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Geburt per Kaiserschnitt: Was Väter und Partner wissen sollten

Eine Geburt perKaiserschnitt ist mit Sicherheit eine nervenaufreibende Erfahrung - für beideElternteile. Am Anfang wirkt die Prozedur wirklich beängstigend! 

Aber wie in vielen Bereichender Elternschaft gilt auch hier: Je mehr du weißt, desto besser. 

Als angehender Vaterhast du bestimmt Angst vor dem, was auf dich zukommt. Um dieses mulmige Gefühl sowohl beidir also auch deiner Partnerin zu überwinden, solltest du dich so gut wie möglich vorbereiten, indem du alle Wissenslücken füllst.

Everything about c-section that Dads should know

Informiere dich über denEingriff, warum er notwendig ist und was er beinhaltet, damit ihr beide bestmöglich vorbereitet seid. 

Damit ihr euch beideso sicher und entspannt wie möglich fühlt, behandeltdieser Leitfaden für Väter alles von der Geburt selbst bis hin zurRegeneration nach dem Eingriff und schließt mit unseren 5 besten Tipps, wiefrischgebackene Väter ihre Partnerin während eines Kaiserschnitts unterstützen können.

Was werdende Väter über einen Kaiserschnitt wissen müssen

Als erstes wollen wirdas Verfahren denjenigen erklären, die damit nicht vertraut sind: Was genau gehört zu einer Kaiserschnittgeburt? 

Ein Kaiserschnitt(lat. Sectio caesarea) ist ein chirurgisches Verfahren zur Entbindung vonBabys, bei dem ein Schnitt durch den Bauch und die Gebärmutter der Mutter gemacht wird, um dasBaby direkt zu erreichen.

Untersuchungen des NHS England zeigen, dass derzeit 25% der schwangerenFrauen in Großbritannien per Kaiserschnitt entbinden. 

Ein Kaiserschnitt kann aus verschiedenen Gründen als Geburtsmethodegewählt werden. Ein „Not-Kaiserschnitt"ist ein Eingriff, der im Notfall aufgrund einer medizinischen Komplikationvorgenommen wird. Dieser ist erforderlich, wenn das medizinische Personal derMeinung ist, dass eine vaginale Geburt eine Gefahr für die Mutter oder das Baby darstellen würde. 

Ein Arzt kann die Mutter aus verschiedenen Gründen zu einemKaiserschnitt raten, zum Beispiel:

  • - Wenn die Mutter gesundheitliche Probleme hat, wie z. B. Diabetes oder Präeklampsie
  • - Wenn eine Komplikation auftritt, z. B. ein enges Becken, eine Plazentaprevia oder eine Steißlage des Babys
  • - HIV oder Herpes bei der Mutter
  • - Gesundheitliche Beeinträchtigungen von Blase,Mastdarm oder des Schließmuskel
  • - Wenn die Mutter Zwillinge bekommt
  • - Wenn die Mutter bereits einen Kaiserschnitt hatte


Alternativ dazu wird der „Wunsch-Kaiserschnitt" immerbeliebter. Dieser Eingriff wird im Voraus geplant, da sich die Mutter für diese Art der Geburt anstelle einer herkömmlichen vaginalen Entbindung entschiedenhat.

Wenn du als Vater mit diesem medizinischem Eingriff nicht vertraut bist, dann hastdu vielleicht schon einmal gehört, dass Prominente für einen Wunsch-Kaiserschnitt kritisiert werden, weil sie angeblich 'zu feinzum Pressen' sind. 

Diese Behauptung, die von der Presse und Internet-Trollen verbreitet wird, ist völlig unzutreffend. EinKaiserschnitt ist alles andere als eine „angenehmeAlternative". Es handelt sich um eine große Bauch-OP, nach der sich der Körper oft sehr langsamregeneriert. Frauen, die einen Kaiserschnitt hinter sich haben, wissen, dass esWochen dauert, bis sie sich körperlich und seelisch vollständig davon erholt haben.

C-section procedure not an easy way out

Darüber hinaus ist diese Mediendebatte nicht nurgrausam und veraltet, sondern sie vereinfacht eine komplizierte Entscheidungmassiv. Außerdem hat jede Frau das Recht, diese Entscheidung zu treffen, ohnesich vor Verurteilungen fürchten zu müssen. 

