedikalisierung der Geburt zu sprechen, möchte ich an dieser Stelle auf die Länder hinweisen, in denen die Kaiserschnittraten besonders niedrig sind – das heißt unter 10%. Denn diese Länder zeigen uns, dass es Tausende von Müttern gibt, die trotz medizinischer Indikation keinen Kaiserschnitt bekommen. Wir betrachten hier vor Allem Länder mit niedrigem Einkommen: Indien und afrikanische Länder südlich der Sahara, wie beispielsweise Malawi. Diese Länder haben weniger Gesundheitspersonal, welches das Verfahren durchführen könnte. Auch die Krankenhäuser sind oftmals nicht ausreichend für Eingriffe, wie einen Kaiserschnitt, ausgestattet. In vielen Fällen liegen die Gründe, keinen Kaiserschnitt anzuwenden, jedoch auch im Verhalten der Menschen. Dieser Punkt bringt uns zurück zur Linguistik und somit auch zu Verhaltensweisen, die auf der Sprache basieren. Denn die meisten Traditionen, Überzeugungen und Handlungen begründen sich auf unsere Sprache. Wir erinnern uns: Wenn etwas „natürlich“ ist, muss die andere Option entsprechend "unnatürlich" sein.

Klingt nach einem Teufelskreis, oder? In einigen Teilen der Welt ist der Kaiserschnitt, obwohl er heutzutage eine völlig normale Art der Entbindung ist, immer noch stark stigmatisiert, während er in anderen Teilen der Welt aufgrund fehlender Ressourcen gar nicht erst angewendet werden kann. Entgegen dem allgemeinen Ton bin ich der festen Überzeugung, dass der beste Weg, ein Kind auf die Welt zu bringen, genau der Weg ist, den die gebärende Mutter selbst wählt und als richtig empfindet, nachdem sie alle ihr zur Verfügung stehenden Möglichkeiten kennengelernt hat. Für die eine Frau ist es ein Kaiserschnitt, für eine andere eine häusliche Wassergeburt, und für eine dritte ist es die Krankenhausgeburt mit Zugang zu allen verfügbaren Ressourcen und Medikamenten. Vor dieser Entscheidung muss jedoch Aufklärung erfolgen. Denn dies ist der wichtigste Schritt, um Frauen dazu zu bemächtigen, eine fundierte Entscheidung über ihr eigenes Wohl und das ihres Kindes zu treffen. Natürlich braucht es dazu auch eine flexiblere Gesellschaftsordnung, die dafür sorgt, dass die Fragen und Wünsche von schwangeren Frauen gehört werden.

Diese glücklichen Geschichten

Viele Kaiserschnitt-Mütter sind es leid, über ihre Erfahrungen zu sprechen, insbesondere wenn es sich bei ihrer Entbindung um einen elektiven Kaiserschnitt handelte. Möglicherweise ist dir bereits aufgefallen, dass ich bisher nicht über Notfall- oder elektive Kaiserschnitte gesprochen habe, sondern nur auf Kaiserschnitte im Allgemeinen Bezug genommen habe. Dies war eine bewusste Entscheidung: Ein Notfall-Kaiserschnitt scheint gesellschaftlich, wie auch individuell, eher akzeptiert zu sein, da er oft die letzte Wahl ist. Außerdem ist zum Zeitpunkt eines Notfallkaiserschnitts bereits etwas schiefgelaufen und ändert somit die Auswahlmöglichkeiten der Frau. Ja, das Verfahren des Kaiserschnittes birgt andere Risiken als die vaginale Geburt. Und doch gibt es Frauen, die sich bewusst für diese Verfahren entscheiden. Leider haben viele dieser Frauen Angst davor, für diese Entscheidung verurteilt zu werden und erzählen daher ihre Geschichte nicht oder nur abgewandelt. Doch es gibt sie. Und jede dieser Geschichten ist so einzigartig wie die Frauen, die sie erlebt haben. Daher möchte ich nun einige dieser Geschichten mit dir teilen.

Thalia Mostow Bruehls Tochter hört die Geschichte ihrer eigenen Geburt gern. Und auch ich habe selten von einer Geburtsgeschichte gehört, die so voller Liebe ist, wie die von Thalia. Aufgrund früherer Hüftoperationen wusste sie immer, dass eine vaginale Geburt für sie keine Option sein würde. Und ich finde es einfach toll, wie unterschiedlich sie ihre Kaiserschnitt-Erfahrung im Vergleich zu ihren früheren Operationen beschreibt:

"... es war nicht beängstigend oder einsam. Mein Kaiserschnitt war der romantischste Moment meines Lebens. Besser als meine Verlobung, meine Hochzeit oder die Flitterwochen."

