KOSTENLOSE LIEFERUNG INNERHALB DER EU UND GB ÜBER 150€ | KOSTENLOSE RÜCKSENDUNG

Zwei Mütter, eine Schwangerschaft: Was nicht-gebärende Eltern wissen sollten

In den 80er Jahren herrschte die allgemeine Meinung, dass gleichgeschlechtliche Paare keine Eltern werden können. Technologien zur menschlichen Befruchtung und Embryologie waren noch nicht ausgereift, und das galt auch für die gesetzlichen Bestimmungen. Doch vier Jahrzehnte später ist das eher möglich.

Two mum one pregnancy

Neulich habe ich in einem Café ein Gespräch zwischen zwei Frauen mitgehört, das mich zum Nachdenken gebracht hat.

Eine sagte: "Ich habe zwar kein Baby in meinem Bauch, aber das macht mich nicht weniger zur Mutter als diejenigen, die ein Kind geboren haben."

Meine mütterliche Reaktion war, diese Frau zu umarmen! Aber das hätte sicher seltsam gewirkt .. (und hätte zugeben müssen, gelauscht zu haben!)

In der heutigen Gesellschaft erleben immer mehr Familien Elternschaft auf Arten, die weniger bekannt sind oder diskutiert werden. Dabei haben nur wenige von ihnen das Gefühl, dass sie die Unterstützung und Hilfe bekommen, die sie in der Situation bräuchten. Sprechen wir über einen weniger traditionellen Weg der Mutterschaft und hören uns an, was diese Frauen über ihre Erfahrungen zu sagen haben.

"Also, du bist der Vater?"

Einige der Hindernisse, die gleichgeschlechtliche Paare während der Schwangerschaft überwinden müssen, könnten durch einen anderen Sprachgebrauch beseitigt werden - von der Empfängnis bis zum Kreißsaal. Es ist die Pflicht des Betreuungspersonals, allen Paaren, die eine Familie gründen, eine inklusive Erfahrung zu ermöglichen.

Du solltest Freund:innen und Verwandten mitteilen, wie du deine Familie bezeichnen möchtest, bevor dein Wonneproppen auf die Welt kommt. Nicht jede möchte Mama oder Mutti genannt werden. So vermeidest du Peinlichkeiten für dich - und für sie.

 Die Geschichte von Bethan und Michaela zeigt,

dass mehr getan werden muss, um LGBTQ+ Paare vor, in und nach der Schwangerschaft zu unterstützen. Bethan traf sich mit einer Beraterin, um die Gründe für eine eingeleitete Geburt aufgrund einer IVF-Schwangerschaft zu besprechen und bekam zu hören: "Aha, das einzige Problem, ist hier doch, dass Sie keinen männlichen Partner haben" - igitt.

Source: The Positive Birth Company

Wenn man etwas hinterfragt, das "schon immer so gemacht wurde", stellen die Leute natürlich Fragen und zwar unabhängig davon, ob es unsensibel ist oder nicht. Neugierige Menschen haben offenbar ein Händchen dafür! Und weil es nicht viele LGBTQ+-Familien gibt, fragen die Leute nach, weil sie einfach noch nie damit in Berührung gekommen sind. 

Erfahre mehr: 5 Dinge, die du nie zu LGBTQ+ Eltern sagen solltest

In den Berichten über gleichgeschlechtliche Paare, die sich gemeinsam auf diese Reise begeben, werden ihnen oft Fragen gestellt wie: "Wie habt ihr entschieden, wer von euch das Baby austrägt?“ oder "Nimmst du auch Mutterschaftsurlaub?" oder "Dann bist du also die Nächste?". 

Wir wissen nicht, was wir nicht wissen. Neugierde ist großartig, sollte aber mit Respekt gehandhabt werden. Auch im Jahr 2022 gibt es noch eine große Lücke zu schließen, wenn es darum geht, andere über solche Themen aufzuklären.

Herausforderungen für LGBTQ+ Eltern

Dernicht-gebärende Elternteilmacht sich häufig Gedanken und Sorgen während der Schwangerschaft der Partnerin. Du unterstützt deine Partnerin beim Heranwachsen eines winzigen Menschen - das ist eine große Aufgabe, und diese Gedanken und Gefühle sind völlig normal!

