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Morgenliche Übelkeit: Linderung, Symptome, Heilmittel und mehr

Es gibt einige Dinge, die einfach jeder mit Schwangerschaft in Verbindung bringt. Unabhängig ob der- oder diejenige selbst jemals persönliche Erfahrung mit dem Thema gemacht hat. Eines davon ist die morgendliche Übelkeit. So bekannt dieses Phänomen während der Schwangerschaft auch ist, so viele Mythen und Gerüchte ranken sich auch darum herum. Tatsächlich gibt es viele Missverständnisse und Fehlannahmen über die morgendliche Übelkeit, einschließlich der Bezeichnung selbst, welche suggeriert, dass die morgendliche Übelkeit auf eine bestimmte Tageszeit beschränkt ist.

Missverständnisse oder nicht, viele Frauen fürchten die morgendliche Übelkeit und fragen sich schon lange vor einer Schwangerschaft, ob sie unter diesen Symptomen leiden werden oder nicht. Um ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen und mit den Missverständnissen rund um die morgendliche Übelkeit aufzuräumen, haben wir diesen Leitfaden geschrieben. Hier findest du alle Antworten auf deine Fragen zum Thema morgendliche Übelkeit, den Umgang damit oder wie du mit den Symptomen umgehst, solltest du in der Schwangerschaft darunter leiden.


Was genau ist Morgenübelkeit?

Als allgemeines Phänomen bezieht sich die morgendliche Übelkeit auf die Erfahrung von Übelkeit und Erbrechen während der Schwangerschaft. Trotz des irreführenden Namens kann die morgendliche Übelkeit zu jeder Tageszeit auftreten. Der Name stammt jedoch daher, dass die meisten schwangeren Frauen die Übelkeit tatsächlich am meisten morgens erfahren und dies damit die am häufigsten genannte Tageszeit der Übelkeit ist.

Neben der üblichen Form der Morgenübelkeit gibt es auch eine sehr schwere Form namens Hyperemesis Gravidarum. von dieser sind etwa drei Prozent der schwangeren Frauen betroffen. Hyperemesis Gravidarum (oder HG) beinhaltet schwere Übelkeit, Erbrechen, Dehydratation, Gewichtsverlust und manchmal Ohnmachtsanfälle.

 

Wann beginnt die Morgenkrankheit?

Am häufigsten beginnt die morgendliche Übelkeit in der vierten Schwangerschaftswoche und dauert bis zur 16. Woche oder länger an. Wie du wahrscheinlich schon erraten hast, lässt sich jedoch auch hier keine allgemeine Aussage mit absoluter Wahrscheinlichkeit treffen, da jede Schwangerschaft anders verläuft. Ungefähr 10% der Frauen erleben nach der 20. Schwangerschaftswoche noch immer morgendliche Übelkeit. Einige erleben sie sogar bis zur Entbindung und gleiches gilt auch für HG.

Es besteht jedoch kein Grund zur Panik: In den allermeisten Fällen verschwindet die morgendliche Übelkeit kurz nach Beginn des zweiten Trimesters.

 

Symptome der Morgenübelkeit

Die Symptome der morgendlichen Übelkeit sind im Allgemeinen recht einfach. Sie umfassen:

  • Ein Gefühl von Übelkeit und Erbrechen, ähnlich wie bei Seekrankheit oder Autokrankheit

  • Starke Abneigung gegen bestimmte Gerüche und Lebensmittel, die zum Erbrechen führen kann

  • Übelkeitsgefühle, die zwar nicht auf die frühen Morgenstunden beschränkt sind, jedoch besonders häufig in diesen auftreten

  • Übelkeit, die mit Hungerattacken einhergeht oder unmittelbar darauf folgt

  • Übelkeit nach dem Essen

  • Starke Übelkeit bis zum Erbrechen

Beachte auch, dass zwei Drittel der Frauen mit morgendlicher Übelkeit sowohl an Übelkeit als auch an Erbrechen leiden, während ein Drittel nur an Übelkeit leidet, jedoch kein Erbrechen erlebt.

