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Geburtstrauma und Kaiserschnitt - Emotionale und körperlichen Beschwerden nach einer traumatischen Geburt meistern

Für viele Mütter kam ihr Kaiserschnitt völlig unerwartet. Sie haben den Großteil ihrer Schwangerschaft mit ihrer Hebamme über eine vaginale Geburt gesprochen (der Kaiserschnitt wird zwar meist erwähnt, aber selten ausführlich behandelt).

Und als es plötzlich soweit war, kam der Notkaiserschnitt als großer Schock.

Birth trauma and physical and emotional impacts

Auf die Dringlichkeit und die invasive Natur der Operation reagieren viele Frauen verängstigt und völlig unvorbereitet. Daher ist ein Kaiserschnitt für viele Frauen eine große Belastung, sowohl emotional als auch körperlich.

Um frischgebackenen Müttern dabei zu helfen, diese Herausforderungen zu meistern, sich an den richtigen Orten Hilfe zu suchen und ihre Gefühle nach der Geburt zu verstehen, haben wir diesen Leitfaden zum Geburtstrauma nach einem Kaiserschnitt erstellt.

Was ist ein Geburtstrauma und warum tritt es nach einem Kaiserschnitt so häufig auf?

Geburtstrauma ist ein Begriff, der alle emotionalen und körperlichen Folgen umfasst, die eine Mutter nach einem Kaiserschnitt erlebt. Es kann bei allen Müttern auftreten, unabhängig davon, wie ihr Baby auf die Welt gekommen ist. Aber es ist besonders häufig bei Müttern mit Kaiserschnitt.

Das liegt daran, dass der chirurgische Eingriff sehr invasiv und belastend ist (vor allem bei einem Notkaiserschnitt). Außerdem dauert die Genesung lange und die Schmerzen halten oft ein Jahr lang an.

Neben den körperlichen Schmerzen, die an sich schon traumatisch sind, kann der Kaiserschnitt auch ein schweres emotionales Trauma verursachen.

Welche Gefühle und Emotionen treten nach einem Kaiserschnitt häufig auf?

Zu den körperlichen Symptomen nach einem Kaiserschnitt gehören Schmerzen, Taubheitsgefühle und seltsame Empfindungen im Bereich des Schnittes. Zusätzlich zu diesen Symptomen treten nach einem Kaiserschnitt auch Rücken- und Beckenschmerzen auf (vor allem beim Geschlechtsverkehr).

In den meisten Fällen halten die Schmerzen im Bereich des Kaiserschnitts etwa 3-6 Monate lang an. Sie können bei manchen Frauen aber auch 12 Monate oder länger andauern.

Why birth trauma is common among C-section mums

Zusätzlich zu den körperlichen Schmerzen nach einem Kaiserschnitt erleben viele Mütter ein komplexes und lang anhaltendes emotionales Trauma.

Die BBC veröffentlichte kürzlich einen Artikel mit dem Titel: „Post-natal PTSD: I relived childbirth over and over again“ (Postnatale PTBS: Ich erlebte die Geburt immer wieder). Darin wurde die Geschichte einer Mutter erzählt, die nach einem Kaiserschnitt unter postnataler PTBS litt.

Im Interview sagte Anna Simpson: "Ein Anästhesist versuchte, mir eine Kanüle in die Hand zu stecken, und ich hatte das Gefühl, angegriffen zu werden. Es war sehr beängstigend, ich hatte große Angst."

"Ich durchlebte die Geburt immer und immer wieder, es war anstrengend und sehr schmerzhaft.


"Es war körperlich anstrengend, sich zusätzlich um ein Neugeborenes zu kümmern, war wirklich schwierig."

Im Falle eines Notkaiserschnitts ist die Situation, in der diese Entscheidung getroffen wird, sehr emotional und stressig. Während das medizinische Personal trainiert ist, auf Notfälle mit Gelassenheit und Ruhe zu reagieren, ist das bei anderen Menschen nicht der Fall.

Die Mütter befinden sich in den Wehen (die schon stressig genug sind) UND inmitten einer Notfallsituation. Sie fühlen sich angesichts des Stresses und der medizinischen Komplikationen machtlos und uninformiert. Deshalb führen Notkaiserschnitte oft zu einem immensen emotionalem Trauma, zusätzlich zur langen körperlichen Rekonvaleszenz. 

Häufige Anzeichen für ein Geburtstrauma nach einem Kaiserschnitt sind u.a:

Was können Mütter tun, um diesen Stress zu verringern?

Erstens: Damit du nicht völlig unvorbereitet in eine unbekannte Situation gerätst, solltest du dich vor der Geburt über das Einmaleins des Kaiserschnitts informieren. So weißt du, was im Falle einer OP auf dich zukommt. Dieses zusätzliche Wissen wird dich dann in der konkreten Situation sehr beruhigen.

