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Alles, was du über den Kaiserschnitt wissen solltest

Ganz egal, ob du deine Geburt schon genauestens geplant und vorbereitet hast und ungern von diesem Plan abweichen möchtest, oder ob du der Geburt ganz entspannt und flexibel entgegenblickst – planen kann man die Entbindung sowieso nicht. Selbst wenn du eine vaginale Entbindung zu Hause mit minimalem medizinischen Eingriff und ohne Medikamente geplant hast, kann es passieren, dass du einen Kaiserschnitt benötigst. In Großbritannien werden immerhin 28% der Babys so auf die Welt gebracht.

Ob du also bereits weißt, dass du einen Kaiserschnitt haben wirst, oder du dich einfach auf den Ernstfall vorbereiten möchtest: in diesem Artikel verraten wir dir alles, was man über den Kaiserschnitt wissen solltest.

Was ist ein Kaiserschnitt?

Bei einem Kaiserschnitt wird das Baby durch einen chirurgischen Eingriff, mithilfe von Einschnitten in Bauch und Gebärmutter, entbunden. Im Gegensatz steht hierzu die vaginale oder natürliche Geburt. Wie oben erwähnt, kommen Kaiserschnitte relativ häufig vor. Da ein solcher Eingriff jedoch immer noch eine große invasive Operation ist, werden Kaiserschnitte in der Regel nur in Situationen empfohlen, in denen sie auch tatsächlich medizinisch notwendig sind.

Geplanter, Notfall- oder Wahl-Kaiserschnitt

In bestimmten Fällen können Ärzte bereits im Vorfeld voraussagen, dass eine Frau über einen Kaiserschnitt gebären muss. In diesem Fall kannst du dich rechtzeitig darauf vorbereiten und dies frühzeitig planen. Mögliche Gründe für geplante Kaiserschnitte sind:

  • - Wenn die Mutter unter bestimmten Erkrankungen wie Herzerkrankungen, Diabetes, Bluthochdruck oder Nierenerkrankungen leidet, die die vaginale Entbindung für den Körper gefährlich belasten
  • - Wenn die Mutter bestimmte Infektionen wie HIV oder aktiven Herpes Genitalis hat, die während der vaginalen Geburt auf das Baby übertragen werden können
  • - Wenn das Baby bestimmte Gesundheitsfaktoren aufweist, z. B. angeborene Erkrankungen oder Makrosomie, oder wenn das Baby zu groß ist, um sicher durch den Geburtskanal zu passen
  • - Wenn die Mutter stark übergewichtig, fettleibig oder geriatrisch schwanger ist
  • - Wenn das Baby bei der Geburt verletzt werden könnte, da es in einer falschen Position liegt und nicht gedreht werden kann
  • - Wenn es Probleme mit der Plazenta gibt, wie die Plazenta Previa, wenn die Plazenta den Gebärmutterhals teilweise oder vollständig blockiert, oder wenn die Plazenta von der Uteruswand getrennt ist
  • - Wenn die Mutter mehrere Kinder gleichzeitig zur Welt bringt
  • - Wenn die Mutter zuvor einen Kaiserschnitt hatte

 

Nicht alle diese Szenarien erfordern immer definitiv einen Kaiserschnitt – aber sie sind oft Teil der Entscheidung.

Häufiger kommt es jedoch vor, dass ein Kaiserschnitt spontan und ohne vorherige Planung vorgenommen werden muss. Es gibt hierfür ganz verschiedenste Gründe, die während der Schwangerschaft oder Entbindung auftreten können. Beispielsweise kann eine Frau einen ungeplanten Kaiserschnitt benötigen, wenn:

  • - Sie Kontraktionen hat, aber ihr Gebärmutterhals sich auch nach 24 Stunden noch nicht ausgedehnt hat
  • - Ihr Gebärmutterhals sich erweitert hat, aber nicht vollständig geöffnet ist
  • - Das Baby zu groß wird, um durch das Becken zu passen
  • - Das Baby in Not oder Gefahr ist
  • - Die Mutter zu erschöpft ist, um weiter zu pressen
  • - Die Gebärmutter reißt
  • - Die Nabelschnur vor dem Baby austritt, wodurch die Sauerstoffversorgung des Babys unterbrochen werden kann


In einigen Fällen entscheidet sich auch die Mutter bewusst dafür, einen elektiven Kaiserschnitt zu haben. Zwar gibt es einen derzeitigen medizinische Konsens darin, dass Kaiserschnitte vermieden werden sollten, es sei denn, sie sind medizinisch notwendig, dennoch kommt es manchmal zu einem Wahl-Kaiserschnitt, beispielsweise wenn die Angst vor Wehenschmerzen oder der Wunsch, an einem bestimmten Tag ein Kind zur Welt zu bringen sehr stark sind. Solltest du auch mit diesem Gedanken spielen, solltest du mit deinem Arzt ausführlich über dieses Thema sprechen und es dir wirklich gut überlegen, ob du nicht doch eine natürliche Geburt in Betracht ziehst.