Alle Eltern denken darüber nach, wie sie eine Bindung zu ihrem Baby aufbauen können. Diese Verbundenheit kann in dem Moment beginnen, in dem sich die Sinne und Bewegungen des Babys im Mutterleib entwickeln. Ein winziger Tritt, deine Stimme und sogar deine Berührung können die Bindung zwischen dir und dem Baby fördern, unabhängig davon, ob du es austrägst oder nicht.

Claude, Mutter von zwei Kindern, berichtet: "...Ich habe mir sehr viel Mühe gegeben, eine Bindung zu ihr aufzubauen, da sie natürlich zuerst zu Andrea eine Bindung aufgebaut hat." und "...Es hat gut 18 Monate gedauert, bis ich das Gefühl hatte, dass Shalom mich als anderen Elternteil wahrnimmt... aber es ist passiert!".

Two mum one pregnancy Claud

Source: Poppy Seed

Wenn du denkst, dass die Verbindung zwischen dir und deinem Baby gestört ist, kannst du ihm Geschichten vorlesen oder von deinem Tag erzählen. Indem du mit deinem Baby sprichst, hilfst du ihm, Laute und Sprache zu entwickeln - es zahlt sich also aus! Direkter Hautkontakt ist eine weitere wunderbare Möglichkeit, um nach der Geburt eine Bindung zum Baby aufzubauen. Sprich mit deiner Hebamme, wenn du vorhast, zusammen mit deiner Partnerin zu stillen - das nennt man induzierte Laktation.

Erfahre mehr über: Die Vorteile von direktem Hautkontakt

Ein Baby zu bekommen, ist keine leichte Aufgabe. Das haben Frauen im Laufe der Jahrhunderte bewiesen! Aber deine Rolle als Partnerin ist genauso wichtig. Du bist die Konstante, die Person, die da ist, wenn alles zu schwierig wird, nicht nur die „Anpackerin“. 

Schwangerschaft und Geburt einer geliebten Person mitzuerleben, kann magisch sein. Aber manchmal fühlt man sich auch ein wenig hilflos. Die frischgebackene Mutter Olivia sagt: "Natürlich war ich die ganze Zeit da, um sie zu unterstützen, aber mein Körper hat das nicht durchgemacht. Das war schwierig..." 

Hypnobirthing-Kurse sind eine beliebte Option, um eine liebevolle und entspannte Geburtserfahrung für beide Eltern zu schaffen. In unserer Fortbildungsreihe gehen wir auf dieses Thema ein: The Modern Midwife's Guide to Pregnancy, Birth & Beyond.

Vor allem seit der Covid-19-Pandemie ist es für viele Paare schwierig, während der Schwangerschaft ein Gefühl der Zugehörigkeit zu entwickeln. Es gab Einschränkungen für Besuche, die Teilnahme an Terminen und sogar die Anwesenheit bei der Geburt selbst. Leah erzählte: "Als wir während der COVID-Pandemie anfingen, durfte Kerry zu vielen Terminen nicht ins Krankenhaus, was für uns beide emotional sehr schwierig war.

Mehr erfahren:Werde ich spüren, wie sie mich aufschneiden?' - Zwei Mütter, ein Notkaiserschnitt und ein Happy End

Aus anderen Erzählungen weiß man, dass Partner oft fälschlicherweise als Freund:in oder Verwandte betrachtet werden. Eine Frau erzählte, dass sie sich bei Terminen, sogar im Kreißsaal, insgesamt "entfremdet" fühlte, weil die Fachkräfte sie nicht mit einbezogen - in der Annahme, sie sei nicht der andere werdende Elternteil.

Obwohl die Zahl der LGBTQ+-Paare in den USA von Jahr zu Jahr steigt, gibt es immer noch sehr wenige, die eine Familie gründen. Africa und ihre Partnerin Missy haben das Gefühl, dass sie diese Grenzen in ihrer Heimatstadt "durchbrechen". "Es ist einfach eine neue Erfahrung für uns beide. Die Leute gehen davon aus, dass wir kein Paar sondern Schwestern sind und jede von uns ein Kind hat".