Jede Mutter weiß, dass ein Geburtsplan manchmal einfach nicht so funktioniert wie geplant. Deshalb sollte man besser immer einen Plan B und C parat haben und sich über alle Optionen auf dem Laufenden halten.

Wenn du das hier liest und gerade einen Kaiserschnitt hinter dir hast, lass dir sagen: Du bist nicht allein. Es ist eine große Herausforderung, sich nach einem Kaiserschnitt vom Geburtstrauma zu erholen. Es ist ganz normal, wenn du diese Zeit als beängstigend, belastend oder frustrierend empfindest.

In dieser Zeit solltest du dich also um dich selbst kümmern. Schenke dir selbst die Zeit, die Hilfe, die Selbstfürsorge und das Verständnis, das du auch einer anderen Mutter in deiner Lage gönnen würdest. Und hole dir ruhig Hilfe, wenn du sie brauchst. Vergiss nicht, dass dein Wohlbefinden genauso wichtig wie das deines Babys ist.

Damit du die einzelnen Schritte zur Genesung nach einem Kaiserschnitt verstehst, erfährst du hier, wie die körperliche Regeneration abläuft.

Die körperliche Rekonvaleszenz nach einem Kaiserschnitt fördern

Um mit den Schmerzen umzugehen und eine schnelle Genesung zu fördern, solltest du:

Schmerzmittel einnehmen

Vor allem in den ersten Tagen hast du wahrscheinlich starke Schmerzen. Schmerzlindernde Medikamente helfen dir (kurzfristig), deinen Alltag angenehmer und glücklicher zu gestalten.

Auch wenn sie keine dauerhafte Lösung sind, solltest du den Rat deines Arztes folgen, was die Dosierung und Art der Schmerzmittel für deine Genesungsphase angeht.

Gönne dir ausreichend Ruhe

Auch wenn sich das sehr unrealistisch anhört, empfehlen wir dir dringend, Ruhephasen für dich einzuplanen. Selbst ein kurzes Nickerchen pro Tag kann für deine Genesung wahre Wunder bewirken.

Get a lot of rest after birth

Im Schlaf schaltet dein Körper in den Regenerationsmodus. Deshalb ist er für eine tiefgreifende körperliche Genesung wie die nach einem Kaiserschnitt unerlässlich. 

Unmittelbar nach der Geburt stellen viele Mütter die Bedürfnisse ihres Neugeborenen über ihre eigenen. Aber vergiss nicht, dass es sich um eine große Bauch-OP handelt, deshalb musst du gut auf dich achten. Und was auch immer du tust, um deine Heilung zu fördern, es gibt absolut keinen Grund, sich deswegen schuldig zu fühlen.

Geh nett und geduldig mit dir um, nimm dir die Zeit, die du brauchst, um dich zu erholen, hol dir Hilfe, wenn du sie brauchst, und mache dein eigenes Wohlbefinden zu einer höheren Priorität auf deiner Liste.

Massiere deine Kaiserschnittnarbe

Mit Hilfe deiner Krankenschwester oder Physiotherapeutin kannst du lernen, wie du deine Narbe tagsüber sanft aber effektiv massieren kannst.

Das ist eine großartige Hilfe bei der Heilung des Bereichs und fördert eine schnelle und vollständige Genesung.

Bewege dich sanft und vorsichtig

Du wirst merken, dass es einige Zeit dauern wird, bis du wieder den vollen Bewegungsumfang erreichst.

Anfangs werden einige Bewegungen sehr schmerzhaft oder schlichtweg unmöglich sein, vor allem solche, die deine Bauchmuskeln betreffen. Versuche also, deine Bewegungen so anzupassen, dass Schmerzen und Druck in diesem Bereich reduziert werden.

Wenn du zum Beispiel von einem Stuhl aufstehst, drücke mit deiner Hand auf die betroffene Stelle und gib ihr so zusätzlichen Halt.

Ein anderes Beispiel: Wenn du aus dem Bett steigst, versuche, dich hinauszurollen. Das minimiert den Druck auf die Narbe und das umliegende Gewebe.

Wenn dir diese Bewegungen besonders schwer fallen, kannst du auch in Kompressionskleidung investieren. Sie stützt die vom Kaiserschnitt betroffenen Bereiche, indem sie eine gleichmäßige Kompression auf diese Bereiche ausübt. Diese Kleidungsstücke sorgen nicht nur für mehr Komfort, sondern auch für eine bessere Durchblutung der betroffenen Bereiche und fördern so die Heilung.

Postpartum support garment

Weitere Informationen über die zu erwartende Genesungszeit nach einem Kaiserschnitt findest du in unserem Leitfaden zum Thema.