So bereitest du dich auf einen Kaiserschnitt vor

Wenn du einen geplanten Kaiserschnitt vor dir hast, gibt es definitiv einige Dinge, die dir bei der Vorbereitung auf diesen helfen können. Wie oben erwähnt, sind Kaiserschnitte eine richtige Operation und somit eine ziemlich große Sache. Auch wenn sie häufig vorkommen, solltest du den Eingriff ernst nehmen und dein Bestes tun, um so gut wie möglich auf die Operation vorbereitet zu sein.

Wie bei jeder Operation wird dein Arzt dich vor deinem Kaiserschnitt um einige Dinge bitten, um das Risiko von Komplikationen zu verringern. Dies beinhaltet beispielsweise, dass du acht Stunden vor dem Eingriff nichts mehr isst.

Wenn du dich im Vorfeld etwas besser vorbereiten möchtest, kannst du einen extra Geburtsplan für einen Kaiserschnitt erstellen. Hier sind einige Dinge, die du dabei frühzeitig in deine Planung mit einbeziehen solltest:

  • - Entscheide von Anfang an, wen du während der Geburt bei dir haben möchtest
  • - Entscheide, ob du die Geburt fotografieren oder filmen möchtest, und hole dafür die Erlaubnis deines Arztes ein
  • - Entscheide, ob du die Geburt deines Kindes per Kamera miterleben möchtest und sprich im Vorfeld mit deinem Arzt darüber
  • - Bespreche mit deinem Arzt, wie deine Schnitte geschlossen werden und wie die Wunden später schnell heilen
  • - Packe eine Tasche mit einigen Dingen zur Unterhaltung, hoch taillierten Baumwoll- oder Einwegunterhosen, einem Bademantel, einem Nachthemd, Hausschuhen, Preiselbeersaft (dieser verringert das Risiko von Harnwegsinfektionen nach dem Katheter) und lockerer Kleidung, die keinen Druck auf deine Wunde ausübt.


Du verspürst möglicherweise den Drang, dich vor der Operation im Intimbereich zu rasieren. Ärzte raten hiervon jedoch in der Regel ab, da eine Rasur winzig kleine Verletzungen der Haut mit sich führen kann, die bei der Operation das Risiko einer Infektion erhöhen. Sollte eine Rasur nötig sein, wird eine Krankenschwester dies vor der Operation im sterilen Umfeld tun.

Du hast noch Fragen? Frage einfach die Experten von Lola & Lykke nach dem Kaiserschnitt und wie man sich am besten darauf vorbereitet.

 Was passiert beim Kaiserschnitt genau?

Ein weiterer wichtiger Aspekt bei der Vorbereitung auf den Kaiserschnitt ist natürlich die Aufklärung über das Verfahren selbst. Hier kommt eine Übersicht über den Prozess des Kaiserschnitts – von Anfang bis Ende.

Geplante und Notfall-Kaiserschnitte unterscheiden sich in der Regel im Ablauf nicht und sind im Allgemeinen recht sicher. Es wird dich vielleicht verwundern aber wusstest du, dass Mütter bei dem Einschnitt nicht unter Vollnarkose gestellt werden? Tatsächlich sind sie wach und wissen, was um sie herum passiert. Daher kannst du auch trotz eines Kaiserschnittes bei der Geburt deines Kindes dabei sein und dein Baby so von Anfang an in die Arme schließen. Wach und voll bei Sinnen. 

Aber keine Sorge, natürlich erhältst du eine Lokalanästhesie in Form einer Epidural- oder Wirbelsäulenblockade, sodass du nichts in deinem Unterkörper spürst. Anschließend werden dein Bauch und Unterleib vorbereitet. Die Bereiche werden gewaschen, möglicherweise rasiert und dir wird ein Katheter in die Blase und eine Infusion in den Arm gelegt.