  

Heilmittel gegen Morgenübelkeit

Während die Symptome der morgendlichen Übelkeit recht unkompliziert sind, scheiden sich die Geister bei den Heilmitteln und Kuren gegen die Morgenübelkeit. Hier ranken sich die wildesten Legenden und Geschichten. Wir haben hier einige der vielen Vorschläge und Methoden zusammengefasst, auf die Menschen schwören, um die morgendliche Übelkeit zu heilen, zu lindern oder zu verhindern. Natürlich ist es immer eine ganz individuelle Angelegenheit, was bei dir hilft und was nicht. Die meisten dieser Methoden sind jedoch recht unkompliziert und können von dir einfach einmal ausprobiert werden. Wir hoffen, es ist etwas dabei, was dir hilft!


Versuche zunächst, auf große Mahlzeiten zu verzichten und stattdessen kleinere Mahlzeiten und Snacks zu essen. Dies verhindert, dass du signifikante Blutzuckerspitzen oder extremen Hunger verspürst, was Übelkeit verursachen kann. Wenn dir übel oder flau ist und du spürst, dass du jetzt etwas essen musst, sind komplexe Kohlenhydrate eine gute Option. Diese sind gesund und leicht verdaulich.


Du solltest dich bemühen, deinen Blutzucker stabil zu halten, indem du dich ausgewogen und mit allen Makronährstoffen ernährst. Dazu gehören Kohlenhydrate, Eiweiß und Fett. Je gesünder und ausgewogen deine Ernährungsgewohnheiten sind, desto besser. Versuche also einfach, das klassische Verlangen nach ungesunden Schwangerschaftsgelüsten (Kartoffelchips mit Schokoladenüberzug?) durch gesündere Fette und Proteine wie Hülsenfrüchte, Nüsse und Avocados zu ersetzen.

Das Frühstück hilft dir dabei, den Blutzucker im Gleichgewicht zu halten und Übelkeit zu vermeiden, insbesondere wenn alle Makronährstoffe darin enthalten sind. Darüber hinaus schwören viele Menschen auf bestimmte Lebensmittel gegen morgendliche Übelkeit. Diese sind allerdings von Frau zu Frau unterschiedlich und reichen von sauren Lebensmitteln wie Gurken und Zitrusfrüchten bis zu salzigen oder einfach kalten Lebensmitteln. Selbstgemachtes Eis am Stiel, hergestellt aus echten Früchten, kann eine gute Option sein, sowohl Saures als auch Kaltes zu verbinden.

Zwinge dich jedoch nicht dazu, bestimmte Lebensmittel zu essen, nur weil andere es sagen. Dein Körper weiß am besten selbst, was er braucht. Gibt es beispielsweise ein Lebensmittel, dessen Geruch dich plötzlich zum Würgen bringt, mache es dir einfach leicht und halte dich davon fern. Wenn du dich aufgrund deiner morgendlichen Übelkeit häufig übergeben musst, solltest du allerdings in jedem Fall dafür sorgen, ausreichend Wasser oder andere Flüssigkeiten zu trinken. Wenn du ungern Wasser trinkst, versuche stattdessen, Obst und Gemüse mit hohem Wassergehalt - also z.B. Wassermelone, Gurken oder Sellerie - zu essen. Du kannst außerdem auch hier den Trick mit dem Eis am Stiel anwende und so weitere Flüssigkeit zu dir nehmen.

Auch Ingwer hat sich in der Vergangenheit oft gegen Übelkeit bewährt. Egal, ob Ginger-Ale, Ingwer-Tee, Nahrungsergänzungsmittel mit Ingwer, Ingwer-Bonbons oder Ingwer-Gebäck - es lohnt sich einen Vorrat an ingwer-haltigen Lebensmitteln und Getränken im haus zu haben. Oft reicht schon das Aroma oder der Geruch von Ingwer aus, um Übelkeit in Schach zu halten. Erkundige dich jedoch in jedem Fall vorher bei einem Arzt oder deiner Hebamme, denn in einigen Fällen wird Frauen während der Schwangerschaft auch geraten, den Konsum von Ingwer während der Schwangerschaft zu reduzieren.


Ginger for morning sickness


Andere Nahrungsergänzungsmittel, von denen bekannt ist, dass sie gegen Übelkeit helfen sind u.a. Magnesium und Vitamin B6. Wenn du aber keine Nahrungsergänzungsmittel einnehmen möchtest oder grundsätzlich gegen die Idee bist, während der Schwangerschaft Pillen zu schlucken, kannst du B6 auch in Form von Lebensmitteln wie Avocados, Pistazien und Sonnenblumenkernen einnehmen. Alle diese sind übrigens auch gute Quellen für gesunde Fette. Für Magnesium kannst du Magnesiumsprays und Bittersalz verwenden, was du in deine Füße oder in deinen Körper einmassieren kannst. Diese Aufnahme von Magnesium hat zudem noch eine beruhigende Wirkung.

