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„Zurück zur alten Form“? Was wirklich dahinter steckt und worauf du dich konzentrieren solltest

Das Körperbild ist ein sensibles Gesprächsthema. Aber in der heutigen Gesellschaft wird immer offener darüber gesprochen, da Menschen ihre Geschichten und Erfahrungen teilen, um anderen zu helfen. Die Forschung hat im Laufe der Jahre einen Zusammenhang zwischen einem schlechten Körperbild, mangelndem Selbstwertgefühl und Anzeichen von Depressionen und anderen psychischen Problemen festgestellt. Und leider ist die postpartale Regeneration davon nicht ausgenommen.

Die postpartale Regeneration, auch als "viertes Trimester" bezeichnet, kann eine schwierige Erfahrung sein, wenn du als frischgebackene Mama nicht genug Hilfe und Anleitung bekommst. Bei diesem Thema denken wir oft an Gewichtskontrolle, aber das ist nur eine von vielen Seiten.

Es gibt Hilfe und professionelle Beratung, die du in Anspruch nehmen kannst, um dir zu versichern, dass du damit nicht allein bist. Wir haben uns die Freiheit genommen, einige Ressourcen und wahre Geschichten von anderen Müttern zusammenzustellen, um dir auf deiner Reise zur Wiederentdeckung deines neuen Ichs zu helfen.

Postpartum body positivity

Was heißt überhaupt „zurück zur alten Form"?

Sehr selten gehen Frauen durch eine Schwangerschaft und Geburt, ohne dass sich ihr Körper in irgendeiner Weise verändert, egal ob es sich um große oder kleine Veränderungen handelt. Die Idee von „Zurück zur alten Form“ wird oft hochgespielt und stellt in manchen Fällen eine unrealistische Erwartung an die Regeneration nach der Geburt dar. Unser Körper ist zu wunderschönen und komplexen Veränderungen fähig, aber "zurückverwandeln" gehört einfach nicht dazu. Lass mich erklären...

Jede Frau erlebt Schwangerschaft und Geburt ganz unterschiedlich. Was jedoch gleich bleibt, ist das Stigma rund um den Verlust des Babygewichts und die Rückkehr zum "alten Ich". Wir sollten nicht nur die Freude über den kleinen Wonneproppen feiern, sondern auch das neue Kapitel für uns selbst. Die Tür zum "alten Ich“ ist zu. Die Tür zur "neuen, sich selbst liebenden, postpartalen Mama" öffnet sich. Dieses neue Selbstverständnis nach der Schwangerschaft ist entscheidend für die psychische Gesundheit und das Wohlbefinden einer Frau.

Kann ich mich innerhalb von 6 Wochen erholen?

Die Wahrheit ist: Das kannst du nicht. Rom wurde nicht an einem Tag erbaut und es gibt absolut keine Eile oder schnelle Lösung, um sich von der Geburt zu erholen. Es dauert länger als nur ein paar Wochen, um sich von einer Schwangerschaft zu erholen. Natürlich wirst du in den ersten sechs Wochen nach der Geburt deutliche Veränderungen an deinem Körper feststellen. Aber das bedeutet noch lange nicht, dass du vollständig geheilt bist. Es kann Monate oder sogar Jahre dauern, bis du das Gefühl hast, dass sich dein Körper wieder ganz normal anfühlt. Und entgegen der landläufigen Meinung ist das auch in Ordnung!

Am besten hilfst du deinem Körper nach der Schwangerschaft, indem du deine Gesundheit und dein Wohlbefinden in den Vordergrund stellst. Man sagt nicht umsonst, dass es ein ganzes Dorf braucht - und das nicht nur, um sich um das Baby zu kümmern, sondern auch um die neuen Eltern. Hier sind drei Tipps von anderen Müttern zur Linderung einiger postpartaler Symptome:

Stützbänder für Mütter

Postpartale Regeneration-Bänder sind als Teil der Wochenbettausrüstung für jede junge Mutter sehr beliebt! Sie sind ideal, um die geschwächte Rumpfmuskulatur zu stützen und eine bessere Haltung zu fördern. Das wiederum lindert Rückenschmerzen, fördert die Heilung und reduziert Schwellungen. Ein Stützband wie der Lola&Lykke® Core Restore Postnatale Stützgurt kann direkt nach der Geburt bei Kaiserschnitt und vaginaler Entbindung verwendet werden.

Lola&Lykke Core Restore Postpartum Belly Band

Kaiserschnitt-Narben

Wenn du bereits Kinder hast, fällt es dir nach einem Kaiserschnitt oft noch schwerer, dich frei zu bewegen. Achte darauf, die Wunde sauber zu halten und sie regelmäßig frisch zu verbinden. In manchen Fällen (sprich vorher mit deiner Ärztin) heilt die Wunde schneller, wenn du sie sowohl belüftest als auch bedeckt hältst. Ein postpartales Bauchband kann auch dabei helfen, deinen Rumpf zu stützen, während der Schnitt heilt.

Postpartale Depression

Deine psychische Gesundheit ist während der Schwangerschaft und als Mama eine fragile Angelegenheit. Es ist wichtig, dass du offen mit Ärzten/Fachleuten und Menschen deines Vertrauens sprichst, damit du die nötige Unterstützung bekommst. Es ist ein großer Einschnitt im Leben eines jeden Menschen, Eltern zu werden - ganz zu schweigen von den Veränderungen, die der Körper der Frau durchmacht. Über den Kontakt zu anderen Müttern, z. B. in Mutter-Baby-Gruppen oder Sportkursen, kannst du dein Hilfsnetzwerk aufbauen und erweitern.