Dann wirst du in den Operationssaal gebracht. Deine Begleitperson wird sich eine Maske und sterile Krankenhaus Kleidung anziehen müssen. Sofern du nichts anderes mit deinem Arzt abgesprochen hast, wird ein Vorhang über deinen Bauch gespannt, sodass du den Eingriff selbst nicht sehen kannst. Dein Begleiter kann in deiner direkten Nähe stehen und deine Hand halten. Es werden einige verschiedene medizinische Mitarbeiter im Raum sein, darunter ein Anästhesist und einige Krankenschwestern.

Dann beginnt das eigentliche Verfahren. Der Arzt macht hierbei in der Regel einen 4 bis 6 Zoll großen Schnitt direkt über der Stelle, an der dein Schamhaar endet. Ein weiterer Schnitt wird im unteren Teil der Gebärmutter gemacht. Es gibt nun zwei verschiedene Arten von Kaiserschnitten:

  • Niedriger Querschnitt. Dieser Inzisionstyp wird in 95% der Kaiserschnitte angewendet und liegt im unteren Teil der Gebärmutter, wo der Muskel dünner ist. Dies führt zu weniger Blutungen und Einrissen bei eventuellen zukünftigen vaginalen Geburten
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  • - Vertikaler Einschnitt. Dieser zieht sich durch die Mitte deiner Gebärmutter und wird nur dann angewendet, wenn sich das Baby in einer ungewöhnlichen Position befindet, z. B. besonders tief unten in der Gebärmutter.
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Nun ist es endlich so weit: Das Wunder der Geburt beginnt. Nach dem Absaugen von Fruchtwasser greift der Arzt wortwörtlich in dich hinein, fühlt nach dem Kopf deines Babys, drückt dabei auf die Oberseite deiner Gebärmutter und führt das Baby so auf sanftem Weg auf die Welt. Dann wird die Nabelschnur durchgeschnitten und die Plazenta entfernt. Zu diesem Zeitpunkt bist du jedoch wahrscheinlich schon vollauf damit beschäftigt, dein kleines Bündel Freude in den Armen zu halten und kennenzulernen.

Alles in allem dauert der gesamte Vorgang etwa 30-45 Minuten. Nach dem großen Ereignis der Entbindung wird dein Baby dann zur Reinigung gebracht. In der Zwischenzeit wird dein Arzt, nach einer Überprüfung, ob alle Organe in Ordnung sind, die Gebärmutter mit resorbierbaren Stichen und deinen Bauch mit Stichen oder chirurgischen Klammern vernähen.

Du verbringst ungefähr eine Stunde im Aufwachraum, während die Anästhesie langsam nachlässt. In dieser Zeit erhältst du Sauerstoff und möglicherweise Antibiotika und Oxytocin, ein Hormon, das bei der Reduzierung von Blutungen hilft und die Gebärmutter dazu anregt, sich wieder auf ihre normale Größe zurückzuziehen. Möglicherweise verspürst du nun einen Juckreiz. Vielleicht ist dir auch übel oder du fühlst dich benommen oder schummerig. Wenn dies der Fall sein sollte, frage am besten eine Krankenschwester um Rat. Diese kann dir in der Regel etwas verabreichen, damit du dich wohler fühlst.

Frage auch gleich nach, ob du dein Baby bereits zum ersten Stillen sehen kannst. Der Hautkontakt ist in diesen ersten Stunden etwas ganz Besonderes und sehr wichtig für die Mutter-Kind-Bindung. Außerdem möchtest du deinen Sohn oder deine Tochter jetzt vermutlich sowieso unbedingt bei dir haben. Zögere also nicht, dies auch zu äußern und bitte die Krankenschwester oder den Arzt ruhig direkt um die wertvolle frühzeitige Bindungszeit. Wenn weder du noch dein Baby eine dringende sofortige medizinische Behandlung benötigen, sollte dies eigentlich kein Problem sein.

Du möchtest noch mehr erfahren? Hier findest du alles zur frühen Mutter-Kind-Bindung und zum wichtigen Haut-zu-Haut-Kontakt in den ersten Monaten.

Erholung und Genesung von einem Kaiserschnitt

Da es sich um eine größere Operation handelt, kann die Genesung nach einem Kaiserschnitt schwierig sein und etwas dauern, insbesondere wenn du nicht damit gerechnet hast und dich daher nicht körperlich und seelisch darauf vorbereitet hast. Im Durchschnitt verbringen die meisten Mütter drei bis vier Tage im Krankenhaus, um sich von einem Kaiserschnitt zu erholen.

