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Lola&Lykke Experts Answer: How long does it take to fully recover after pregnancy?

  Von Johanna, Physiotherapeutin

"Wann werde ich nach der Schwangerschaft wieder normal sein?" ist eine häufige Frage für Schwangere und frischgebackene Mütter. Im Zeitalter der sozialen Medien mit Influencern und Berühmtheiten, die nur wenige Wochen nach der Geburt einen flachen Bauch haben, fühlen sich viele Frauen unsicher, wie lange es dauert, bis sie wieder gesund sind. Wir müssen verstehen, dass der Heilungsprozess viel mehr ist, als nur das Gewicht von vor der Geburt wieder zu erreichen oder einen flachen Bauch zu haben. Es geht darum, sich in der eigenen Haut wohl zu fühlen, ohne Schmerzen und Beschwerden zu agieren und generell wieder mit sich selbst zufrieden zu sein.

Die Genesungszeit ist sehr individuell und es gibt viele Faktoren, die eine Rolle spielen. Deshalb ist es unmöglich zu sagen, wann DU vollständig genest und "zurück zur Normalität" gelangst. Die Heilung braucht Zeit. Sie wird nicht über Nacht eintreten. Es hat neun Monate gedauert, ein Baby zu gebären und in der Regel dauert es mindestens so lange wieder in Form zu kommen.

Schauen wir uns die Faktoren an, die bei Ihrer Genesung eine Rolle spielen.

Nach der Entbindung

Nach der Entbindung finden im Körper der Frau große körperliche Veränderungen statt. Unmittelbar nach der Entbindung beginnt die Gebärmutter zu schrumpfen und nimmt etwa sechs Wochen später wieder ihre ursprüngliche Größe an. Dadurch können die inneren Organe wieder ihren Platz finden und auch das Atmen wird erleichtert, da die Lungen mehr Platz bekommen. Die voneinander getrennten Bauchmuskeln, die Diastasis recti, beginnen sich langsam zu erholen und finden ihren Weg zueinander. Es ist bekannt, dass sich die Bauchmuskeln in den ersten zwei Monaten am schnellsten erholen, aber es kann noch mindestens ein Jahr (und sogar länger, wenn die Entfernung sehr groß war) nach der Entbindung vorkommen.

Die Beckenbodenmuskeln und die Scheidenmuskeln werden während der Geburt gedehnt und es kann zu Rissen und Blutergüssen kommen. Die Scheide ist jedoch gut durchblutet und heilt in der Regel schnell ab, ohne Narben zu hinterlassen. Auch die Schwellung der Scheidenwände in der Schwangerschaft geht schnell zurück. Die vaginale Erholung nach der Geburt dauert einige Wochen und die Beckenbodenfunktion kehrt in der Regel innerhalb der ersten zwei bis drei Monate zur Normalität zurück. Die Erholung nach einer Geburt dauert jedoch noch mindestens ein Jahr an.

Nach einem Kaiserschnitt müssen die Gebärmutter, die Bauchdecke und die Haut heilen. Die erste Heilung erfolgt innerhalb von 4 bis 6 Wochen nach der Entbindung, setzt sich aber auch danach fort.

Hormonelle Veränderungen

Nach der Geburt des Babys und der Plazenta sinkt dein Hormonspiegel drastisch und es beginnt ein langer Prozess der Umstellung vom Wachsen und Gebären eines Babys bis hin zum Stillen und zur Erholung deines Körpers. Einige deiner Hormone sinken von ihrem Höchststand auf den Tiefststand. Diese enorme hormonelle Umstellung ist der Grund dafür, dass du möglicherweise plötzliche Stimmungsschwankungen und Emotionen erleben. Sie kann auch zum "Babyblues" führen, d. h. zu Stimmungsschwankungen, Angstzuständen, Traurigkeit oder Reizbarkeit, die in der Regel binnen etwa einer Woche nach der Geburt wieder abklingen. Wenn die Symptome länger anhalten oder sich intensiv anfühlen und dein tägliches Leben beeinträchtigen, leidest du möglicherweise an einer postpartalen Depression. Wenn du damit zu kämpfen habst, solltest du mit deiner Hebamme oder Arzt sprechen, um Möglichkeiten der Verarbeitung zu besprechen. Es ist wichtig sich daran zu erinnern, dass eine postpartale Depression ein vorübergehender Zustand ist, der sich mit der richtigen Unterstützung mit der Zeit bessern wird.

Nach der Entbindung verändert sich nicht nur deine Psyche, sondern durch hormonelle Veränderungen werden auch deine Knochen und Gelenke belastet. Während der Schwangerschaft bildet dein Körper ein Hormon namens Relaxin. Wie der Name schon sagt, entspannt Relaxin bestimmte Komponenten des Muskelskelettsystems. Es verringert die Steifheit von Knorpeln, Gelenken und Sehnen und sorgt für Laxheit (Lockerheit) im Bindegewebe. Der wesentliche Zweck dieses Hormons besteht darin, das Heranwachsen des Babys in der Gebärmutter zu ermöglichen. Zusätzlich wird das Becken gelockert, um die Geburt zu erleichtern.