Vielleicht entscheidet sich deine Partnerin für einen Kaiserschnitt,weil sie zuvor eine schmerzhafte oder anderweitig traumatische Geburt erlebthat. In jedem Fall sind deine Unterstützung und dein Verständnis für ihre Entscheidung von unschätzbarem Wert. Du kannst ihr bei diesem Prozess helfen, indem du sie zuGesprächen mit der Frauenärztin und der Hebamme begleitest. 

Deine Partnerin fragt dich vielleicht, ob sie einen Wunsch-Kaiserschnitt durchführen lassen soll oder nicht. Um sie umfassend beraten zu können, musst du wissen,wie der Kaiserschnitt abläuft. 

Dertypische Ablauf ist wie folgt: 

  • 1. Der Eingriff wird um die38. bis 39. Woche geplant. 
  • 2. Zwei Tage vor der Geburtmuss die Mutter eine Blutprobe abgeben. Sie sollte 6 Stunden vor dem Eingriffnichts mehr essen oder trinken und bekommt Tabletten zur Neutralisierung ihrerMagensäure. 
  • 3. Die Mutter bekommt einenintravenösen Tropf sowie eine Spinal- oder Epiduralanästhesie (d.h. sie ist während der Geburt beiBewusstsein). 
  • 4. Normalerweise wird einSichtschutz aufgestellt, damit die Mutter den Vorgang nicht sehen muss. Es istjedoch sehr wahrscheinlich, dass du das Ganze sehen wirst. Deshalb solltest dudich mental darauf vorbereiten.
  • 5. Der Arzt macht dann denSchnitt durch Bauch und Gebärmutter. Beachte, dassbei diesem Schnitt viel Blut und Fruchtwasser fließen wird. Schließlich wirddas Baby von Hand entbunden, bevor der Bauch der Mutter wieder zusammengenäht wird.

Hilf deiner Partnerin bei der Vorbereitungauf einen Kaiserschnitt

Bei einem Kaiserschnitt wisst ihr - im Gegensatz zur vaginalen Geburt - in derRegel genau, wann euer Baby auf die Welt kommt. 

 Das bedeutet natürlich, dass ihr in der Nacht vor demEingriff mit allen möglichen Emotionen konfrontiert werdet. 

In dieser Phase solltest du deiner Partnerin dabei helfen, sich so ruhig, gelassenund sicher wir möglich zu fühlen.

Husband taking care of wife before c-section

Bei einem Wunsch-Kaiserschnitt kannst du deine Partnerin vorbereiten und unterstützen: 

  • - Packe eine Tasche für's Krankenhaus - Packe die Tasche amVorabend und überprüfe, ob wirklich alles drin ist, was dubrauchst. Häufig werden (in der Aufregung desAugenblicks!) Dinge vergessen, die dich beschäftigen, während du auf die Aufnahme wartest, und eine Kamera, um die ersten Momentezu fotografieren. 
  • - Denke an die Regeln - Erinnere deinePartnerin z. B. daran, 6 Stunden lang nichts zu essen oder zu trinken oder dieTabletten zu nehmen, die ihre Magensäure neutralisieren. 
  • - Besprich die Wünsche deiner Partnerin - Während des Krankenhausaufenthalts vertrittst du eventuell die Wünsche deiner Partnerin und triffst wichtige Entscheidungen für sie. Frage sie also spätestens jetzt, ob siesofort stillen möchte, ob du die Nabelschnur durchtrennen sollst, ob es einen Sichtschutzgeben soll usw.

Wie du deine Partnerin während eines Kaiserschnitts am besten unterstützt

Wenn deine Partnerin keine Vollnarkose benötigt, kannst du während der Geburt bei ihr bleiben - ob es sich um einen Wunsch- oderNotkaiserschnitt handelt. Das bedeutet, dass du während der gesamten Geburt da sein kannst, um deine Partnerin zu beruhigen,ihre Hand zu halten und dafür zu sorgen, dass siesich sicher fühlt.

Dad supporting mum after c-section and postpartum recovery

Wir möchten dich an dieserStelle unbedingt darauf hinweisen, dass du dich auf den blutigen Charakter desEingriffs vorbereiten musst. 