Am Tag des Kaiserschnitts selbst musst du dich in jedem Fall erst einmal ausruhen. Es ist am ersten Tag ganz normal, Schmerzmittel zu brauchen. Du wirst natürlich auch Binden gegen die Blutungen tragen. Oftmals wird deine Verdauung am ersten Tag von einem Arzt kontrolliert, indem er oder sie auf eine Flatulenz wartet. Denn diese zeigt an ob deine Organe in Ordnung sind. Es kann sogar sein, dass du gebeten wirst, nichts zu essen, bevor du einmal vor dem Arzt Gas gelassen hast.

Am zweiten Tag wechseln Sie zu oralen Schmerzmitteln, sollte dies nicht bereits am ersten Tag geschehen sein. Außerdem wird der Katheter entfernt. Die Krankenschwestern lassen dich nun aufstehen und herumlaufen, damit deine Muskeln nicht zu sehr erschlaffen. Es wird sich zunächst komisch anfühlen und wahrscheinlich auch hart sein, aber das ist ganz normal – also keine Sorge. Am dritten oder vierten Tag wirst du aus dem Krankenhaus entlassen. Anschließend wird deine Inzision, also die Schnittwunde, nach ein oder zwei Wochen überprüft und nach sechs Wochen steht ein letzter Termin zur Kontrolle an.

Natürlich ist der Kaiserschnitt nicht sofort verheilt und du wirst noch ein wenig mit der Heilung zu tun haben – auch dann, wenn du schon wieder zu Hause bist. Es dauert normalerweise zwischen einem Monat und sechs Wochen, bis du dich körperlich wieder normal fühlst. Solltest du das Gefühl haben, Schmerzmittel helfen dir in dieser Zeit, zögere nicht, diese auch einzunehmen. Nach einem Kaiserschnitt ist es ganz normal, diese zu brauchen. 

Weitere Informationen: Ein Überlebensleitfaden für das vierte Trimester.

Tipps zur Regeneration nach dem Kaiserschnitt

Was die Schmerzen bei der Genesung des Kaiserschnitts betrifft, kannst du dich darauf einstellen, dass sich der Schnitt wund und ziemlich schmerzhaft anfühlt. Besonders husten, lachen oder niesen wird eine Zeit lang sicher nicht deine Lieblingsbeschäftigung. Du musst in der ersten Zeit nach einem Kaiserschnitt darauf achten, deine Bauchmuskeln nicht zusätzlich zu belasten. Das bedeutet, dass du jetzt nichts Schweres heben darfst. Mit Ausnahme natürlich deines Babys. Es kann hilfreich sein, mit einem Kissen, mit deinen Händen oder mit einem Bauchwickel leichten Druck auf deinen Schnitt auszuüben. Mit der richtigen Technik kann dies deine Schmerzen lindern. Auch Taubheit und ein wundes, geschwollenes Gefühl sind jetzt ganz normal. Kühlung (von innen oder außen) kann in dieser Situation wahre Wunder wirken.

Weitere Linderung und eine schnellere Genesung nach dem Kaiserschnitt verspricht außerdem ein Stützband wie der postpartale Stützgürtel von Lola & Lykke. Der Gurt kann direkt nach dem Kaiserschnitt getragen werden und unterstützt und beschleunigt den Genesungsprozess nach einer Bauchoperation. Der Stützgürtel stabilisiert den gesamten Beckenboden- und Rumpfbereich und schützt die Wunde des chirurgischen Eingriffs. Er hilft außerdem beim Zusammenhalten der Bauchmuskeln und erhöht die Durchblutung an der Operationsstelle, was die Heilung fördert und Schwellungen verringert.

Mehr erfahren: Was ein postpartaler Stützgürtel für deinen Körper nach der Geburt tun kann.


 

Auch die Narbenbildung solltest du nach einem Kaiserschnitt im Auge behalten. Achte hierbei auf vermehrte Schmerzen, Schwellungen, Rötungen, Drainage, Fieber und Schüttelfrost. Wenn du eines dieser Symptome bemerkst, sprich bitte sofort mit deinem Arzt. In Bezug auf die Pflege der Schnittwunde nach einem Kaiserschnitt solltest du die Wunde stets sauber und steril halten und bevorzugt lockere Kleidung aus weichen natürlichen Materialien tragen, die nicht an der Wunde reibt.

