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Job und Baby – Ein Leitfaden für berufstätige, stillende Mütter

Als junge Mutter kann die Rückkehr zur Arbeit emotional widersprüchlich sein. Auf der einen Seite freust du dich vielleicht schon darauf, endlich wieder das Haus zu verlassen, deine Kollegen wiederzusehen, deinen Intellekt zu zeigen und den Spaß und die Herausforderungen anzunehmen, die dir dein Job bietet. Andererseits fühlst du dich möglicherweise noch nicht bereit dazu, dich schon wieder von deinem Baby zu trennen. Vielleicht machst du dir auch Sorgen um die Kinderbetreuung oder darüber, wie du und dein Baby die völlig neue Routine erlebt.

Wenn du dein Baby noch stillst, gibt es darüber hinaus über einige logistische Aspekte, über die du dir Gedanken machen solltest. Du lernst jetzt vielleicht, wie man eine Pumpe benutzt, das Stillen während der Arbeitszeit muss arrangiert werden und es gilt herauszufinden, wie man gepumpte Muttermilch am besten lagert und verwendet.

Das alles scheint viel Aufwand zu sein und tatsächlich kann diese Zeit eine Art Lernkurve sein. Aber zum Glück bist du als neue Mutter ja bereits ein Profi darin, dich anzupassen, zu lernen und neue Herausforderungen zu meistern. Die Rückkehr auf den Arbeitsplatz bildet da auch keine Ausnahme. Mit ein wenig Recherche und Vorbereitung sollte es kein Problem sein, weiter zu stillen und trotzdem wieder im Job durchzustarten. Dieser Leitfaden bietet dir alles, was du zum Thema Stillen während der Arbeit wissen musst.

Warum während der Arbeit stillen?

Du hast dich wahrscheinlich auch schon gefragt, ob es nicht einfacher wäre, einfach erst dann zurück zur Arbeit zu gehen, wenn du bereits abgestillt hast. Um die Wahrheit zu sagen: Das ist gut möglich. Wenn du allerdings gern wieder zurück an den Arbeitsplatz möchtest, musst du deshalb noch lange nicht mit dem Stillen aufhören.

Schließlich ist Muttermilch in den ersten zwölf Monaten ein wesentlicher Bestandteil der Ernährung eines Babys. Es enthält nicht nur alle Nährstoffe, die dein Baby benötigt, sondern ermöglicht es dir auch, Antikörper an dein Baby weiterzugeben, um es vor neuen Umgebungen wie Tagesstätten zu schützen. Und diese wird es früher oder später dringend brauchen. Ein besonders schöner Aspekt ist auch, dass du und dein Baby euch endlich wieder richtig nahe sein könnt, wenn du es nach einem langen, getrennten Arbeitstag in Ruhe stillst.

Es ist allerdings auch völlig in Ordnung, wenn du aufgrund der Arbeit mit dem Stillen aufhören musst oder sogar möchtest. Als Mutter hast du die Wahl, selbst zu entscheiden. Schließlich geht es um dein Baby und deinen Körper und alles, wofür du dich entscheidest, ist gültig. 

Mehr Informationen: Tipps und Ratschläge für die Pflege deines Babys 

Die Planungsphase  

Um Arbeit und Stillen erfolgreich zu jonglieren, brauchst du zunächst eine gute Vorbereitung und einen Schlachtplan.

Der erste Schritt ist dabei eine individuelle Einschätzung deiner Arbeit. Frag dich selbst:

- In welchem ​​Stillstadium bin ich? Wie alt ist mein Baby? Hat er oder sie eine etablierte Stillroutine?- Wird mein Baby ausschließlich gestillt oder hat es bereits damit begonnen, feste Nahrung zu sich zu nehmen?

- Wie oft am Tag stille ich?

- Wie viele Stunden am Tag werde ich bei der Arbeit verbringen? Wie wird mein Arbeitsplan aussehen?

- Gibt es an meinem Arbeitsplatz einen Ort, an dem ich ohne Unterbrechung abpumpen oder sogar stillen kann?

Mentale Vorbereitung

Der nächste Schritt ist die mentale Vorbereitung. Schließlich ist dieser erste Schritt zur Trennung von deinem Kind emotional und nicht immer einfach. Es ist völlig in Ordnung, besorgt, traurig oder nervös zu sein. Andererseits ist es aber genauso in Ordnung, sich darauf zu freuen oder aufgeregt zu sein! Es gibt keine richtige Einstellung zu diesem Prozess. Das Wichtigste ist, Selbstmitgefühl zu üben und sich die Zeit zu nehmen, die du ganz individuell für dich brauchst.

