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Lola&Lykke Expertinnen antworten: Was du über unfreiwillige Kinderlosigkeit wissen musst

* von Psychotherapeutin Jenni Huhtala


Ungewollte Kinderlosigkeit wird oft als ein rein physiologisches Problem angesehen, obwohl das nicht immer der Fall ist. Kinderlosigkeit kann auch durch äußere Umstände verursacht werden. In diesem Fall wünschst du dir vielleicht Kinder, bist aber aus bestimmten Gründen in deinem Leben nicht in der Lage, sie zu bekommen.

Vielleicht hast du keinen geeigneten Partner gefunden, wenn die biologische Uhr zu ticken beginnt. Vielleicht hast du einen Partner gefunden und die Beziehung ist gut und zufriedenstellend, aber eure Wünsche nach Elternschaft und der gewünschte Zeitpunkt passen nicht zusammen. Auch die sexuelle Orientierung kann es erschweren, Eltern zu werden. In der Tat gibt es viele verschiedene Gründe für ungewollte Kinderlosigkeit.

Involuntary childlessness due to external factors

Unfreiwillige Kinderlosigkeit

Kinderlosigkeit, die durch äußere Umstände verursacht wird, kann vielerlei schwierige Gefühle mit sich bringen. Jede Erfahrung ist natürlich einzigartig, aber es gibt viele erkennbare, gemeinsame emotionale Erfahrungen. In meiner klinischen Praxis habe ich oft Folgendes erlebt:

  • - Traurigkeit. Manchmal verzögert sich diese Reaktion, z. B. wenn die Elternschaft viele Jahre lang nicht die höchste Priorität hatte. Dennoch kann die Traurigkeit auch später noch auftreten und überwältigend sein.
  • - Das Gefühl, ein Außenseiter zu sein. Das gilt vor allem, wenn enge Freunde und Verwandte Kinder haben und sich alle Gespräche mit ihnen um das Familienleben drehen.
  • - Einsamkeit oder die Angst davor. Das betrifft vor allem Menschen, die kinderlos sind, weil sie keinen Partner haben. Andererseits kann sich auch jemand in einer Beziehung mit seiner Trauer allein fühlen, wenn der Partner freiwillig keine Kinder haben möchte.
  • - Gefühle der Wertlosigkeit. Wenn es für Menschen wichtig und sinnvoll ist, Eltern zu werden, kann die Unfähigkeit dazu manchmal Gefühle der Wertlosigkeit auslösen. Das ist oft der Fall, wenn jemand unfreiwillig kinderlos ist. Diese Gefühle können schnell aufkommen und sehr verwirrend sein.
  • - Die "Unsichtbarkeit" der Traurigkeit. Manchmal fällt es Verwandten und Freunden schwer, die Traurigkeit über die Kinderlosigkeit eines Menschen zu verstehen; wie kann man sich ein Kind wünschen, wenn man nicht einmal einen Partner hat?
  • - Gefühle des Versagens. Sie treten häufig auf, wenn das Leben in Bezug auf Beziehungen oder die Familiengründung nicht so verlaufen ist, wie ursprünglich geplant.
  • - Scham. Scham ist mit Versagensgefühlen verknüpft. Diese Gefühle können durch Kommentare anderer Menschen bei der Partnersuche oder der Gründung einer Familie entstehen.
  • - Schuldgefühle. Menschen fühlen sich manchmal schuldig wegen früherer Entscheidungen - warum habe ich nicht schon eher versucht, ein Kind zu bekommen?
  • - Gefühle der Unwürdigkeit. Warum bin ich als Partner/Ehepartner/Mutter/Vater/Adoptiveltern/Kandidat für eine Unfruchtbarkeitsbehandlung nicht geeignet?
  • - Jemanden zu vermissen, der nicht da ist. Dieses Gefühl kann sich sogar als körperlicher Schmerz äußern.

 

Unintended childlessness is traumatizing

Wie du mit ungewollter Kinderlosigkeit umgehen kannst

Es gibt verschiedene Lösungen für ungewollte Kinderlosigkeit. Welche davon verfügbar sind, hängt jedoch stark von anderen Lebensfaktoren ab. Alleinstehende Frauen können eine künstliche Befruchtung mit gespendeten Zellen oder eine Adoption anstreben, aber der Zugang dazu ist nicht selbstverständlich. Manchmal können gesundheitliche, finanzielle oder andere Gründe das eine oder das andere oder sogar beides verhindern. Ein Partner wird als wichtiger Faktor bei der Planung eines Babys angesehen. Alleinstehenden Frauen wird IVF oft erst zu einem späteren Zeitpunkt angeboten, wenn die Zeit für eine natürliche Empfängnis langsam abläuft.

Auch weibliche Paare können sich einer IVF unterziehen, in der Regel mit den gleichen gesundheitlichen und finanziellen Voraussetzungen wie alleinstehende Frauen. Männliche Paare und alleinstehende Männer bleiben oft gegen ihren Willen kinderlos. Einige homosexuelle Paare entscheiden sich für die gemeinsame Elternschaft mit einem anderen homosexuellen Paar des anderen Geschlechts. Leihmutterschaft ist in einigen Ländern eine Option, aber in Deutschland und Finnland z. B. illegal.

Seek peer support when need help with involuntary childlessness

In all den oben genannten Situationen kann ich dir wärmstens empfehlen, dir Unterstützung von anderen Betroffenen zu holen. Das kann helfen, mit einer schwierigen Situation umzugehen und verschiedene Lösungen zu finden und zu verstehen. Organisationen wie Gateway Women bieten eine globale Community, in der du deine Gefühle teilen kannst. Auch Psychotherapeut:innen können helfen, mit der Trauer über ungewollte Kinderlosigkeit umzugehen.

*Jenni Huhtala ist die Psychotherapeutin von Lola&Lykke, Expertin für Unfruchtbarkeit und Fehlgeburten. Jenni bietet Unterstützung bei der Bewältigung des psychischen Stresses, der durch ständige Schwangerschaftsversuche, Unfruchtbarkeitsbehandlungen und den Adoptionsprozess verursacht wird. Zu ihrem Fachgebiet gehört es auch, Partnerschaften beim Umgang mit den emotionalen Auswirkungen der Unfruchtbarkeit zu unterstützen.

Lola&Lykke's expert Jenni Huhtala

Brauchst du einen Rat oder möchtest du mit jemandem über ungewollte Kinderlosigkeit reden? Frag die Lola&Lykke-Expertinnen. Wir bieten Müttern eine persönliche Plattform, auf der sie ihre Gedanken austauschen und Fragen zur Mutterschaft und zur Gesundheit von Müttern stellen können - alles auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basierend und kostenlos.

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