Das Verfahren selbst war schnell und verband Thalia und ihren Ehemann auf eine neue Art und Weise. Es verband sie als dreiköpfige Familie, mit einem gesunden Baby mit perfekten APGAR-Score. Sie erwähnt auch die Bedeutung des direkten Hautkontaktes kurz nach der Geburt – unabhängig von der Methode. Thalia selbst hielt ihr Baby in den Armen, noch bevor sie den Operationssaal verließ. Sobald sich die glückliche Familie erholt hatte, dockte das neugeborene Mädchen ihre Brust an und konnte so direkt gestillt werden.

Source: https://www.nytimes.com/2020/04/15/parenting/pregnancy/c-section-judgment.html

Klingt so, als wäre für Thalia alles perfekt gelaufen, und ich bin so froh, auch mal eine schöne Kaiserschnittgeschichte mit euch allen teilen zu können.

Jede Mutter hat ihre eigenen Gedanken

Morgan Celeste, eine weitere Kaiserschnitt-Mutter, hatte die Entscheidung, wie ihre Kinder auf die Welt kommen sollten, schon getroffen, bevor sie überhaupt schwanger war. Für sie bestand kein Zweifel und doch musste sie sich einiges anhören, als sie Anfang 20 mit Freunden und Familie über diese Entscheidung sprach: "Du wirst dich anders fühlen, wenn du erst einmal schwanger bist..." Mal ganz ehrlich, dieser Satz hängt mir zum Hals raus. So viele Menschen bekommen ihn zu hören, wenn es um Kinder geht. Und zwar um ganz verschiedene Aspekte der Schwangerschaft oder des Elternseins: Wann, wie und ob man Kinder möchte, wie sie erzogen werden sollten und und und… Du kannst vermutlich selbst noch einige Situationen zu der endlos langen Liste hinzufügen. Klar unsere Meinung kann sich im Laufe der Zeit ändern – aber manchmal eben auch nicht. Ein Außenstehender hat jedenfalls nicht das Recht, diese sehr persönlichen Entscheidungen in Frage zu stellen.

Morgans Meinung änderte sich auch nicht, als die Zeit gekommen und sie schwanger war. Wenn überhaupt, war sie sich nur umso sicherer. Sie besprach die Entscheidung ausführlich mit ihrem Arzt. Morgan und ihr Arzt waren sich der mit einem Kaiserschnitt verbundenen Risiken bewusst und beschlossen, ihre Operation eine Woche vor ihrem Geburtstermin zu planen, um die Wahrscheinlichkeit frühzeitig einsetzender Wehen zu minimieren. Ihre Familie war da und alles lief nach Plan. Der Eingriff begann um 7.30 Uhr und um 8.18 Uhr wurde ihr kleines Mädchen geboren. Wie Thalia durfte Morgan ihr Baby gleich nach ihrer Geburt halten. In ihren eigenen Worten:

"Es ist ein Klischee, aber es war einfach ein unglaublicher Moment."

Source: https://www.scarymommy.com/elective-c-section-not-ashamed/

Nach der Operation fiel es ihr schwer, sich zu bewegen, was jedoch nicht an Schmerzen lag, sondern daran, dass ihr Körper nach den plötzlichen Veränderungen in ihrem Inneren etwas durcheinander war und nicht so recht kooperieren wollte. Sie beschreibt die Zeit ohne nennenswerten Schmerz, ohne unbeabsichtigten Stuhlgang und einfach als eine alles in Einem angenehme Erfahrung und positive Erinnerung.

Nein, ich war mir nicht "zu fein, um zu pressen".

Zuletzt möchte ich die Geschichte von Nicola Prentis erzählen. Sie wollte das Beste für ihr Baby, genau wie jedes Elternteil. Bereits drei Wochen vor ihrem Geburtstermin packte sie für sich und ihr Baby, organisierte eine dreistündige Zugfahrt und versuchte, eine geeignete Unterkunft zu finden. Der Hintergrund: Sie wollte eine ihr Baby an einem Ort gebären, an dem sie sich gut aufgehoben und respektiert fühlte.

Nicola wusste schon lange vor ihrer Schwangerschaft, was sie nicht wollte. Sie wollte das Wort "Notfall" nicht in der Nähe von ihr oder ihrem Baby hören. Sie wollte keine Panik, keine unkontrollierten Blutungen, kein Geräusch von Herzmonitoren und keine lebensrettenden Entscheidungen nach 30 oder mehr Stunden Entbindung. Sie wollte weder eine Pinzettengeburt noch eine vakuumunterstützte Entbindung noch eine Episiotomie.