Stichwort Ruhe: Tatsächlich kann Entspannung eine wichtige Rolle bei der Behandlung von morgendlicher Übelkeit spielen. Viel Hin- und Herbewegen kann nämlich das Übelkeitsgefühl verschlimmern. Daher ist es ratsam, sich viel auszuruhen, viel zu schlafen und sich auch hin und wieder mal hinzulegen. Gerade wenn dir schon übel ist, solltest du dich hinlegen oder zumindest hinsetzen und Bewegung vermeiden. Auch das morgendliche Aufstehen solltest du möglichst langsam tun, damit sich dein Körper allmählich an die Bewegung gewöhnen kann.

Wenn du auf Bewegung nicht verzichten kannst oder willst, gehe am besten draußen spazieren. Viele Frauen schwören auf frische Luft, um die morgendliche Übelkeit zu lindern. Zu heiße und stickige Räume können nämlich ebenfalls ein Auslöser für Übelkeit sein. Wenn du dich in geschlossenen Räumen aufhältst, öffne einfach ein Fenster oder nutze einen Ventilator oder eine Klimaanlage, um dein Zuhause schön kühl zu halten.

Auch Mundhygiene ist extrem wichtig in Verbindung mit dem Thema Übelkeit. Denn wenn du deinen Mund durch Zähneputzen, Zahnseide und Mundwasser frisch hältst, kann dies nicht nur Übelkeit verringern, sondern auch die negativen Auswirkungen von Erbrechen auf Zähne und Zahnfleisch abschwächen.

Sollte bei dir keine der oben genannten Möglichkeiten helfen, solltest du dich mal bei alternativen Gesundheitslösungen wie Akupunktur, Akupressur, Hypnose und Biofeedback umhören und hier einiges ausprobieren. Wenn sie bei dir funktionieren super, wenn nicht, probierst du einfach weiter. Im Endeffekt hilft jedem etwas anderes und gerade bei alternativen Heilmethoden ist es vor allem wichtig, dass sie funktionieren - nicht, dass sie wissenschaftlich abgesichert sind. Probiere einfach alles ohne Vorurteile aus, bis du genau das gefunden hast, was dir persönlich weiterhilft.

Natürlich kannst (und solltest) du auch mit deinem Arzt über die Übelkeit sprechen und gegebenenfalls um Medikamente bitten. Probiere jedoch bitte keine Medikamente aus, die dir nicht von einem Arzt verschrieben wurden. Anders als die alternativen Heilmethoden können Medikamente, die nicht für dich bestimmt sind nämlich sehr wohl Schaden anrichten.

Was sind die Ursachen von Morgenübelkeit?

Auch um diese Frage ranken sich viele Mythen und Gerüchte. Warum in aller Welt müssen schwangere Frauen sich zusätzlich zu allen anderen körperlichen Herausforderungen auch noch mit morgendlicher Übelkeit rumschlagen? Leider weiß dies niemand so genau - es gibt jedoch eine ganze Menge Theorien.

Im Allgemeinen tippen Ärzte und Mediziner darauf, dass die morgendliche Übelkeit etwas mit Schwangerschaftshormonen zu tun hat. Insbesondere wird angenommen, dass das Hormon Humanes Choriongonadotropin (HCG) Schuld an der morgendlichen Übelkeit ist. Dies würde auch bedeuten, dass Frauen, die mit mehreren Babys (also Zwillingen, Drillingen usw.) schwanger sind, einen höheren Schwangerschaftshormonspiegel haben und daher häufiger an morgendlicher Übelkeit leiden als Frauen, die nur mit einem Kind schwanger sind. Zusätzlich wurde auch das Protein GDF15 als mögliche Ursache für das Phänomen genannt.

Zusätzlich zu diesen Theorien gibt es zahlreiche evolutionäre Ansätze, die als mögliche Ursachen gehandhabt werden. Einige Menschen glauben beispielsweise, dass die morgendliche Übelkeit verhindert, dass Mütter exotische, fremde Lebensmittel essen, die ihren Babys möglicherweise Schaden zufügen könnten.

Tatsächlich kann das Protein GDF15 nicht nur dazu führen, dass du dich krank fühlst, sondern es kann auch dazu beitragen, das Risiko einer Fehlgeburt verringert wird. Es besteht also Grund zu der Annahme, dass schwangere Frauen in irgendeiner Weise von der lästigen Übelkeit profitieren.

