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Erhalten Väter die Unterstützung, die sie brauchen?

An diesem Vatertagwollten wir ein Thema beleuchten, das uns sehr am Herzen liegt.

Die Elternrolle istkein Zuckerschlecken, und beide Elternteile erleben Höhen und Tiefen, Probleme und Erfolge. Für Väter ist es jedoch wesentlich schwieriger,sich erfolgreich Hilfe zu holen oder von anderen Menschen für ihre Problemeanerkannt zu werden.

Aufgrund vonGender-Stereotypen, überholten "Geschlechterrollen" und einemSystem, das die psychische Gesundheit von Männern schwächt, erhalten viele Väter derzeitnicht die Unterstützung, die sie brauchen, um als Eltern erfolgreichzu sein. Deshalb wollten wirunseren Teil dazu beitragen, diese Situation zu verbessern.

Im Folgenden erfährst du mehr über dieaktuellen Probleme in unseren Betreuungssystemen, wie wichtig eine bessereUnterstützung für Väter ist und wie du die Väter in deinem Leben besserer unterstützen kannst.

Fatherhood matters

Erhalten Väter die Unterstützung, die sie brauchen?

Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen, dass trotz des gesellschaftlichen Fortschritts in Sachen Gleichberechtigung und Überwindung veralteter geschlechtsspezifischer Erwartungen noch viel zu tun ist.

Die BMC hat kürzlich einen sehr aufschlussreichen neuen Bericht mit dem Titel "Welcher Mann wird nach der Geburt seines Kindes depressiv?" veröffentlicht, der bereits die unbewussten Trends in der öffentlichen Meinung und im medizinischen Sektor aufzeigt.

Der Bericht befasst sich mit der Häufigkeit von Depressionen bei Vätern und zeigt, dass die traditionellen Erwartungen daran, wie ein Mann sein sollte und wie nicht, immer noch ein großes Hindernis für die Inanspruchnahme professioneller Hilfe darstellen. 

Laut dem BMC-Bericht leiden 10,4% der frischgebackenen Väter an Depressionen. Diese Zahl ist mehr als doppelt so hoch wie bei Männern im Allgemeinen (4,8%). 

Etwa 4-25% der frischgebackenen Väter leiden im ersten Jahr nach der Geburt ihres Kindes an einer postpartalen Depression. Darüber hinaus steigt diese Zahl bei Männern, deren Partnerin eine postpartale Depression erlebt, auf 24-50%.

Trotzdem nahmen nur 3,2 % der 2000 Väter, deren Partnerinnen schwanger waren, Hilfe wegen ihrer Depressionen in Anspruch. Wenn wir das mit den 13,6% der Frauen vergleichen, die wegen der gleichen Symptome Hilfe suchten, wird klar, dass es ein großes Problem gibt.

Der BMC-Bericht zeigt auch, dass dieses Problem oft von medizinischen Fachkräften verschärft wird:

"Während der Geburt haben viele Väter berichtet, dass sie von medizinischem Fachpersonal ignoriert werden und sich unsichtbar, ungebeten und unwohl fühlen". Dem Bericht zufolge bot nur ein Fünftel des Pflegepersonals den Vätern während der Entbindung irgendeine Art von Unterstützung an.

father with depression

Welche Faktoren tragen zu dieser Situation bei?

Dieses systematische Leugnen von psychischen Gesundheitsproblemen bei Vätern nach der Geburt ist deshalb sehr kompliziert.

Im Allgemeinen handelt es sich um einen Teufelskreis, indem Männern psychische Gesundheitsprobleme nicht zugeschrieben (entweder weil das "nicht männlich" ist oder weil sie sich "auf die Unterstützung ihrer Partnerin konzentrieren sollten"). Das führt dazu, dass sich weniger Männer trauen, über ihre Gefühle zu sprechen. Das macht es der Gesellschaft leichter, das Problem zu ignorieren, misszuverstehen oder schlichtweg zu vergessen. 

Konventionelle Vorstellungen von Männlichkeit halten viele Väter in diesem Teufelskreis gefangen. Das bedeutet, dass sie nur selten über postpartale Depressionen berichten. Sie haben das Gefühl, schweigen zu müssen und diese Schwierigkeiten allein zu bewältigen - "wie ein Mann". 

