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Female changemakers: Die moderne hebamme Marie Louise

Im Vorfeld der Lola&Lykke Female-Changemaker-Podcastreihe und des Internationalen Tages der Hebamme, die beide am 5. Mai gefeiert werden, hatten Laura und Maana die Gelegenheit, sich mit der modernen Hebamme Marie Louise zusammenzusetzen - natürlich virtuell. Die drei sprachen unter anderem über Bildung, Hypnobirthing und psychische Gesundheit während einer globalen Pandemie. Lies weiter, um einen kleinen Einblick in den Podcast zu bekommen!

Wer ist The Modern Midwife Marie Louise?

Marie Louise (the_modern_midwife) ist eine britische Hebamme mit mehr als einem Jahrzehnt Erfahrung. Sie ist außerdem Ausbilderin, Autorin, Beraterin im britischen Fernsehen und Radio, eine echte Verfechterin der Gesundheit von Müttern und selbst eine frischgebackene Mutter.mum.

Auf die Frage, was der Titel "Moderne Hebamme" bedeutet, antwortete sie uns:

"Eine moderne Hebamme achtet darauf, immer auf dem Laufenden zu bleiben, was die Bevölkerungsentwicklung und Bedürfnisse der Frauen angeht, indem sie sich informiert und ihr Wissen mit einer Gemeinschaft von anderen modernen Hebammen teilt. So habe ich zum Beispiel eine Veranstaltung mit dem Namen 'Modern Midwives Meetups' ins Leben gerufen, um so viele Geburtsexpert:innen wie möglich zusammenzubringen, damit wir uns alle über bewährte Verfahren austauschen und darüber reden können: "Okay, was können wir tun, um gemeinsam etwas zu bewirken?" Denn ich allein kann schon etwas bewirken, indem ich beispielsweise eine Online-Serie aufnehme und mit anderen Geburtsexpert:innen und Praktiker:innen spreche. Aber zu verstehen, dass wir alle gemeinsam moderne Hebammen und moderne Geburtsexpert:innen sein können, halte ich für sehr wichtig. Auch wenn ich mich selbst als moderne Hebamme bezeichne, gilt diese Bezeichnung nicht nur für mich."

Für diejenigen, die bereits die Reihe Schwangerschaft, Geburt & darüber hinaus abonniert haben, ist Marie bereits ein bekanntes Gesicht. Gemeinsam mit den Mutterschaftsexpertinnen von Lola&Lykke nimmt sie dich mit auf eine Reise, auf der du erfährst, was dich in den einzelnen Schwangerschaftsphasen erwartet. Sie gibt dir Tipps und nützliche Tricks, um mit bestimmten Symptomen und Situationen umzugehen. So bekommst du das nötige Wissen und Selbstvertrauen, um die Geburt angstfrei anzugehen und die ersten Wochen als neues Elternteil zu meistern.

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Marie ist auch Mutter und hat persönliche Erfahrungen mit einer Geburt während der Pandemie gemacht. Ihr kleines Mädchen wurde vergangenes Jahr inmitten von Lockdowns und kollektiver Ungewissheit geboren, und ihre erste Schwangerschaft und Geburt wurden durch die Covid-19-Vorschriften und Einschränkungen stark beeinträchtigt. Da sie jedoch durch ihren Beruf Trost fand, konnte sie mit den restriktiven Vorschriften und fehlenden Ressourcen rational umgehen.

"Als Mutter war ich manchmal ziemlich enttäuscht über das fehlende Feedback meines Partners, weil er bei meinen Untersuchungen nicht dabei sein konnte. Ich verstehe die Überlegungen und die Struktur, die zum Schutz des staatlichen Gesundheitsdienstes eingeführt wurden, da ich selbst Hebamme bin. Aber ich kann nicht behaupten, dass mich das nicht verärgert hat, denn es hat mich persönlich betroffen. Als er bei den Untersuchungen nicht dabei war, saß ich im Wartezimmer und war nervös. Schließlich war ich das erste Mal schwanger."


"Als Hebamme hatte ich immer eine Vorstellung davon, wie meine eigene Schwangerschaft verlaufen würde. Aber natürlich ist es nicht so gekommen - die Pandemie ist passiert und hat mich massiv aus der Bahn geworfen. Also wusste ich, dass ich nicht zu meinem Termin in der 34. Woche gehen konnte. Doch ich wusste, wie ich mein Baby überwachen konnte, ich wusste, was mein Körper tat, ich wusste, wann ich um Hilfe und wann um Unterstützung bitten musste. All diese Dinge waren von großem Nutzen. Ich verstand auch ein bisschen mehr über Covid und war nicht übermäßig beunruhigt, weil ich Zugang zu den neuesten Informationen hatte, die mir von meinem Arbeitsplatz zur Verfügung gestellt wurden. So war ich immer auf dem neuesten Stand und konnte diese Informationen dann an die Frauen weitergeben. Das war sehr hilfreich, sogar sehr hilfreich, aber es war trotzdem nicht einfach."

Psychische Gesundheit in der Mutterschaft

Die psychische Gesundheit von Müttern liegt Marie sehr am Herzen und ihre Mission ist es, einen positiven Einfluss auf die Mutterschaft auszuüben. In beiden Punkten können Laura, ich und unser gesamtes Lola&Lykke-Team ihr zustimmen. Denn am Anfang unseres kleinen Unternehmens stand der Wunsch nach einem ganzheitlichen Ort, an dem du Informationen, Bildung und körperliche Hilfsmittel bekommst, die dich durch die frühen Phasen der Schwangerschaft bis hin zur vollständigen Regeneration nach der Geburt begleiten.