Bitte ruhig auch um Hilfe und suche dir ein medizinisches und persönliches Unterstützungssystem. Ob Frauenarzt, Laktationsberater, andere stillende berufstätige Mütter, dein Partner, Freunden oder Familie – es hilft zu wissen, dass man nicht alleine ist. Sei es für Ratschläge zum Stillen oder für praktische Hilfe bei der Kinderbetreuung und im Haushalt oder beim logistischen Management der Übergangsphase.

Mehr Informationen: Frage einfach die Laktationsexperten von Lola & Lykke.


Versuche dir in dieser Zeit öfter mal selbst etwas Gutes zu tun. Je gesünder dein Geist und dein Körper sind, desto erfolgreicher wirst du den Spagat zwischen Stillen und der Rückkehr auf die Arbeit meistern. Gesund essen. Wasser trinken. Viel Schlaf bekommen. Entspanne dich, wann immer du kannst. Nimm ein heißes Bad, gönne dir deine Lieblings-TV-Show, meditiere – kurz gesagt: Tue was auch immer dich beruhigt und dir Kraft gibt. Denke immer daran: Selbstpflege ist nicht egoistisch, sie ist überlebenswichtig. 

Körperliche Vorbereitung

Neben der mentalen Vorbereitung musst du dich natürlich auch physisch vorbereiten. Versuche, bereits zwei oder drei Wochen nach der Geburt eine Pumproutine einzurichten. Auf diese Weise kannst du dich nicht nur in aller Ruhe an die Ausrüstung und Mechanik des Abpumpens gewöhnen, du kannst dir auch einen Vorrat an Muttermilch aufbauen.

Diesen Vorrat kannst du – zumindest teilweise – einfrieren. So hast du immer Muttermilch zur Hand, auch wenn du mal weniger Milch produzierst oder aus einem anderen Grund nicht stillen oder abpumpen kannst. Das heißt aber nicht, dass du jetzt dein ganzes Gefrierfach mit Muttermilch vollstopfen musst. Ein paar Portionen, die für einige Tage ausreichen, sind ein guter Anfang.

Dein Baby umgewöhnen

Natürlich muss sich auch dein Baby erst an die neue Phase und die Flaschenernährung gewöhnen. Du solltest mit der Umgewöhnung bereits eigne Woche vor Arbeitsantritt beginnen, um euch beiden genug Zeit zu lassen. Übe zunächst, dein Baby mit einer Flasche zu füttern. Im nächsten Schritt kannst du es dann deinen Partner oder eine andere vertraute Person versuchen lassen.

Sobald feststeht, wer die Betreuung deines Kindes während deiner Arbeitszeiten übernimmt, sollte diese Person in den Umgewöhnungsprozess mit eingebunden werden. Schließlich soll dein baby das Fläschchen von der betreffenden Person annehmen und nicht nur von dir. Zunächst kann es helfen, wenn du beim Fütterungsprozess zugegen bist, so fasst dein Baby leichter Vertrauen. Nach und nach kannst du dich beim Füttern mit der Flasche dann einige Schritte entfernen und schauen, wie dein Baby reagiert. Dies gibt dir auch eine Idee, wie lange die Umgewöhnungsphase andauern wird. Sollte dein Baby zukünftig an einem anderen Ort gefüttert werden, als zuhause, also beispielsweise in der Kindertagesstätte, ist es wichtig, dass du dich mindestens einige Male physisch an diesem Ort aufhältst. Dein Körper bildet so nämlich eine Immunität gegen die dort vorhandenen Keime. Durch die Muttermilch gibst du diesen Schutz an dein Baby weiter. 

Wenn du die richtige Kita suchst, ist auch das Thema Füttern und Stillen ein zentrales. Die folgenden Fragen solltest du der Kindertagesstätte stellen:

- Wissen die Mitarbeiter, wie man mit Muttermilch in der Flasche füttert?

- Sind die Mitarbeiter über die Richtlinien zur Lagerung von Muttermilch auf dem Laufenden?

- Gibt es in der Kindertagesstätte einen Ort, an dem du dein Baby stillen kannst, bevor du es abgibst und wenn du es abhost?

- Kann die Kindertagesstätte deinen Fütterungsplan zeitlich einhalten?

- Wie unterstützt die Kindertagesstätte stillende Mütter?