Dem BMC-Bericht zufolge führen diese Faktoren dazu, dass "Männer in der Regel eine schlechtere psychische Gesundheitskompetenz haben als Frauen" und "Väter psychische Gesundheitsprobleme während der Schwangerschaft und nach der Geburt aufgrund des gesellschaftlichen Drucks, ihre Familie emotional und finanziell zu unterstützen, eher verbergen. 

"Wenn Väter nicht mit Hilfe rechnen, wissen sie wahrscheinlich auch nicht, dass es sie gibt, und es ist unwahrscheinlich, dass sie selbst Hilfe für ihre psychische Gesundheit suchen."

Warum ist es so wichtig, dass sich daran etwas ändert?

Hier gibt es ein klares Missverhältnis.

In der heutigen Welt unterstützen Männer ihre Familien mehr als je zuvor. Ein Bericht des Pew Research Center (veröffentlicht 2014) untersuchte über die letzten Jahrzehnte den Anteil der Väter, die zu Hause bleiben. Daraus geht hervor, dass sich die Zahl der Väter, die sich zu Hause um die Familie kümmern, allein in den letzten 25 Jahren vervierfacht hat.

Doch obwohl Männer eine viel wichtigere Rolle bei der Kindererziehung spielen, erhalten sie nicht die entsprechende Unterstützung. Um diesen Veränderungen Rechnung zu tragen, ist es wichtig, die psychische Gesundheit und den Zugang zu Hilfsangeboten für Vater zu verbessern.

Es ist nicht mehr so, dass die Männer arbeiten gehen, während die Frauen zu Hause bleiben und sich um die Familie kümmern - wir leben nicht mehr in den 1940er Jahren!

Da immer mehr Väter eine Schlüsselrolle in der Elternschaft übernehmen, bringt eine bessere Unterstützung junger Väter enorme Vorteile mit sich - sowohl für sie selbst als auch für die gesamte Familie. 

Der von der BMC veröffentlichte Bericht betont die allgemeinen Vorteile, die eine Unterstützung von Vätern mit sich bringen kann: 

"Das Engagement eines Vaters kann sich positiv auf das Wohlbefinden und die Anpassungsfähigkeit der Mutter, den Verlauf der Schwangerschaft, die elterliche Rolle und die weitere körperliche, geistige, verhaltensbezogene, soziale und emotionale Entwicklung des Kindes auswirken."

Erstens: Eine bessere professionelle Hilfe für die psychische Gesundheit von frischgebackenen Vätern kann die Anzahl der Männer verringern, die unter diesen schwerwiegenden Problemen leiden. Diese Arbeit ist im Sinne des menschlichen Mitgefühls von großer Bedeutung.

Zweitens: Wenn Väter sich unterstützt und gut informiert fühlen, profitiert die gesamte Familie davon. Das Elternteam wird gestärkt, und das Kind wird im Ergebnis viel besser betreut.

Father role in parenting

Wie können wir frischgebackene Väter unterstützen?

Erstens ist es absolut notwendig, den Diskurs zu ändern, sonst bleiben alle Verbesserungen bei den Hilfs- und medizinischen Angeboten wirkungslos. Damit sich wirklich etwas ändert, muss die Gesellschaft ihre Wahrnehmung der Vaterrolle anpassen.

Der Vaterschaftsurlaub ist ein Paradebeispiel dafür, dass Männer ein Angebot oft nicht in Anspruch nehmen, obwohl es existiert.

Die Website Family Tree (ein Ableger der BBC) veröffentlichte kürzlich einen tiefgründigen Artikel über Vaterschaftsurlaub und "die versteckten Hindernisse, die Männer am Arbeitsplatz halten"

Darin wurde festgestellt, dass sich die Zahl der Länder, die den Vaterschaftsurlaub gesetzlich verankert haben, in den letzten 20 Jahren verdoppelt hat. 

Dennoch nimmt nur ein außergewöhnlich geringer Anteil der Männer nach der Geburt ihres Kindes mehr als ein paar Tage Urlaub.