In Bezug auf den Wunsch nach einer ganzheitlichen Plattform wollte Marie erzählen, wie der Lola&Lykke® CORE RELIEF STÜTZGURT FÜR SCHWANGERE ihr geholfen hat.

"Als ich ihn erste Mal trug, fragte mein Freund: „Alles in Ordnung?", weil ich so zufrieden gebrummt habe. Mir ging es mehr als nur gut, es war lebensverändernd. Das Wissen um die Schwangerschaft befreit einen nicht von ihren Symptomen, und das Gewicht von Georgie nahm mein Becken völlig in Beschlag. Ich dachte, ich wüsste alles über die Schwangerschaft, ich werde schon damit fertig - nein, eigentlich hat mir der Schwangerschaftsgurt geholfen, damit fertig zu werden!"


Als Laura Marie fragte, was frischgebackene Mütter tun sollten, um ihr psychisches Wohlbefinden zu verbessern, war ihre Antwort eindeutig:

"Das Wichtigste ist, dass du in dich gehst und herausfindest, wie du dich wirklich fühlst. In der heutigen Zeit haben wir es oft eilig, weißt du, ... alles ist sehr schnelllebig. Ich glaube, dass wir während der Schwangerschaft langsamer agieren und uns mit uns selbst auseinandersetzen müssen, anstatt diese Gefühle zu verdrängen.


Wenn es jemals eine Zeit in deinem Leben gibt, in der du dich richtig um dich kümmern solltest, dann ist es während der Schwangerschaft - und auch danach. Denn wenn du dich um dich kümmerst, kümmerst du dich auch um das Baby. Oft denkst du während der Schwangerschaft oder nach der Geburt vielleicht: Oh, dem Baby geht es gut, dann ist sicher alles in Ordnung. Nein, eigentlich sind deine Bedürfnisse wichtig. Denn du musst in der Lage sein, dein Leben zu bestreiten, und das ist wirklich wichtig.“


Also, ob frischgebackene oder erfahrene Mutter, beherzige Folgendes:

Analysiere dich täglich von Kopf bis Fuß: Denke darüber nach, wie du dich gerade fühlst, und lass dich auf deine Gefühle ein. Sind es eher Gefühle oder körperliche Empfindungen? Bekommst du Kopfschmerzen? Trinkst du genug Wasser? Letzteres wird laut Marie sehr oft übersehen. Es ist so einfach und kann doch viele unangenehme Schwangerschaftssymptome lindern, sogar im Vorfeld der Geburt. Achte auf deine Bedürfnisse.

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Positiv in die Zukunft blicken

Die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie werden wahrscheinlich noch einige Zeit in der Mutterschaftsvorsorge zu spüren sein. Auch wenn die üblichen Abläufe in der Schwangerschaftsbetreuung stark in Mitleidenschaft gezogen wurden, könnte sich aus der plötzlichen Abkehr von der Tradition auch etwas Positives ergeben.

Vielleicht, aber nur vielleicht, ermöglicht es den Frauen, sich selbst und die Vorsorge stärker in den Mittelpunkt zu stellen.

Zuvor eingeschränkte Dienstleistungen, z. B. feste Termine, wird es sicher wieder geben. Aber Hausgeburten wurden aufgrund mangelnder Transportkapazitäten eingeschränkt. Denn um eine sichere Hausgeburt zu gewährleisten, ist der schnelle Transport in ein Krankenhaus notwendig, falls die Situation es erfordert. Marie sagt jedoch: "Das ist extrem selten".

Aber auch andere Dinge sind eine Überlegung wert. Marie hat die Serie ‚Schwangerschaft, Geburt & darüber hinaus‘ aufgenommen. Frauen mussten auf unglaublich schwierige Art und Weise lernen, wie gut und wichtig es ist, sich ihrer Möglichkeiten bewusst zu sein und zu wissen, was sie erwartet. Einige Frauen haben ihren Blutdruck selbst überwacht und sich so den Stress erspart, ins Krankenhaus zu hetzen, einen Parkplatz zu suchen und einen Raum zu finden. Es kann also ganz angenehm sein, das zu Hause und dann zu tun, wenn man Zeit hat.

"Ich habe von einem Krankenhaus gehört, in dem die Frauen gefragt werden: 'Was glauben Sie, wie wächst Ihr Baby?' Das ist eine Frage, die wir traditionell nicht stellen, weil wir sonst die Größe der Gebärmutter messen. Die Frage gibt den Frauen aber mehr Freiraum und ermöglicht es ihnen, selbst nachzudenken. Natürlich denken Frauen immer selbst. Aber wenn du ein Maßband in der Hand hast und der Frau sagst, dass ihr Bauch zu klein oder zu groß ist... dann konzentrieren wir uns auf das Maßband. Jetzt gehen wir anders vor und verlassen uns darauf, dass sie [die Frauen] wissen, was mit ihrem Körper und ihrer Schwangerschaft los ist."


Am 5. Mai startet der Female Changemakers-Podcast von Lola&Lykke auf deiner Lieblingsplattform für Podcasts. Folge uns auf Instagram, um als Erste/r vom Start des Podcasts zu erfahren!

*Die Female-Changemakers-Reihe ist Menschen gewidmet, die mit ihrer beruflichen und persönlichen Leidenschaft etwas Außergewöhnliches getan haben, um das Wohlergehen von Frauen nachhaltig positiv zu verändern. Im Laufe der Serie wird unsere Mitbegründerin Laura McGrath mit außergewöhnlichen Expertinnen für Frauengesundheit, Fachleuten und Eltern sprechen, die sich besonders engagiert haben, um den Wandel zu beschleunigen und einen positiven Einfluss auf ihr Umfeld auszuüben."

by Lola&Lykke Team