Auch Müdigkeit und Stress spielen möglicherweise bei der morgendlichen Übelkeit eine Rolle, da sie dazu neigen, das Gleichgewicht deines gesamten Systems zu beeinträchtigen. Schwangere Frauen sind oft müde und haben mit allen möglichen neuen Sorgen und Ängsten zu kämpfen. Dies kann ausreichen, um deinen Körper aus dem Gleichgewicht zu bringen und morgendliche Übelkeit auszulösen.

Es ist auch erwähnenswert, dass Übelkeit während der Schwangerschaft bis zu einem gewissen Grad eine genetische Angelegenheit sein könnte. Frauen, deren Schwestern und Mütter an morgendlicher Übelkeit leiden, erleben diese nämlich selbst häufiger.

Interessanterweise ist die morgendliche Übelkeit meist am schlimmsten in der ersten Schwangerschaft. Sie tritt zwar auch in späteren Schwangerschaften noch auf, kommt dann aber meist eher in einer gemilderten Form vor. Dies kann, wie schon erwähnt, daran liegen, dass Frauen, die zum ersten Mal Mutter werden, oft gestresster sind als die, die schon Erfahrung mit diesem Erlebnis gemacht haben. Es kann jedoch auch daran liegen, dass der Körper einfach bei der zweiten Schwangerschaft besser auf den Ansturm von Schwangerschaftshormonen vorbereitet ist als bei der ersten Schwangerschaft.


Pregnant woman lying on bed


Kann morgendliche Übelkeit meinem Baby schaden?

Die morgendliche Übelkeit ist definitiv keine angenehme Erfahrung für dich. Da liegt es nahe, sich zu fragen, ob bei all der damit verbundenen Unruhe, der Anspannung und dem Erbrechen auch dein Baby darunter leidet. Die gute Nachricht ist: Nur weil dir schlecht ist, heißt das noch lange nicht, dass auch deinem Baby schlecht ist oder dass es dadurch geschädigt wird.


Ein weiterer, beruhigender Faktor ist, dass die morgendliche Übelkeit meist am schlimmsten im ersten Trimester ist. Das bedeutet, dass du dir keine Gedanken darum machen musst, zu wenig Nahrung zu dir zu nehmen. Der Fötus ist in dieser Zeit nämlich noch so klein, dass seine Ernährungsbedürfnisse nicht wesentlich mehr sind, als deine eigenen. Selbst wenn du in dieser Zeit also Gewicht verlierst, schadet dies deinem Baby nicht, solange du später in der Schwangerschaft wieder zunimmst.

Wenn du jedoch an dem oben beschriebenen HG leidest, oder deine morgendliche Übelkeit so schlimm ist, dass du weder Lebensmittel noch Flüssigkeiten in dir behalten kannst und/oder dies bis ins zweite Trimester und später andauert, solltest du dringend einen Frauenarzt, deinen Hausarzt oder deine Hebamme aufsuchen. Diese können feststellen, ob du besondere Vorsichtsmaßnahmen ergreifen musst, um dem Baby nicht nachhaltig zu schaden und natürlich auch, damit die morgendliche Übelkeit keine negativen Folgen, wie Unterernährung oder Flüssigkeitsmangel, für dich hat.

Learn more: Ask Lola&Lykke Experts questions about maternal health.


Ist es schlimm, wenn ich keine Morgenübelkeit habe?

Du bist vermutlich mit dem Glauben aufgewachsen, dass morgendliche Übelkeit ein ganz normaler Teil der Schwangerschaft ist. Daher bist du möglicherweise verwirrt oder sogar besorgt, wenn du diese in deiner Schwangerschaft nicht erlebst. Die gute Nachricht ist, dass das Fehlen von morgendlicher Übelkeit nichts anderes, als Grund zum Feiern ist. Denn obwohl morgendliche Übelkeit in der Schwangerschaft durchaus üblich ist, erleben bis zu 25% der schwangeren Frauen diese überhaupt nicht. Wenn du also problemlos alles essen kannst, wie bisher, ist dies nicht sonderbar, du hast einfach nur Glück! Mache dir also um das Fehlen von morgendlicher Übelkeit keine Sorgen. Im Gegenteil: Danke einfach deinen Glückssternen und genieße deine Schwangerschaft in vollen Zügen.

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