- Gibt es die Möglichkeit, mit deinem Baby einen Testlauf vor Ort zu machen bevor du an deinen Arbeitsplatz zurückkehrst?

Auch die Entfernung zwischen der Kindertagesstätte und deinem Arbeitsplatz ist wichtig. Vielleicht besteht sogar die Möglichkeit, dein Kind in der Mittagspause kurz zu besuchen und zu stillen. Natürlich nur, wenn du dies auch selbst möchtest.

Ausrüstung und Zubehör

Jetzt kommt der technische Teil: Die Auswahl der Ausrüstung und des Zubehörs für’s Stillen und Abpumpen. Du hast hier gleich mehrere Möglichkeiten.

Eine Möglichkeit besteht darin, deine Muttermilch von Hand auszudrücken. Dies hat zwar den Vorteil, dass nur wenige Materialien benötigt werden und du es so jederzeit und überall tun kannst. Es ist jedoch auch viel schwieriger als die zweite Option. Diese ist, eine manuelle oder elektrische Milchpumpe zu verwenden. Wenn du regelmäßig abpumpen willst und mehrere Stunden am Tag von deinem Baby getrennt auf der Arbeit verbringst, eignet sich eine elektrische Stillpumpe wahrscheinlich am besten für deine Bedürfnisse. Suche nach einer Milchpumpe, die klein, tragbar und kompakt ist, sodass sie leicht zur Arbeit gebracht und diskret verwendet werden kann.

Eine hochwertige elektrische Muttermilchpumpe wie die intelligente elektrische Brustpumpe von Lola & Lykke kann das natürliche Saugmuster eines Babys nachahmen. Dies entspannt und massiert die Brust und fördert so den Milchfluss. Sie hat keine Drähte, keine Schläuche und ist kompakt genug, um in jede Tasche zu passen.

Zusätzlich zur Pumpe selbst benötigst du natürlich Flaschen, Eis- und Gefrierbeutel, in denen du die Milch aufbewahren kannst. Du kannst jedoch auch einfach moderne Muttermilch-Aufbewahrungsbeutel anstelle von Flaschen verwenden. Diese haben den Vorteil, dass du Zeit sparst, indem du direkt in den Beutel abpumpst und auch gleich daraus fütterst. Möglich ist dies mithilfe eines passenden Adapters. Die Aufbewahrungsbeutel sind klein, sodass sie leicht flach oder stehend aufbewahrt werden können und es ist kein Umfüllen der Milch mehr nötig.

Sprich mit deinem Arbeitgeber

Bevor du an deinen Arbeitsplatz zurückkehrst, solltest du mit deinem Vorgesetzten sprechen und sicherstellen, dass du deinen Stillplan wie gedacht durchführen kannst. Frage nach, ob es einen sauberen, privaten Ortes zum Abpumpen gibt und vergewissere dich, dass du die Möglichkeit hast, alle paar Stunden für 20 bis 30 Minuten Pause zu machen, um abpumpen zu können. Natürlich ist es auch wichtig zu wissen, dass dein Arbeitgeber deine Entscheidungen als Mutter respektiert und dir mit Verständnis begegnet, wenn es darum geht, dass dein Kind nun die höchste Priorität hat. 

Du brauchst dir keine Sorgen über eine negative Reaktion zu machen. Das EU-Recht verbietet sogar die Diskriminierung stillender Mütter, insbesondere am Arbeitsplatz. Die Arbeitgeber müssen Mindeststandards einhalten. Dazu gehören u.a. angemessene Maßnahmen zum Schutz deiner Gesundheit und Sicherheit während des Stillens. Also beispielsweise angemessene Pausen, eine ordnungsgemäße Ernährung, Zugang zu frischem Wasser und Waschanlagen, eine nicht zu heiße oder zu kalte Umgebung sowie die Berücksichtigung von Müdigkeit und Stress.

Abpumpen bei der Arbeit

Das Pumpen am Arbeitsplatz mag sich zunächst unangenehm anfühlen, aber du wirst dich sicher ziemlich schnell daran gewöhnen. Immerhin wirst du es jetzt öfters tun. Hier sind einige Tipps, um das Ganze ein bisschen einfacher zu machen.

- Versuche, in der Mitte der Arbeitswoche zu beginnen. Auf diese Weise wird deine erste Woche etwas kürzer sein und du bist nicht gleich für eine ganze Woche von deinem Baby getrennt.

