KOSTENLOSE & SCHNELLE LIEFERUNG INNERHALB DER EU | EINFACHE RÜCKGABE

Meine Erfahrungen mit dem Stillen und der Milchspende

Bevor ich mein erstes Kind bekam, ging ich eigentlich immer davon aus, dass ich stillen würde und dass das alles einfach irgendwie von selbst funktionieren würde. Ich wusste zwar, dass es nicht immer gleich beim ersten Mal klappt, aber ich dachte, dass man sich dazu eben einfach ein wenig Wissen anlesen müsse und dann klappe das schon. Meine Güte habe ich mich geirrt.

Stillen ist gar nicht so einfach

Nachdem Ripley geboren wurde, wurde sie mir relativ schnell wieder abgenommen, da meine Plazenta manuell entfernt werden musste. Es war erst einige Stunden nach ihrer Geburt, als ich sie endlich richtig halten konnte. Bis dahin war ich allerdings schon so erschöpft von dem ganzen Theater, dass ich sie nicht mehr dazu bringen konnte, an meiner Brust zu trinken. Sie bekam dann also von den Krankenschwestern etwas zu trinken.

Ich musste anschließend einige Tage im Krankenhaus bleiben und konnte während dieser Zeit nicht besonders gut schlafen. Zu dieser Zeit hatte ich das Gefühl, dass ich bereits versagt hatte. Ich konnte meine Tochter einfach nicht dazu bewegen, bei mir anzudocken und selbst wenn es doch mal kurz klappte, konnte ich sie nicht füttern.

Als ich es endlich schaffte, Ripley zum Andocken zu bringen, gab sie schnell auf, da in meinen Brüsten keine Milch für sie war. Sie verlor in den ersten Tagen sehr schnell viel Gewicht und schließlich gaben die Ärzte uns spezielle Flaschen mit einem schnellen Milchfluss und Formula, die wir ihr füttern sollten. Dies konditionierte meine Tochter schon sehr früh und sie gewöhnte sich an diesen schnellen und einfachen Milchfluss. Das bedeutete natürlich auch, dass mein Milchfluss, als er endlich besser wurde, sie nicht befriedigen konnte.

Die ersten Tage im Krankenhaus waren so frustrierend, ärgerlich und anstrengend, dass ich eine PTBS entwickelte, hauptsächlich wegen der Tatsache, mein Kind nicht selbst ernähren zu können. Wenn ich jetzt auf diese Zeit zurückblicke, kann ich allerdings verstehen, warum das Stillen damals so schwierig war: Ich hatte einfach nicht die Unterstützung, die ich gebraucht hätte. Niemand erklärte mir, dass eine zurückgehaltene Plazenta so ein Chaos bedeuten kann. Ich wusste nicht, dass Milch sich dadurch verzögern kann, da der Körper denkt, er wäre noch immer schwanger. Ich fühlte mich einfach wie ein schrecklicher Versager.

Als ich aus dem Krankenhaus kam, versuchte ich weiter zu stillen und gab meiner Tochter außerdem weiterhin die Babynahrung, um ihr Gewicht schnell wieder zu steigern. Ich hatte das große Glück, eine wundervolle Pflegerin zu haben, die mich nicht nur dazu ermutigte, es immer weiter zu versuchen, sondern mich auch an einen der örtlichen Säuglingsernährungsspezialisten verwies. Dieser half mir dabei, die Kombinationsfütterung mithilfe von Brustwarzenschildern zu etablieren. Daneben sah ich auch eine fantastische IBLC-Stillberaterin, die mir viel Unterstützung und Anleitung bei der Verwendung einer Milchpumpe und dem ganzen Prozess zur Verbesserung meiner Milchversorgung gab.

Das Abpumpen war schmerzhaft

In meinen ersten Wochen habe ich eine kostengünstige Milchpumpe verwendet, die ich bei Amazon gekauft hatte, bevor Ripley geboren wurde. Damals dachte ich noch, etwas naiv, dass so eine Milchpumpe etwas sei, das ich gelegentlich benutzen könnte, damit mein Mann unser Baby füttern konnte. Hätte ich mich bloß besser informiert… Die Pumpe beschädigte eine meiner Brüste so stark, dass ich fast eine Mastitis diagnostiziert bekam. Die Schmerzen waren sehr stark und all das kam auf das sowieso schnon schwierige Thema des Stillens noch oben drauf. Nach diesem Vorfall habe ich 5 andere elektrische Milchpumpen und 3 manuelle Pumpen ausprobiert, von denen keine sehr gut zu mir passte. Ich erinnere mich, wie ich mich völlig erschöpft und bestürzt darüber fühlte, wie lange es dauern würde, ganz wenig Milch zu machen, und wie unangenehm mir die ganze Sache war. Am meisten sehnte ich mich einfach danach, endlich mein Kind normal stillen zu können aber Ripley wurde immer noch hauptsächlich mit der Babynahrung gefüttert, während ich mich durch die Milchpumpen probierte.