Stattdessen befasste sie sich ausgiebig mit dem Kaiserschnitt. Sie fand heraus, dass ein längerer Krankenhausaufenthalt zwar als Risiko galt, es aber höchstens ein paar zusätzliche Tage waren. Nicola erfuhr, dass die vaginale Geburt und der Kaiserschnitt mit unterschiedlichen Risiken verbunden sind und las sich weitere Informationen an. Als sie sich dann mit ihrem neu erworbenen Wissen in der 37. Woche mit einer Beraterin traf, konnte sie sich für sich selbst einsetzen und fundiert argumentieren. Doch ihr Arzt weigerte sich, das Verfahren durchzuführen. Sie gab nicht auf und fand schließlich ein Krankenhaus und einen Arzt, der bereit war, sie drei Tage vor ihrem Geburtstermin aufzunehmen. Der Kaiserschnitt an sich war ein großer Schritt aber keine Tortur, so Nicola. Er war jedoch auf jeden Fall überwältigender, als sie es ursprünglich angenommen hatte. Andererseits… Wer ist schon wirklich bereit für den ersten Schrei seines Neugeborenen?

Denkanstoß

Am Ende meiner Gedanken und dieser drei sehr unterschiedlichen Geschichten möchte ich auf die Gedanken der Individualität und Autonomie zurückkommen und dir einige Denkanstöße mit auf den Weg geben. Unsere Gesellschaft konzentriert sich bereits heute stark auf das Recht einer Frau, selbst zu entscheiden, ob sie Kinder haben möchte oder nicht. Und das ist wichtig! Es ist jedoch auch wichtig, einer Frau selbst die Entscheidung darüber zu lassen, wie sie ihr Kind gebären möchte. Es ist schließlich ihr Körper. Über dieses Thema gibt es leider bis heute zu wenig offene Kommunikation. Trotz Nicola Prentis’ sicherem und erwünschtem Kaiserschnitt musste sie mit Zähnen und Klauen darum kämpfen, ihre bevorzugte Geburtserfahrung zu bekommen. Morgan Celeste wurde von ihrer Familie und ihren Freunden ver- und beurteilt. Es wird (und muss!) nicht jeder so empfinden wie du, doch bei Entscheidungen über deinen Körper solltest du nicht das Gefühl haben, bevormundet zu werden. Dies durchzusetzen ist nicht immer einfach – leider. Ich ziehe meinen Hut vor all diese Frauen, die sich selbst Wissen aneigneten, eine Entscheidung trafen und trotz negativer Kommentare von Freunden, Familie und sogar ihren Ärzten an dieser Entscheidung festhielten. Am Ende des Tages haben wir den Kaiserschnitt heutzutage perfektioniert und somit bietet er eine großartige Wahlmöglichkeit für Schwangere.

Es sollte selbstverständlich sein, dass Frauen Zugang zu Ressourcen und Informationen haben, die es ihnen ermöglichen, selbstständig eine fundierte Entscheidung über ihre bevorzugte Geburtsmethode zu treffen. Tatsächlich ist auch mit Zugang zu diesem Wissen häufig die vaginale Geburt die bevorzugte Art der Geburt. Aber das spielt hier und heute keine Rolle – es ist schließlich noch immer April und daher feiern wir heute das Wunder des Kaiserschnitts!

* Maana ist die Inhaltsadministratorin von Lola & Lykke. Nach ihrem Studium der Politik und der internationalen Beziehungen in Schottland zog sie nach London, um dort die renommierte London School of Hygiene and Tropical Medicine (Londoner Schule für Hygiene und Tropenmedizin) zu besuchen. Hier studierte und forschte sie im Bereich der reproduktiven und sexuellen Gesundheit.

4 Kommentare

  • Thanks for the wonderful feature on cesarean section delivery. What I have noticed on most talking points about CS is the lack of focus with regard to the health implications that this procedure can bring to a newborn baby. Maybe you can do a feature on how the gut microbiota is different for CS-born babies because they lacked the natural probiotic transfer at birth? I’ve read a couple of studies that state that CS babies are at higher risk of immune related conditions… isn’t that a major topic to discuss especially for CS Awareness Month?

    Lili
  • Thanks for the wonderful feature on cesarean section delivery. What I have noticed on most talking points about CS is the lack of focus with regard to the health implications that this procedure can bring to a newborn baby. Maybe you can do a feature on how the gut microbiota is different for CS-born babies because they lacked the natural probiotic transfer at birth? I’ve read a couple of studies that state that CS babies are at higher risk of immune related conditions… isn’t that a major topic to discuss especially for CS Awareness Month?

    Lili
  • Hi Kerli! I’m so very happy and honoured to read your comment – and I’ve shared it with the rest of the team! Thank you so much for taking us on the journey with you, and CONGRATULATIONS (if slightly belatedly) to your baby girl on her 1-month birthday. And to you. You go mama!

    Maana/Lola&Lykke
  • My cesarian baby just had her one month birthday and i want to be clear that these godsend articles have been the best support i could hope for after an experience like this.

    Kerli

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Bitte beachten Sie, dass Kommentare vor der Veröffentlichung freigegeben werden müssen