Es fließt viel Blut und Fruchtwasser - das zu sehen und den Schnitt zu hören, wird für dich alles andere als leicht. Der Anblick einer so invasiven OP kannÜbelkeit hervorrufen. Aber auch emotional kann es für dich sehr belastend sein, mitzuerleben, was deine Partnerin durchmacht. 

Wenn du also befürchtest, dass dich das alles überfordert, solltest du dich ein wenig vorbereiten. Überlege dir ein paarStrategien, wie du einen starken Magen und ein ruhiges Äußeres während des Eingriffs bewahren kannst. Das könnte z. B. ein Mantrasein, das du dir selbst sagst, oder eine Achtsamkeitsübung, die dir hilft, dich wieder zu beruhigen. 

Es ist völlig normal, dass Väter in dieser Phase nervös sind (sogar entsetzt!).Falls es dir genau so geht, vertraue auf das medizinische Fachpersonal, dasdieses Prozedere schon unzählige Male durchgeführt hat. 

Undwenn dich der Gedanke an die OP nervös macht, denk daran, dass du so viel oderso wenig sehen kannst, wie du verkraftest. Wenn das bedeutet, dass du mitdeiner Partnerin hinter dem Sichtschutz bleibst, ist das absolut in Ordnung! 

Amwichtigsten ist es für deine Partnerin, dass du während des Kaiserschnitts ruhig bleibst, ihr alle Fragen beantwortest undsie immer wieder beruhigst, damit sie sich sicher und geborgen fühlt. 

Und schließlich sind es normalerweise die Väter, die das Baby zuersthalten dürfen. In diesem Fall solltest du das Baby soschnell wie möglich der Mutter übergeben.

Unsere 5 Tipps für Väter

  • 1. Bereite dich richtigvor. Wie bereits erwähnt, wird es schwer für dich, wenn du sehr empfindlich bist. Aber es ist wichtig, dass du dich sogut wie möglich vorbereitest, damit du für deine Partnerin Ruheund Zuversicht ausstrahlst. Sollte dir zu irgendeinem Zeitpunkt wirklich übel werden, solltest du dich hinter den Sichtschutz zurückziehen, so dass du zwar noch bei deiner Partnerin bist, dich aber wiederberuhigen kannst. 
  • 2. Bitte deinenArbeitgeber, deinen Vaterschaftsurlaub zu verlängern. Wenn deinVaterschaftsurlaub nur ein paar Tage dauern sollte, bitte deinen Arbeitgeber umeine Verlängerung, besonders wenn deine Partnerineinen Notkaiserschnitt hatte. Ein guter Arbeitgeber wird Verständnis für die emotionale Belastung haben, diedieser Eingriff mit sich bringt, und dir erlauben, deiner Frau ein paar Tage länger zur Seite zu stehen. Wenn das nicht möglich ist, kannst du auch darum bitten,eine Zeit lang von zu Hause aus zu arbeiten. 
  • 3. Lass deine Partnerinentscheiden, wann sie wieder Sex haben möchte. Auch wenn die Regeneration etwa 6 Wochenbeträgt, möchte deine Partnerin vielleicht noch eine Weilekeinen Sex, vor allem wenn sie Schmerzen hat oder die Geburt als belastendempfindet. In diesem Fall solltest du ein offenes und ehrliches Gespräch darüber führen, ohne Druck oder Dringlichkeitdeinerseits. 
  • 4. Biete Hilfe beimStillen an. Manche Mütter finden es schwieriger, nach einemKaiserschnitt zu stillen. Als Vater kannst du dieses Problem minimieren, indemdu dem Anästhesisten (vor dem Eingriff) mitteilst,dass die Mutter stillen will. Nach dem Eingriff kannst du deiner Partnerinhelfen, eine bequeme Position zu finden, um das Kind erfolgreich anzulegen. 
  • 5. Verstehe dieemotionale Regenerationsphase. Keine Regeneration ist wie die andere -deiner Partnerin fällt es vielleicht schwer, sich vomemotionalen Stress dieses invasiven Eingriffs zu erholen. Sprich ihr weiterhinMut zu und unterstütze sie, solange wie nötig. Und wenn du merkst,dass sie ernsthafte Probleme hat, hilf ihr, mit ihrer Ärztin, Krankenschwesteroder Psychologin Kontakt aufzunehmen.

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