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Schwangerschaft und COVID-19: Umgang mit Stress und Angst

Egal wie oft du schon schwanger warst – eine Schwangerschaft ist immer aufregend und kann mitunter eben auch stressig oder beängstigend sein. Neben all den Freuden der Schwangerschaft gibt es nämlich auch immer wieder Dinge, über die sich eine werdende Mutter Sorgen macht. Füge jetzt noch eine weltweite Pandemie hinzu und es ist nicht weiter verwunderlich, wenn dich die Situation gelegentlich überfordert (oder auch ständig!). Plötzlich geht es schließlich nicht mehr nur darum, ob es deinem Baby gut geht oder ob du als Mutter gut genug vorbereitet bist. Die Welt ist auf einmal beängstigender, bedrohlicher und viel einsamer als jemals zuvor. 

Der Umgang mit dem Stress der Schwangerschaft während COVID-19 mag mitunter eine Herausforderung sein, es ist jedoch absolut machbar. Falls auch du dich gerade in dieser Situation befindest, solltest du wissen, dass du mit deinen Sorgen keinesfalls allein bist. In diesem Artikel geben wir dir Tipps zum Umgang mit deiner Angst und dem Stress und erzählen die Geschichten von anderen schwangeren Frauen, die dasselbe durchmachen oder durchgemacht haben. Denn obwohl du eben auf eine Weise physisch isoliert bist, bist du noch lange nicht allein.

Pregnancy support group

Angst in der Schwangerschaft

Wenn du schon einmal jemals schwanger warst oder es gerade bist, weißt du selbst am besten, dass während der Schwangerschaft viele verschiedene Emotionen auftreten. Die Aufregung über die neue Zukunft und das große Glück über den Familienzuwachs mischen sich mit Sorgen über mögliche Probleme und um die Sicherheit deines ungeborenen Kindes sowie Angst vor der Geburt, vor Komplikationen in der Schwangerschaft und. 

Diese Ängste sind ganz normal und treten bei fast allen schwangeren Frauen auf. Fast jede vierte schwangere Frau berichtet sogar, dass sie im dritten Trimester unter richtigen Angstzuständen leidet. Diese können sich in Symptomen wie ständiger Unruhe, Sorgen oder Angst, leichter Reizbarkeit, Schlaflosigkeit und sogar Panikattacken zeigen. 

Schwangerschaftsangst während der Corona-Pandemie

Leider haben das vergangene Jahr und die Coronavirus-Pandemie es werdenden Müttern nicht einfacher gemacht. Laut der Schwangerschafts-Wohltätigkeitsorganisation Tommy's ergab eine Umfrage unter über 1.000 Personen, dass ungefähr die Hälfte der werdenden Mütter und Frauen, die kürzlich geboren haben, sich Sorgen machen. Über drei Viertel sagten sogar, dass COVID-19 ihre Nervosität verschlimmert hat.

In ähnlicher Weise berichtet das Guttmacher-Institut, dass COVID-19 dazu geführt hat, dass rund ein Drittel der Menschen, die schwanger werden könnten, den Kinderwunsch entweder reduziert, auf später verschoben oder sogar noch einmal ganz überdacht haben. Einer kleineren Umfrage zufolge ist außerdem das Angstniveau bei schwangeren Frauen von 18 Prozent von vor der Pandemie auf 50 Prozent während der Pandemie gestiegen – selbst bei einer Schwangerschaft mit geringem Risiko. 

Diese Erfahrungen sind sehr real – und sie können schwerwiegende Folgen haben. Diese reichen von postpartalen Depressionen bis hin zu negativen Auswirkungen auf die Entwicklung des fetalen Gehirns.

Mehr Informationen: Ein Überlebensleitfaden für das vierte Trimester

Häufige Ängste und Sorgen bei schwangeren Frauen

Selbst in einem typischen Szenario ohne Corona gibt es bereits viele Dinge, die während der Schwangerschaft angsterregend sein können. Eine werdende Mutter könnte zum Beispiel Angst vor Fehlgeburten, problemtaischer fetaler Entwicklung, Schmerzen während der Geburt, Finanzen und vielem mehr haben. 

Aber mit der Corona-Pandemie kommen zu diesen ganz normalen Sorgen noch alle möglichen anderen Stressfaktoren. Zum einen kann es unglaublich isolierend und beängstigend sein, den Prozess der Schwangerschaft alleine durchlaufen zu müssen. Zara, Mutter von drei Kindern, sagt beispielsweise: "Es war so anders als bei meinen früheren Schwangerschaften. Ich musste ständig alleine zu den Arztterminen und fühlte mich viel besorgter, nervöser und ängstlicher, weil es kein bekanntes Gesicht im Raum gab oder eine Hand, die ich hätte halten können." Ruth, die gerade mit ihrem dritten Kind schwanger ist bestätigt dieses Gefühl und sagt: "Der Gedanke, das meiste alleine machen zu müssen, ist absolut furchterregend."