Leider ist Relaxin hinsichtlich der Lockerung der Gelenke unspezifisch. Es wirkt sich auf alle Bänder im Körper aus. Aus diesem Grund fühlen sich viele Gelenke schlaffer an und es kann zu Instabilitäten oder Schmerzen kommen, zum Beispiel in den Knien, im Becken oder im Rücken.

Zwar sinkt nach der Geburt der Relaxinspiegel erheblich, doch bleibt er noch einige Monate (5-12) nach der Entbindung erhöht. Das bedeutet, dass du möglicherweise anfälliger für Verletzungen bist, da sich dein Muskelskelettsystem in einem weniger stabilen Zustand befindet. Aus diesem Grund solltest du nach der Geburt besonders vorsichtig sein, wenn du mit hohem Einsatz trainieren. Es ist jedoch wichtig, während der Schwangerschaft und nach der Geburt weiterhin behutsam zu trainieren, damit du dir deines Körpers bewusster wirst, dich stark fühlst und besser erholen kannst.

Deine Ziele und Aktivitätsniveau während und nach der Schwangerschaft

Das Gefühl, "vollständig genesen" zu sein, kann für jeden Menschen etwas anderes bedeuten. Manche sind zufrieden, wenn sie einen Bus erwischen können, ohne einen Urinverlust zu erleiden, und andere fühlen sich erst dann vollständig erholt, wenn sie wieder so schwere Gewichte heben können wie vor der Schwangerschaft oder einen Marathon laufen. Wie auch immer dein Ziel aussieht, es ist wichtig, dass du dich in kleinen Schritten darauf zubewegst und die Belastung und Intensität allmählich steigerst.

Being active after you have your baby will improve your health and mood and aids your recovery. In the first weeks and months of motherhood, the main emphasis is on recovering from childbirth and getting used to a new life situation. However, it is important to gradually return to exercise.

Breathing exercises and finding the connection to your pelvic floor muscles can be started right after the delivery. Then you can gradually start adding some home exercises and stroller walks into your routine. Right after childbirth, jumps, maximum load and effort exercises, and sports involving rapid changes of direction, such as ball games, should be avoided, as joint instability and tissue softness affect the body for several months after birth. Returning to these kinds of activities should always happen gradually and after the basic strength has been built back.

In both training and everyday life, it is important to consider the control of the core and to try to maintain a good posture, for example when lifting, carrying, and breastfeeding the baby. In this way, you`ll promote the recovery of your abdominal muscles and prevent back pain. If your core and back need more support or you had a C-section, a support band can be helpful.

Your general wellbeing

There are a lot of physical changes happening after the childbirth, but the mental adjustment to a new life situation plays just as big role in the recovery. A new mum needs to learn many new skills in a short time and adapt to the new role as a mother.

Childbirth and altered circadian rhythms expose the mother to fatigue, which is a significant risk to maternal wellbeing and might slow down your recovery. Everyone knows how hard it is to function after a bad night of sleep. What about after several months of bad sleep? However, it`s good to remember that exercising, even if it`s just a short walk outside in the fresh air, helps with your recovery, is a real mood booster, and actually aids better sleep, too. Healthy, nutritional food also plays a big role in your general wellbeing. As a breastfeeding mum, you are recommended an extra 450 to 500 kcal of nutritious food calories per day, compared with the amount you would have consumed before pregnancy.

After baby is born the focus often changes to the newborn and mothers easily put their own needs on the side. While you might feel like your every waking hour is spent caring for your baby, it’s important to look after yourself as well. This can mean small things, like taking a nap, having a special relaxing bath – or it can be more significant, like getting a babysitter occasionally, and going out for a dinner date with your spouse. 

 As you see there are many factors that affect your recovery and that`s why there is no magical time limit for “being fully recovered” from childbirth. Many think that the 6-week postpartum check-up gives you the green card to start exercising as normal again. While this is a good time mark for the doctor to check how the wounds are healing and see how you`re generally feeling, it is not a check-up to measure your body`s strength or functionality. Any unpleasant symptoms that persist after the first postpartum appointment with a doctor warrant another appointment. A visit to a specialist, such as a pelvic floor or maternity physiotherapist, can help with long-term recovery.

It is incredible how a woman`s body changes and adapts to everything during and after pregnancy and is able to create a new human from scratch. We need to appreciate that and stop being so hard on ourselves.

Don’t compare yourself and your body to your former self at a time when your body is going through tremendous changes. And do yourself a favour and at least don't compare yourself to anyone else. Remember that everyone’s starting points are different, as are pregnancies, genes, deliveries, and babies.

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