- Nimm dir morgens ein bisschen mehr Zeit, um mit deinem Baby zu kuscheln, bevor du zur Arbeit fährst

- Stelle dir einen Stillbeutel mit allen erforderlichen Materialien zusammen (Pumpe, Aufbewahrungsbeutel, Eisbeutel, isolierter Beutel, Brustaufsätze und ein zusätzliches Hemd, falls Milch nachträglich austritt). So vergisst du nichts, auch wenn es morgens mal schnell gehen muss. Eine Checkliste kann dabei helfen, sich an alles zu erinnern, was du brauchst.

- Versuche dir beim Abpumpen, eine ruhige, entspannte Umgebung zu schaffen. Denke an dein Baby oder betrachte einfach ein Foto. Tatsächlich optimiert dies den Milchfluss.

Erstellen eines Plans zum Pumpen

Wann genau sollte man abpumpen? Nun, wie bei den meisten Dingen der Mutterschaft, kannst du hier einfach deinem Kind und deinem Mutterinstinkt die Führung überlassen. Wenn du dein Baby derzeit alle drei Stunden stillst, wird dies höchstwahrscheinlich auch der Pumprhythmus sein. Normalerweise pumpt man am besten einmal am Vormittag, einmal am Mittag und einmal am Nachmittag – all dies hängt aber von einer Reihe ganz verschiedenen Faktoren wie deinem Arbeitsalltag, der Länge deiner Schichten und dem Fütterungsmuster deines Babys ab. 

Wenn du an Werktagen mit der Flaschenernährung beginnst, solltest du dich darauf einstellen weiterhin am Wochenende und nachts nach dem Bedarf des Babys zu stillen. Auf diese Weise bekommt ihr beiden auch weiterhin eure kostbaren Momente der Zweisamkeit, die bei der Flaschenernährung oft abrupt fehlen. Außerdem gibt es deinem Baby Sicherheit und tröstet über die Zeit hinweg, in der du nicht physisch da sein kannst. Ein weiterer Vorteil des Stillens nachts und am Wochenende ist der, dass deine Milchversorgung weiterhin stabil bleibt und du deinen Vorrat an Muttermilch weiter aufbauen kannst.

Muttermilch lagern

Bei der Lagerung von Muttermilch solltest du folgende Richtlinien beachten:

- Muttermilch ist sechs bis acht Stunden bei Raumtemperatur haltbar

- Muttermilch kann 24 Stunden lang in einem isolierten Kühlbeutel mit Kühlpacks aufbewahrt werden

- Muttermilch ist bis zu fünf Tage bei 4 ° C haltbar

- Muttermilch kann drei bis sechs Monate lang im Gefrierfach eines Kühlschranks aufbewahrt werden

- In einem Tiefkühlschrank mit manueller Abtauung bei -20 ° C, welcher selten geöffnet wird kann Muttermilch unter Umständen sogar sechs Monate bis ein Jahr lang gelagert werden

Idealerweise fütterst du dein Baby vorranging mit Milch, die im Kühlschrank oder bei Raumtemperatur gelagert wurde, da durch das Einfrieren einige der in der Muttermilch enthaltenen schützenden Enzyme und Antikörper verloren gehen. Aufgetaute Muttermilch ist jedoch trotzdem unschädlich für dein Kind und kann genutzt werden.

Frage ruhig nach Hilfe!

Wie oben schon einmal erwähnt: Es gibt keinen Grund, diese manchmal schwierige Übergangsphase allein zu meistern. Tatsächlich ist es sogar enorm wichtig, Vertrauenspersonen um Hilfe zu bitten. Und zwar wann immer du diese benötigst. Ob Familie, Arbeitgeber oder Kindertagesstätte – du brauchst in dieser Zeit viel Verständnis, um zwischendurch abzupumpen oder zu stillen, sowie liebevolle, sachkundige Menschen, die sich während deiner Arbeitszeiten um dein Baby kümmern können.

Mach dir keine Sorgen, wenn das alles erst einmal nach einem ganz schön großen Unterfangen klingt. Es kann einige Zeit dauern, bis du dich an die neue Routine gewöhnt hast. Eine berufstätige Mutter zu sein und gleichzeitig ein Kind zu stillen ist nicht ohne, aber es ist absolut machbar. Habe einfach etwas Geduld mit dir selbst und natürlich auch mit deinem Baby und bewahre dir eine positive Einstellung. Du schaffst das schon!

Hast du noch Fragen zum Thema Stillen, Schwangerschaft und die Zeit nach der Geburt? Wende dich doch einfach kostenlos an die Experten von Lola & Lykke.

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