Für Paare, die eine Familie gründen, ist es eine aufregende Zeit. Die Hürden, die diese Frauen auf dem Weg dorthin überwinden müssen, sind oft ein Wechselbad der Gefühle. Sie müssen nicht nur viel Geld ausgeben, um überhaupt schwanger werden zu können, sondern sie müssen sich auch mit ihrer neuen Identität als Eltern auseinandersetzen, während die Gesellschaft versucht, sie in eine Schublade zu stecken. 

Hilfsangebote

Nachdem wir mit Eltern gesprochen haben, die diese langwierige und äußerst lohnende Erfahrung gemacht haben, haben sie einige Ratschläge gegeben, die ihrer Meinung nach anderen LGBTQ+-Familien helfen würden. Denn wie sich herausstellte, gibt es nicht viele Menschen, die darüber sprechen!

Deshalb haben wir eine Liste mit hilfreichen Tipps und Informationen zusammengestellt, die auf dem Weg zur Elternschaft weiterhelfen. Diese Hilfsangebote sind nicht nur dazu da, dich zu unterstützen, sondern auch, um andere aufzuklären und dich mit anderen LGBTQ+ Familien zu vernetzen.

  • 'Some Families' ist ein hoch bewerteter Podcast, der im Apple Store erhältlich ist und von Lotte und Stu moderiert wird, die LGBTQ+ Familien feiern. Sie "erzählen lustige, emotionale und wahre Geschichten aus den unterschiedlichsten Familien, wobei die Serie alle Wege zur Elternschaft beleuchtet".
  • LGBT Mummies ist eine Organisation mit dem Ziel, die LGBT+ Community auf ihrem Weg zur Elternrolle zu unterstützen. Diese Frauen mischen dieses sonst so ruhige Umfeld auf. Schau dir ihre Erfolgsgeschichten an, um mehr über andere Paare und Familien zu erfahren. Außerdem stellen sie eine Liste von Büchern zur Verfügung, die Kinder und Eltern in LGBT+-Familien weiterbilden und unterstützen.
  • - Lola & Lykkes Leitfaden für mentale Gesundheit in der Schwangerschaft und darüber hinaus - das ist nicht nur für schwangere Frauen, sondern auch für Paare, die diese Erfahrung gemeinsam machen. Dein Wohlbefinden und die Sorge um dich selbst sollten für dich Priorität haben. Und dieses Handbuch hilft dir genau dabei!
  • - Family Equality - neben ihrer eigenen Facebook-Gruppe veranstalten sie auch Online-Support-Events und Treffen, bei denen du dich mit anderen Gleichgesinnten austauschen kannst. Du findest diese Veranstaltungen unter "The Neighbourhood: A Virtual Hub for LGBTQ+ Families". Während der Pandemie gegründet, ist die Gruppe seither ein wichtiges Netzwerk für Familien, die einen sicheren virtuellen Raum brauchen.
  • Poppy Seed Health hat einen sehr nützlichen und sachlichen Leitfaden für nicht-austragende Eltern. Das Unternehmen konzentriert sich darauf, alle Wege zur Elternschaft zu unterstützen und gibt an, dass es Menschen per SMS mit medizinischen Expert:innen verbinden kann, die in weniger als 90 Sekunden antworten.


Das Fazit

Du musst kein Kind zur Welt bringen, um Mutter zu werden. Und wenn dein Baby geboren ist, wird eure Rolle als Eltern gleichwertig. Die frischgebackene Mutter Leah sagt: "Genieße einfach jede Minute. Es ist nicht immer einfach, aber es ist sogar noch magischer als vorgestellt, als gleichgeschlechtliches Paar ein Baby zu bekommen."

Möchtest du in unserem Blog über deine Elternrolle berichten? (Dann hast du die Chance, einen 200€ Gutschein von Lola&lykke zu gewinnen!) Dann reiche hier deine Story ein.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Bitte beachten Sie, dass Kommentare vor der Veröffentlichung freigegeben werden müssen