Nachdem ich zu einer Stillgruppe gegangen war, hörte ich das Domperidome (einem verschreibungspflichtigen Medikament) die Muttermilchproduktion stimulieren kann. Ich sprach mit meinem Arzt darüber und bekam einen Kurs verschrieben, der neben meinen täglichen Brustmassagen meine Versorgung endlich steigerte.

Du willst mehr erfahren? Frage einfach die Still- und Laktationsexperten von Lola & Lykke

Glücklicherweise gelang es uns, Ripley endlich auf Muttermilch umzugewöhnen als sie 2,5 Monate alt war. Dies war zwar anfänglich auch noch hauptsächlich bereits abgepumpte Milch, jedoch klappte hier und da auch mal eine Stillsitzung. Sie ist jetzt 11 Monate alt und hat seit über 9 Monaten überhaupt keine Formula mehr bekommen! Ripley beschloss, mit ungefähr 4 Monaten keine Brust mehr anzunehmen, was für mich natürlich unglaublich traurig war, gerade nach all den anfänglichen Schwierigkeiten und der verlorenen Zeit. Aber immerhin kann ich durch Abpumpen nun dafür sorgen, dass sie auch weiterhin all die Vorteile reiner Muttermilch bekommt.

Die Milchpumpe, die alles veränderte

Ungefähr zu der Zeit, als ich den Kurs von Domperidome belegte, erhielt ich eine Lola & Lykke-Milchpumpe. Ich bekam diese noch vor der Veröffentlichung auf dem Markt, um sie im Rahmen der Made for Mums Awards zu testen. Und diese Pumpe hat für mich wirklich alles verändert. Ich fühlte mich sofort so viel wohler, da die Pumpe mich nicht verletzte oder schmerzhaft war und ich somit viel länger und häufiger abpumpen konnte als mit den bisher ausgetesteten Pumpen. Das Design des weichen Brustaufsatzes schafft es außerdem, mehr Milch zu extrahieren als die anderen Pumpen, die ich verwendet habe. Ich denke, das liegt daran, dass es gleichzeitig das Brustgewebe stimuliert, wenn man abpumpt. Diese Bewegungen ahmen das Baby beim Füttern auf eine natürliche Weise nach, as den Milchfluss fördert. In meinem Fall hieß das auch, dass miene Milchproduktion ordentlich angekurbelt wurde, als ich 8 Mal am Tag abpumpte.

Mehr erfahren: Die Lola & Lykke Intelligente elektrische Brustpumpe ist jetzt erhältlich

Bevor ich ausschließlich auf die Lola & Lykke-Pumpe umstieg, hatte ich so einige Probleme mit verstopften Kanälen, da meine Milch beim Pumpen nicht vollständig abgelassen wurde. Ich habe seit der Verwendung dieser Pumpe keine verstopften Kanäle mehr gehabt, was eine große Erleichterung für mich ist. Ich hatte mir schon ernsthafte Sorgen über die Entwicklung einer Mastitis gemacht.

Eines der Dinge, die ich an dieser Pumpe liebe, ist, dass ich bei der Verwendung nicht an Schläuchen oder Kabeln festgebunden bin und mit einer Hand Brustkompressionen und -massagen durchführen kann, um sicherzustellen, dass die Milch effektiv abfließt. Ich glaube, dies hat auch dazu beigetragen, meine Milchproduktion zu fördern und die Kanäle zu befreien anzukurbeln.

Schön ist auch, dass man die Pumpe überall mit hinnehmen kann. Ich habe tatsächlich in Cafés, Restaurants und sogar im Park abgepumpt! Sie passt problemlos in meine Wickeltasche und lässt sich für unterwegs ganz einfach vorher mit dem USB-Kabel aufladen.

Milch spenden lohnt sich

Nachdem ich meine Milchversorgung aufgebaut hatte, hatte ich tatsächlich einen Überschuss an Muttermilch. Ich produzierte also plötzlich mehr als das, was Ripley brauchte. Dies bedeutete, dass ich einen Vorrat an gefrorener Milch aufbauen konnte. Inzwischen habe ich zwei kleine Gefriertruhen voll. In den traurigen Wochen nach der Geburt hätte ich das nie für möglich gehalten. Tatsächlich dachte ich, etwas stimme nicht mit mir und ich könne gar keine Milch (oder nur zu wenig) produzieren und somit auch mein eigenes Kind nicht ernähren.

Nachdem ich mich selbst so gefühlt hatte und wusste, dass dies kein schönes Gefühl ist, wollte ich anderen Müttern helfen, denen es vielleicht genauso geht. Es gibt schließlich viele Gründe, warum eine Mutter nicht genug Milch für ihr Kind produzieren kann oder sonst aus einem Grund nicht stillen kann. Wenn das Baby ein Frühgeborenes auf der Intensivstation ist beispielsweise. Ich suchte daher online nach Informationen darüber, wie ich Milchspender werden kann, und fand die South West Milk Bank (meine lokale Milchbank).