Setze realistische Erwartungen an deinen postpartalen Körper

Erinnerst du dich an das Foto von Kate Middleton, die nur sieben Stunden nach der Geburt ihr Neugeborenes an der Seite von Prinz William im Arm hielt und dabei völlig makellos aussah? Das ist nur ein Beispiel dafür, dass die Medien ihren Teil dazu beitragen und unrealistische Erwartungen an Mütter stellen.

Du wirst nach der Geburt deines Kindes erschöpft sein.

Du wirst nicht sofort nach der Geburt wieder in deine Kleidung von vor der Schwangerschaft passen.

Du wirst das Babygewicht nicht über Nacht verlieren.

Du solltest dich darauf konzentrieren anzunehmen, welche Reise dein Körper hinter sich hat und akzeptieren, dass er Zeit braucht, um zu heilen. Dein Körper wird anders aussehen und es ist völlig normal, dass dich das verunsichert. Wichtig ist, wie du mit diesen Gefühlen umgehst: Sei offen, sei ehrlich und lass vor allem dir nahestehende Menschen wissen, wie du dich fühlst. Denn ihre Unterstützung wird dir helfen, die schwierigen Phasen zu überstehen.

Postpartum body positivity and the truth about 'bounce back'

Die Geschichte einer echten Mama

"Bevor ich Kinder bekam, waren meine Fitness und meine Gesundheit im Top-Zustand. Ich unterrichtete Sport, ging jede Woche ins Fitnessstudio, ernährte mich bewusst, nahm mir Zeit zum Ausruhen und zum Regenerieren. Ich hatte schon immer ein gutes Körpergefühl und machte mir selten Gedanken über Dinge, die mir an meinem Aussehen nicht gefielen.

Dieses Gefühl hielt auch während der Schwangerschaft an. Ich besuchte Yogakurse, nahm zusätzlich Nahrungsergänzungsmittel und fühlte mich, als hätte würde ich so strahlen, wie es sich die meisten werdenden Mütter wünschen! Ich umarmte meinen Babybauch und liebte es, Umstandsmode zu kaufen. Die Geburtsvorbereitungskurse, in denen wir über Schwangerschaft und Geburt informiert wurden, haben mich nicht aus der Ruhe gebracht.

Und dann - plopp. Meine kleine Seifenblase platzte und ich wurde ins vierte Trimester geworfen. Unsicherheit machte sich breit, und ehe ich mich versah, lag ich heulend auf dem Sofa und fragte mich, warum ich mich wie eine Versagerin fühlte, wo mein Körper doch eine so positive Reise hinter sich hatte. Ich dachte nur noch...

Wo ist das Handbuch?

Wer erklärt mir, was nach der Schwangerschaft passieren kann?

Woher kommt dieses plötzliche Gefühl der Überforderung?

Ich erinnere mich noch genau daran, wie ich nach der Geburt von Hallie versuchte, aus dem Bett aufzustehen (extrem optimistisch und naiv) und nicht verstand, warum mir das so schwer fiel. Es war buchstäblich so, als würde ich zusehen, wie Marmelade von einem Teller rutscht. Und wir alle wissen, dass Gelee nicht " zurückspringt", wenn es auf den Boden fällt!

Erst neun Monate nach der Geburt merkte ich, dass ich mit einer postpartalen Depression zu kämpfen hatte, obwohl enge Freunde und Familienangehörige es schon viel früher erkannt hatten als ich! Hätte ich mir das nicht eingestanden, hätte sie noch viel länger angehalten. So konnte ich die Unterstützung bekommen, die ich brauchte, um es durchzustehen."

Wie man ein positives Körperbild nach der Geburt fördert

Während dein Körper die Schwangerschaft und das vierte Trimester durchläuft, ist es für deine Genesung extrem wichtig, deinen Körper zu feiern und dir ein positives Selbstbild zu vermitteln. Es ist eine der größten Herausforderungen, die du in der ersten Zeit als Mutter durchmachst, und das Letzte, was du jetzt brauchst, ist zusätzlicher Stress, um einen "perfekten Körper nach der Schwangerschaft" zu erreichen.

Hier sind ein paar Ideen, die dir auf deinem Weg zu einem positiveren Körperbild helfen können:

  • - Wirf die Zeitschriften mit unrealistischen Körpererwartungen weg.
  • - Hör auf, deinen Körper im Spiegel zu überprüfen - du wirst dich nicht besser fühlen, wenn du dich mit anderen vergleichst.
  • -Entgifte deinen Kleiderschrank - Kleidung, die du nie wieder tragen wirst, ist keine gesunde Erinnerung für jemanden, der ein positives Körperbild anstrebt.
  • -Treibe Sport, weil es dir Spaß macht, nicht weil du meinst, du müsstest es, sondern weil du es willst.
  • - Sprich so mit dir selbst, wie du möchtest, dass dein Kind über sich selbst spricht.
  • - Öffne dich und bitte um Hilfe.

Lern mehr: "The 'bounce-back fallacy' with Physiotherapist Caroline" Podcast

Fazit

Während du dich mit deinem neuen Ich zurechtfindest und lernst, deinen Körper nach der Schwangerschaft zu lieben, macht dir klar, dass alle Schwierigkeiten, die du durchmachst, nur vorübergehend sind. Entscheidend ist, dass du die richtige Unterstützung findest. Und manchmal ist die Entscheidung, Hilfe anzunehmen, der größte Schritt, den du machen musst.

Weitere inspirierende Geschichten von echten Müttern und Expert:innen für Müttergesundheit findest du in den Mamahood-Handbüchern von Lola&Lykke.