Stress and anxiety during pregnancy

Dazu kommt die Angst vor einem höheren Infektionsrisiko und davor, an COVID-19 zu erkranken und die intensiven Folgen eines solchen Szenarios als Schwangere. Es gibt Hinweise darauf, dass schwangere Menschen mit größerer Wahrscheinlichkeit ein Beatmungsgerät bekommen, wenn sie sich mit Corona infizieren. Es gibt allerdings es noch keine konkreten Informationen darüber, ob eine Schwangerschaft das Risiko einer COVID-19-Mortalität erhöht oder das Virus über die Gebärmutter auf ein Fötus übertragen werden kann. Sich ständig über diese Dinge informiert zu halten, ist zwar enorm wichtig, es ist jedoch nicht gerade tröstlich und macht werdenden Müttern natürlich zu schaffen. 

Darüber hinaus müssen sich werdende Mütter mit Sorgen um die Sicherheit des Babys im Krankenhaus und zu Hause, mit der Angst vor der Geburt in einem überlasteten medizinischen System und mit Bedenken hinsichtlich einer postpartalen Depression auseinandersetzen. Ganz zu schweigen von der Enttäuschung, von fehlenden Babypartys, Geburtskursen und Müttergruppen. Dies ist besonders schlimm da gerade diese Treffen jungen Müttern oft die Angst vor Geburt und vor dem Muttersein nehmen und stattdessen die Vorfreude steigern. In ihrer 36. ​​Woche beschrieb die Mutter Sophie das Gefühl: "Ich bin ein bisschen traurig darüber, dass ich keine Schwangerschafts-Yoga-Kurse oder Schwangerschafts-Schwimm- / Gymnastikkurse besuchen konnte und auch unser Geburtsvorbereitungskurs über Zoom war. Ich hätte es vorgezogen, andere schwangere Frauen live zu treffen.“

Mehr erfahren: Schwangerschaft in der Pandemie: Echte Mütter, echte Geschichten

Wie Krankenhäuser mit der Pandemie umgehen

Zum Glück haben die Krankenhäuser ihr Bestes getan, um die Schwangerschafts- und Geburtserfahrung für schwangere Frauen unter den gegebenen Umständen so positiv wie möglich zu gestalten. Dies hat sich als eines der wenigen positiven Dinge in einer ansonsten schwierigen Situation erwiesen. „Die Hebammen waren durchweg brillant und so freundlich. Sie haben wirklich alles in ihrer Macht Stehende getan, um mir die bestmögliche Erfahrung zu bieten“, erklärt Zara.

Image: @zarabyrd on Instagram

Zwar ist die Isolierung noch immer einer der schwersten Parts an der Schwangerschaft zu COVID-Zeiten, dennoch gibt es auch hier Ausnahmen. Denn während Vorsorgeuntersuchungen alleine bestritten werden müssen, hat der NHS inzwischen seine Richtlinien geändert, damit Frauen sich nicht mehr völlig alleine durchkämpfen müssen. Um das emotionale Wohlbefinden zu fördern, dürfen werdende Mütter in England jetzt beispielsweise während aller Termine und während der gesamten Geburt eine Person bei sich haben, was sich als große Erleichterung erweisen sollte. Auch in Deutschland dürfen werdende Väter bei Komplikationen und Ultraschalluntersuchungen mit im Raum sein und auch zur Geburt darf die Mutter eine Person mitnehmen. Tatsächlich liegen hier jedoch je nach Krankenhaus und Bundesland unterschiedliche Regelungen vor. Gerade die Besuchszeit nach der Geburt, sollte also vorher erfragt werden. Es bietet sich an, bereits frühzeitig mit deinem Arzt über diese Regelungen vor, während und nach der Geburt zu sprechen und dir gegebenenfalls eine Arztpraxis und ein Krankenhaus zu suchen, was euren Bedürfnissen als werdende Eltern entspricht.

Hilfe und Unterstützung erhalten

Diese Richtlinienänderung ist eine Anerkennung seitens des NHS dafür, dass schwangere Frauen generell aber auch gerade während der Pandemie ganz besondere Unterstützung brauchen. Für Frauen, die während der Pandemie schwanger werden möchten, für Frauen, die Angst haben, schwanger zu werden, und für Frauen, die schwanger sind und an Angstattacken leiden, kann diese Art der Unterstützung den entscheidenden Unterschied ausmachen. 