In dem Artikel heißt es: "Die meisten geben die Angst vor beruflicher Diskriminierung, vor verpassten Gehaltserhöhungen und Beförderungen, vor Ausgrenzung oder sogar vor Spott als Grund dafür an, keine Auszeit zu nehmen."

Thekla Morgenroth, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Sozial- und Organisationspsychologie, sprach im Artikel darüber, wie archetypische Geschlechterstereotypen (Frauen als fürsorglich und Männer als wettbewerbs- oder durchsetzungsfähig) den Diskurs darüber anheizen, dass Frauen besser für die Kinderbetreuung geeignet sind. 

Wenn diese falschen und überholten Stereotypen erst einmal verinnerlicht sind, geht man schnell davon aus, dass Frauen den Urlaub nehmen sollten, weil sie besser für diese Rolle geeignet sind, sagte sie. Männer werden hingegen vom Vaterschaftsurlaub abgehalten - ein Trend, der durch die Erwartung verstärkt wird, dass Männer als "Ernährer" durch ihre Arbeit für ihre Familie sorgen sollten. 

Aber wie können wir die Rolle der Väter neu überdenken? Nun, wir können damit beginnen, offen darüber zu diskutieren.

Support dads by opening up conversation

Um eine Gesellschaft zu schaffen, in der Männer wissen, dass ihre Gefühle gehört, respektiert und anerkannt werden, müssen wir diese Gespräche führen. Wir können damit beginnen, Väter zu fragen, wie es ihnen geht, vor allem, wenn du Anzeichen einer postpartalen Depression erkennst.

Dann können wir den Männern eine größere Rolle bei der Kinderbetreuung zugestehen, indem wir es zu einer Selbstverständlichkeit machen, dass ihre Rolle den Frauen gleichgestellt ist. Viele Paare haben das bereits unbewusst erreicht, aber es ist noch nicht die allgemeine Realität.

Und schließlich können wir auf die großartigen Organisationen aufmerksam machen, die sich dafür einsetzen, Väter in jeder Hinsicht zu unterstützen. So können mehr und mehr Menschen Hilfe in Anspruch nehmen. 

Zu den Hilfsorganisationen, die wir frischgebackenen Vätern empfehlen, gehören: 

Informative Quellen und Hilfsangebote:

Familenportal des Bundes https://familienportal.de/

https://www.elternsein.info/

Alles für Eltern https://www.eltern.de/

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Vater werden www.familie.de

Vater werden www.netpapa.de

Väterzentrum https://vaeterzentrum-berlin.de/impressum/

Väteraufbruch https://berlin.vafk.de/index.php?id=bb-startseite

Väter e.V. https://www.vaeter.de/ueber-uns/

Väter helfen Vätern https://www.vaeter-helfen-vaetern.de

Weitere Hilfsangebote:

Dein:e Hausärzt:in

Deine Hebamme/Ärzt:innen und Schwestern

Vaterfreuden www.vaterfreuden.de

Vätertreff http://www.vaetertreff.de/

Caritas www.caritas.de

Trennungsväter www.trennungsvaeter.de

Männerberatung Mann-o-Mann https://man-o-mann.de/vaeterberatung/

Selbsthilfegruppen für Väter www.vaeter-aktuell.de

Arbeit mit Vätern und Großvätern www.drk.de

Unser Engagement

Bei Lola&Lykke arbeiten wir daran, gegen diese Klischees anzugehen, indem wir Vätern Informationen zur Verfügung stellen, damit sie sich bei der Kinderbetreuung selbstbewusst und selbstbestimmt fühlen können.

Wir arbeiten daran, BEIDEN ELTERN die Unterstützung, Ausrüstung und Informationen zu geben, die sie brauchen. Denn wir wissen, dass es ein ganzes Team braucht, um ein Baby großzuziehen.

Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, was dich als Vater erwartet, haben wir einen umfassenden digitalen Ratgeber für Väter erstellt, der alles von der Schwangerschaft bis zur Flaschennahrung abdeckt. Hier kannst du unseren Leitfaden für werdende Väter „Papa werden“ lesen.

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