Wie ich zur Milchspenderin wurde

Bevor ich Spenderin werden konnte, musste ich mit dem Milchbankkoordinator sprechen, der mir den Prozess des Sammelns und Lagerns von Milch für Spenden genauestens erklärte und eine Blutuntersuchung durchführte. Es war alles in Allem sehr einfach und ich bekam die Flaschen, Etiketten und ein Thermometer zum Sammeln und Lagern der Milch. Bei der Milchspende ist es sehr wichtig, strenge Hygieneverfahren bei der Sammlung und Handhabung der Milch einzuhalten und kein Koffein und Alkohol zu sich zu nehmen, da Frühgeborene stärker davon betroffen sind als andere Babys.

Ich hatte es mir zum Ziel gesetzt, 10 Liter an die Milchbank zu spenden, doch letzten Endes wurden es tatsächlich ganze 30 Liter, auf die ich unglaublich stolz bin! Als ich aufhörte zu spenden, erhielt ich ein kleines Zertifikat als Dankeschön von der Milchbank, welches ich als Andenken für immer aufbewahren werde.

Weitere Informationen: Wo kann man in Großbritannien Milch spenden?

An alle Mütter, die mit dem Stillen zu kämpfen haben

Für alle Mütter da draußen, die Probleme mit dem Stillen oder dem Milchfluss haben: der beste Rat, den ich euch geben kann, darin besteht, mit einer von IBCLC akkreditierten Stillberaterin zu sprechen. Diese haben Kenntnisse über die eines normalen Stillexperten hinaus. Ich hätte mir mehrere Wochen des Gefühls versagt zu haben ersparen können, wenn ich das früher getan hätte.

Weitere Informationen: Frage einfach die Still- und Laktationsexperten von Lola & Lykke

Für alle, die Schwierigkeiten mit ihrer Milchversorgung haben, ist der beste Weg ein häufiges und regelmäßiges Füttern und Abpumpen. Das häufige Abpumpen ahmt den Fütterungsrhythmus des Neugeborenen nach und kurbelt so deine Versorgung an. Es gibt eine Technik namens "Power Pumping", die ich mehrmals durchgeführt habe und die die Clusterfütterung nachahmt. Dazu pumpst du nur zehn Minuten auf jeder Brust ab, dann machst du 10 Minuten lang Pause und wiederholst diesen Vorgang mehrmals. Angebot wird durch die Nachfrage bestimmt. Wenn du also eine große Nachfrage schaffst, wird dein Körper das Angebot aufstocken. Sobald dies geschehen ist und deine Versorgung regelmäßig ist, kannst du die Sitzungen langsam wieder reduzieren. Ich habe ungefähr alle drei Stunden abgepumpt, also um 6 Uhr, um 9 Uhr, um 12 Uhr, um 15 Uhr, um 18 Uhr, um 21 Uhr und dann zweimal in der Nacht, je nachdem, wann Ripley aufwachte.

Ich lagere Milch im Kühlschrank in kleinen Milchwannen und friere überschüssige Milch sofort in Milchbeuteln ein. Die Aufbewahrungsbeutel können flach hingelegt werden, so dass sie ordentlich im Gefrierschrank gestapelt werden können. Wannen gefrieren nicht gut, da sie sich verziehen und beim Gefrieren auslaufen können. Außerdem sind sie schwer zu kennzeichnen.

Das Abpumpen und ausdrücken von Milch kann mitunter sehr anstrengend und geistig herausfordernd sein. Ich habe versucht, die Zeit, die ich damit verbringe, so positiv wie möglich zu gestalten. Je entspannter ich bin, desto besser kann ich scheinbar Milch produzieren. Ich habe beispielsweise einen kleinen Kühlschrank für unser Schlafzimmer bekommen, damit ich Milch, die ich nachts pumpe, problemlos aufbewahren kann, ohne nach unten gehen zu müssen, um sie wegzuräumen. Wenn es 4 Uhr morgens ist, helfen solche kleinen Dinge ungemein!

Obwohl das Erlebnis des Stillens bei mir wirklich meilenweit von dem entfernt war, was ich mir vorgestellt hatte, bin ich sehr froh, dass ich drangeblieben bin. Ich bin sehr dankbar, dass ich mein kleines Mädchen zumindest für eine kleine Weile füttern konnte und dass ich dabei so viel Hilfe hatte. Die Erfahrung hat mich viel über mich selbst gelehrt und ich habe das Gefühl, dass ich jetzt wirklich alles tun kann, was ich mir vornehme!

Mehr erfahren: Die besten Tipps und Ratschläge zum Stillen deines Babys

1 Kommentar

  • I couldn’t believe when reading this, how similar our breastfeeding journeys were. Right from the birth part (also had placenta removal), to the slow weight gain, formula initially, struggling to latch, expressing, seeing feeding consultants etc. Unfortunately we had GORD & CMPA against us too, so had to supplement my breastfeeding with formula to help both the reflux and the weight gain. Which eventually meant my supply dropped :( but we made it to 6 months which was my goal originally, so although extremely tough, we made it somehow.
    Thank you for sharing your story, it made me feel more positive about my 2nd baby and that we might have a better feeding journey when they are born.

    MJ

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Bitte beachten Sie, dass Kommentare vor der Veröffentlichung freigegeben werden müssen