Um sich weniger allein zu fühlen, empfiehlt Sophie, „an Online-Geburtsvorbereitungskursen oder sogar an Online-Schwangerschafts-Yoga-Kursen teilzunehmen […] und Facebook-Gruppen oder Instagram-Blogs [zu besuchen], in denen Erfahrungen mit anderen werdenden Müttern ausgetauscht werden können.“

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Weitere Quellen für Hilfe und Unterstützung sind Therapeuten, Mutterschaftsexperten und Krankenhäuser, die es sich zum Ziel gesetzt haben, schwangeren Frauen zu einer reibungslosen und erfolgreichen Schwangerschaft zu verhelfen. Falls gewünscht, kannst du in vielen Fällen auch virtuell mit einem Therapeuten sprechen. Es ist außerdem wichtig zu wissen, dass es absolut in Ordnung ist, Medikamente gegen Angstzustände einzunehmen, wenn dies erforderlich ist. Hierbei solltest du nur darauf achten, dass die Medikamente für Schwangere geeignet sind. Das sind sie zwar in den meisten Fällen, dennoch sollte hier ein Arzt grünes Licht geben und darüber entscheiden, ob ein bestimmtes Medikament für deinen speziellen Fall geeignet ist oder nicht. 

Du kannst und solltest außerdem deine Familie und deinen Partner um Unterstützung bitten. Und zwar um emotionale und praktische Unterstützung, denn beides ist wichtig. Sprich offen über deine Gefühle, Sorgen und Ängste. Dies kann unglaublich entlastend sein, insbesondere durch aktives Zuhören und Bestätigung von deinen Liebsten. Auf einer praktischeren Ebene kann Unterstützung im Haushalt und beim Kochen eine große Hilfe sein und dir die nötige Zeit geben, dich ausreichend um dich selbst kümmern zu können.

Es kann auch nützlich sein, einen Online-Experten zum Thema Müttergesundheit zu konsultieren. Dieser kann dir spezielle Fragen mit evidenzbasierten Informationen beantworten und dir so Sorgen und Bedenken nehmen.

Wende dich gern auch an die Experten von Lola & Lykke und befrage sie zu allem, worüber du dir Sorgen machen könntest. Denke dran: es gibt keine dummen Fragen und du bist nicht allein! Hier kannst du Fragen zu allen möglichen Themen stellen. Von Angstzuständen in der frühen Schwangerschaft über Schwangerschaftsparanoia bis hin zu allgemeineren Themen wie Stillen, Geburt und Wohlbefinden – frag einfach nach, was dir im Kopf herumschwebt. Dieser Service ist völlig kostenlos, persönlich, privat und du brauchst dir keine Sorgen zu machen, dass dich hier irgendjemand verurteilt. Wir haben das schließlich alle selbst erlebt.

Pregnancy support platform COVID-19

Zu guter Letzt kann es hilfreich sein, den Konsum und Zugang zu Nachrichten im Zusammenhang mit der Pandemie zu begrenzen. Es ist zwar, wie gesagt, wichtig, informiert zu bleiben, es ist jedoch ebenfalls wichtig, sich nicht verrückt zu machen. Denn dies kann schnell zur Abwärtsspirale führen, in der du ständig Zahlen überprüfst, die deine Angst nur unnötig verschärfen. Versuche, eine Balance zu finden, die für dich selbst Sinn macht. Du könntest beispielsweise eine Vertrauensperson bitten, dir nur die wirklich wichtigen Infos weiterzuleiten. Nicht ständig selbst zu recherchieren entspannt bereits ungemein. 

Letztendlich kann es aber eben auch bereits einen großen Unterschied für dich und dein Baby bedeuten, wenn du dir immer wieder ins Gedächtnis rufst, dass du nicht allein bist. Verstecke deinen Stress und deine Sorgen nicht, sondern gehe sie aktiv an und lasse dir helfen. Das hilft nicht nur dir selbst, dich wieder besser zu fühlen, sondern es verhindert auch, dass dein sich entwickelndes Baby zu vielen Stresshormonen ausgesetzt wird, die die Plazentaschranke überwinden und die Biochemie des fetalen Gehirns stören können. 

Wie Sophie es ausdrückt: „Bleib einfach ruhig und entspannt für dein Baby und konzentriere dich auf die positiven Dinge! Dies ist nur eine Phase, die irgendwann auch wieder vorbei sein wird. Du wirst aus der Pandemie und dem Lockdown mit einem lächelnden Baby im Arm herauskommen.“ Trotz allen Schwierigkeiten berichtet Zara übrigens, dass ihre „Schwangerschaftserfahrung durch die Pandemie positiv war“. Und das kann auch für dich der Fall sein. Gib einfach dein Bestes, um sich das Mitgefühl und die Sorgfalt zu geben, die Sie benötigen, während Sie sich auf die Ressourcen stützen, die Ihnen zur Verfügung stehen. Sie werden das durchstehen.

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