An und für sich ist es gut, sich so bald wie möglich nach einem Kaiserschnitt wieder zu bewegen. Das heißt aber nicht, dass du sofort wieder in dein gewohntes Sportprogramm einsteigen solltest. Sprich mit einem Arzt darüber, welche Übungen jetzt für dich geeignet sind, um deine Muskulatur langsam wiederaufzubauen. In der Zwischenzeit helfen schon kleine Bewegungsabläufe wie das Herumlaufen in der Wohnung oder beim Spaziergang, kleine Bewegungen der Beine oder Kegelübungen bei der Regeneration.

Und ganz wichtig: achte jetzt auch mal auf dich! Ja, du hast gerade ein Baby bekommen, was deine volle Aufmerksamkeit fordert. Dennoch: Sei emotional und körperlich sanft mit dir. Gönne dir auch mal einen Tag Erholung. Die Heilung nach Kaiserschnitt ist schwer und braucht Zeit! Es ist normal, dass sich diese Zeit wie ein Kampf anfühlen kann. Fühle dich daher nicht schlecht, auch mal um Hilfe zu bitten, wenn du diese brauchst. Pass auf dich auf. Bewege dich langsam und vorsichtig. Sei geduldig. Iss gesunde Lebensmittel (Ballaststoffe sind jetzt besonders wichtig!). Erlaube dir, deine Gefühle zu fühlen. Es wird alles gut, das darfst du uns ruhig glauben.

Hier erfährst du mehr zum Thema sicheres Training nach der Geburt.

Risiken und Vorteile von Kaiserschnitten

Obwohl Kaiserschnitte sehr ernst und intensiv sind, haben sie auch durchaus ihre Vorteile. Hier haben wir für dich einige Vor- und Nachteile von Kaiserschnitten aufgelistet:

Vorteile: 

  • - Ein Baby, das über einen Kaiserschnitt geboren wurde, hat einen runden Kopf anstelle eines kegelförmigen, da es sich nicht durch den Geburtskanal quetschen muss
  • - Du vermeidest einen Teil des (buchstäblichen) Verschleißes des vaginalen Bereiches im Vergleich zu einer natürlichen Geburt
  • - In einigen Situationen sind Kaiserschnitte sicherer als vaginale Geburten
  • - Du hast ein Kind entbunden und ihr seid beide glücklich und gesund, was zweifellos ein Grund zum Feiern ist! Kaiserschnitte sind nicht weniger legitim als vaginale Entbindungen
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Nachteile: 

  • - Du hast eine bleibende Narbe, die jedoch mit der Zeit verblasst und im Allgemeinen so niedrig auf deinem Becken liegt, dass sie leicht zu verbergen ist
  • - Die Erholungszeit ist länger als bei einer vaginalen Geburt
  • - Du hast alle Risiken einer größeren Bauchoperation, wie Blutverlust, Infektion und Verletzung der umgebenden Organe
  • - Bei einem Kaiserschnitt besteht ein höheres Risiko für Lungenembolien als bei einer vaginalen Geburt
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Eine weitere mögliche Langzeitwirkung von Kaiserschnitten, die es zu erwähnen gilt, ist die Tatsache, dass Kaiserschnitte im Gegensatz zu vaginal geborenen Babys nicht mit den Bakterien ihrer Mutter besiedelt sind. Neugeborenen, die per Kaiserschnitt entbunden werden, fehlen daher normalerweise bestimmte Darmbakterien, die bei gesunden Kindern vorkommen, und sie beherbergen stattdessen schädliche Mikroben, die häufig in Krankenhäusern vorkommen.

Das ist jedoch in den meisten Fällen gar nicht so ernst, wie es sich zunächst anhört. Innerhalb von einigen Monaten nach der Geburt sind die Unterschiede zwischen den Mikrobiomen von Kaiserschnittbabys und vaginal entbundenen Babys nämlich nahezu beseitigt. Bisher haben die Forscher noch keine langfristigen gesundheitlichen Folgen dieser frühen Mikrobiomunterschiede festgestellt.

Wir finden: Das Wichtigste ist, dass du und dein Kind gesund und wohlauf seid. Ob per Kaiserschnitt oder vaginaler Geburt, ob geplant oder unerwartet – Hauptsache es geht allen gut. Eine Geburt ist immer ein einschneidendes und großartiges Erlebnis. Aber eben auch ein nicht immer leichtes. Deswegen gebührt dir in jedem Fall ein großes Lob!

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