Wenn du gern Sport treibst, kannst du es wahrscheinlich kaum erwarten, wieder dein gewohntes Fitnessprogramm aufzunehmen. Es ist jedoch wichtig, dass du dich langsam und behutsam wieder an Sport herantastest, und zwar in kleinen Schritten. Außerdem solltest du alle besonders anstrengenden Aktivitäten durch sanfte Alternativen ersetzen (keine Sorge, dein Körper wird sich schnell wieder erholen, aber du solltest nichts überstürzen).

Wenn du soweit bist, kannst du mit sanften Übungen deine Endorphine ankurbeln und deine körperliche und emotionale Genesung verbessern.

Die emotionalen Beschwerden nach einem Kaiserschnitt lindern

Es ist nicht ungewöhnlich, dass die emotionale Erholungsphase nach einer Geburt etwas länger dauert.

Vielen Müttern fällt es sehr schwer, all die turbulenten Gefühle zu verarbeiten, die sie erleben.

How to help reduce birth trauma

Es gibt mehrere Gründe, warum Angst und Stress nach einem Kaiserschnitt oft besonders stark ausgeprägt sind.

Wenn die Entbindung ein Notkaiserschnitt war, hatte die Mutter keine Zeit, sich auf die Operation und ihre Folgen vorzubereiten. Deshalb hat sich die Mutter während der Geburt möglicherweise überwältigt und verängstigt gefühlt und wusste nicht, was passiert. Das kann sehr traumatisch sein und die Mutter braucht oft lange, um sich davon zu erholen.

Der emotionale Stress nach einem Kaiserschnitt kann auch auf Scham- und Schuldgefühlen beruhen. Viele Mütter haben Angst, nach einem Kaiserschnitt darüber sprechen und sich Hilfe zu suchen. Das liegt größtenteils an der verzerrten, selbstkritischen Überzeugung, dass ihr Körper bei der Geburt "versagt" hat.

Infolgedessen fällt es diesen Müttern viel schwerer, um Hilfe zu bitten. Oder sie glauben, sie hätten es nicht besser verdient (was absolut nicht stimmt). Das führt dann schnell zu einem Kreislauf aus Geburtstrauma und postpartaler Depression.

Wir sollten alle dazu beitragen, den Kaiserschnitt zu normalisieren und vernünftige Gespräche über diese Art der Geburt zu führen. Auch wenn die vaginale Geburt für viele Menschen die bevorzugte Methode ist, darf es für manche auch ein Kaiserschnitt sein. Vielleicht, weil die Frau ihn will, vielleicht, weil sie ihn braucht, vielleicht, weil er Leben rettet. In keinem Fall ist er ein Grund, um sich zu schämen.

Sollte es dir also nach einem Kaiserschnitt ähnlich gehen, solltest du wissen, dass das normal ist und du sicher nicht die Erste bist, der es so geht. Dir steht Hilfe zu, und Freunde und Familie sind immer da, um dir durch die Regeneration zu helfen, egal wie lange sie dauert.

Es gibt Möglichkeiten, um mit diesen schwierigen Gefühlen umzugehen, entweder allein oder mit Hilfe einer Person deines Vertrauens. Dazu gehören:

  • Besuche Eltern- und Babygruppen, um dich mit anderen Eltern über eure Erfahrungen auszutauschen
  • Nutze Online-Selbsthilfegruppen oder Beratungsforen (wie z. B. Schatten&Licht e.V. , Kidsgo, Hilfetelefon Schwierige Geburt oder Netzwerk Verarbeitung Geburt)
  • Achte auf viel Körperkontakt mit deinem Neugeborenen
  • Nutze das Angebot einer "Geburtsreflexion", wenn es angeboten wird.
  • Frag die Lola&Lykke-Expertinnen völlig kostenlos. In unserem sicheren und vorurteilsfreien Raum kannst du mit unserem Expertenteam für Frauengesundheit über alles reden, was Schwangerschaft und Wochenbett betrifft.

Es kann aber auch sein, dass du nach einem Kaiserschnitt keine negativen Gefühle hast. Das ist genauso normal und absolut kein Grund zur Sorge.

Wo finde ich Hilfe?

Solltest du jemals verzweifelt oder verstört sein, wende dich ruhig an dein Netzwerk. Sprich mit Freunden, Familie oder anderen Personen, denen du vertraust, dass sie dir in dieser Zeit helfen können.

Wenn du lieber mit einer Fachkraft sprechen möchtest, kannst du auch einen Termin mit deiner Hebamme oder deiner Ärztin vereinbaren oder die Expertinnen von Lola&Lykke fragen.

Bei körperlichen Beschwerden vereinbare einen Termin bei deiner Hausärztin oder wende dich an eine Psychotherapeutin, die auf Schwangere und Mütter spezialisiert ist.

Es gibt immer Hilfe, und du musst dich nicht allein fühlen - es gibt immer Menschen, die du um Unterstützung bitten kannst.

Und vergiss nicht: Es wird besser!

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